Projekt Alpenflusslandschaften

Alpenflusslandschaften mit CLAIM

venGo ist Partner im Projekt

Alpenflusslandschaften: Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze
Naturnahe Flusslandschaften und ihre speziell angepassten Tier- und Pflanzenarten sind europaweit selten geworden. Die Alpenflüsse Ammer, Lech, Wertach, Isar und Loisach haben jedoch in einigen Abschnitten noch ihren ursprünglichen Wildflusscharakter bewahrt.
In dem Projekt „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ haben sich 18 Partner aus Naturschutz, Verwaltung, und dem Sozialbereich zusammengeschlossen. Ihr Ziel ist, die besonders artenreichen Wildflusslandschaften in der Region durch naturschutzfachliche Maßnahmen zu verbessern und zu erhalten. Außerdem wollen sie die Gesellschaft für die Einzigartigkeit dieser oberbayerischen und schwäbischen Flusslandschaften und deren Naturschätze sensibilisieren. Das Projektgebiet umfasst auch die zwei im Rahmen der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ ausgewiesenen „Biodiveristäts-Hotspots„, das Ammer-Loisach-Hügelland mit den Lech-Vorbergen sowie das Ammergebirge mit dem Niederwerdenfelser Land und der oberen Isar.
Auf dieser Seite findest du Beiträge verschiedener Verbundpartner zu ihren Aktivitäten und Maßnahmen im Projektgebiet. Außerdem kannst du dich hier über ihre aktuellen und vergangenen Veranstaltungen informieren.

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Hier die venGo Orte für das Projekt Alpenflusslandschaften: Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze. Interessierst du dich für die Bildungsaktivitäten mit Neuen Medien innerhalb des Verbundprojektes, dann findest du hier mehr.


Welche Kiesbank des Lechs darf ich betreten? – Frag den Kiesbank Checker!

Mit dem Kiesbank Checker hat die navama GmbH zusammen mit dem Lebensraum Lechtal e. V. eine App entwickelt, die dir mittels Ortung anzeigt, ob du dich dort niederlassen kannst oder ob du dir eine andere Kiesbank suchen solltest. Auch die zeitliche Begrenzung während der Brutsaison ist in die App integriert.

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Lechkiesel: Wer bist du, wo kommst du her?

Erlebnisstationen mit Kieselmobile, Panoramafernrohr und Lithophon:
Auch die Kiesel des Lechs spiegeln die Vielfalt der Umgebung wieder. So finden sich im Flussbett und an den Ufern 14 verschiedene Gerölle aus den unterschiedlichen geologischen Zonen der Alpen, wie beispielsweise der Bändergneis und der grünliche Serpentinit aus dem Penninikum der Ostalpen, der Korallenkalk aus den Ostalpen oder der Nummuliten-Kalksandstein aus dem Helvetikum. Aber auch Beton, als „menschgemachtes“ Gestein, prägt das Bild des modernen Lechs. Zu sehen und zu fühlen sind die verschiedenen Gesteinsarten in dem Kielselmobile an der Litzauer Schleife.

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Wildnis mit Fehlern: Die Litzauer Schleife

Der Weg verläuft entlang der Litzauer Schleife, einer der wenigen Abschnitte am bayerischen Lech, in welchen der Alpenfluss noch frei fließen kann. Eine Teilstrecke verläuft entlang des LechErlebnisWeges mit Schautafeln und interaktiven Angeboten zum Thema Biologische Vielfalt am Lech. Danach führt der Weg über mehrere Terrassen durch das Naturschutzgebiet zum Lech hinunter.

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Zeitreise in die Landschaft des Mittelalters: Zu Schongauer Alm und Heidewiese

Der Rundweg führt durch die Schongauer Heidewiese, eine der inzwischen sehr selten gewordenen halboffenen Waldweide-Landschaften, die heute ein geschütztes Naturdenkmal ist. Der Rundweg verläuft z. T. auf einem Naturlehrpfad mit Informationen zum Wald und seinen Bewohnern.

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Der Kiesbank Checker: Moderne Medien für den Naturschutz

Die Kiesbänke des Lechs bieten dem Flußregenpfeifer, der als gefährdete Art auf der Roten Liste steht, ideale Brutbedingungen. Gleichzeitig sind der Lech und seine Uferzonen gerade in der Brutsaison (1.4. bis 30.6) dieses sehr störungsempfindlichen Vogels ein beliebtes Ausflugsziel. Daraus ergeben sich scheinbar unüberwindliche „Nutzungs“-Konflikte. Es stellt sich die Frage, ob es angemessen wäre, ein Betretungsverbot für die Kies- und Sandbänke am Lech auszusprechen, um die dort bisher nur 10 bis 12 vorkommenden Brutpaare des Flussregenpfeifers zu schützen?

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Alpenpflanzen – Überlebenskünstler der Eiszeit

Die drei Lehrtafeln des Landratsamts Starnberg mit dem Titel „Die von den Alpen kamen – Alpenpflanzen im Landkreis Starnberg“ erklären das geobotanische Phänomen, dass sich Alpenpflanzen sowohl im Gebirge als auch in den Ebenen des Voralpenlandes ausgebreitet haben. Die Tafeln befinden sich im Kustermann-Park, am Johannishügel und im Naturschutzgebiet Karpfenwinkel.

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Wasserkraftnutzung an der Ach

An der Ach nördlich von Uffing gibt es vier Kleinwasserkraftanlagen, die zusammen rund 375 MWh Strom (2012) erzeugen. Insgesamt haben die Anlagen eine installierte Leistung von 74 kW. Eine der vier Wasserkraftanlagen befindet sich im Schutzgebiet „Grasleitner Moorlandschaft“.

Die Ach entsteht durch den Zusammenfluss des Glotzenbachs und des Mühlbachs östlich von Bad Bayersoien. Sie ist etwa 37 Kilometer lang, fließt durch den Staffelsee und mündet dann bei Oberhausen in die Ammer. Die Uffinger Ach unterscheidet sich von den anderen Seitenbächen der Ammer durch das sommerwarme Seeausflusswasser und durch die besondere Fischfauna. Das Gewässersystem der Ach ist weitgehend naturnah erhalten und hat einen hohen ökologischen Wert.

Das nördlichste Kleinkraftwerk der Ach befindet sich bei Tafertshofen. Ein Ausleitungswehr einer Mühle führt ein Teil des Wassers in das Krafthaus zur Energieerzeugung. Eine Wanderhilfe für Fische gibt es dort jedoch nicht. Insgesamt gibt es nur zwei Wanderhilfen an der Ach. Dadurch können die Fische die Querbauten und Kraftwerke zum Teil überwinden.

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Mit der Eisenbahn kamen die Streuwiesen.

Bis zum Aufkommen der Eisenbahn diente die Landwirtschaft im Alpenvorland vorwiegend der Selbstversorgung. Der Ackerbau nahm einen erheblichen Teil der Bodennutzung ein. Die klimatischen Voraussetzung waren erdenklich schlecht. Die hohen Niederschläge führten zum schnellen Auswaschen der Nährstoffe und auch der Böden. Die Egartwirtschaft als Feld-Gras Wechselwirtschaft beugte diesem Auswaschen von Naturstoffen vor. Ein wesentlicher und limitierender Faktor für den Ackerbau im Alpenvorland war deshalb das Vieh als Düngelieferant. Aus diesem Grund wurden Feuchtstandorte soweit möglich als Futterwiesen genutzt und der Dünger auf die Äcker ausgetragen und umgekehrt das anfallende Streu aus dem Ackerbau im Stall verwendet. Mit dem Bau der Bahnlinien im 19 Jahrhundert fiel der Zwang zur Selbstversorgung weg. Das Getreide konnte günstiger eingekauft werden. Der Ackerbau wurde zunehmend zugunsten der Grünlandwirtschaft aufgegeben und der freiwerdenden Dünger aus dem Stall konnte zur weiteren Verbesserung der Futterwiesen eingesetzt werden. Allerdings führte die Aufgabe des Ackerbaus und der einhergehenden Streuproduktion auch zu einem Mangel an Einstreu für den Stall. Dieser Mangel war es, der ab 1850 die Entwicklung der Streuwiesenkultur im Alpenvorland förderte.

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