Amphibienzäune und Straßensperrungen im Landkreis Starnberg

Vorsicht! Kröten unterwegs!

Vorsicht! Kröten unterwegs! © Michael J. Stiegler

Erdkröten, Braun-, Gras- und Spring-, Grün- und Laubfrösche, Kamm-, Berg- und Teichmolche leben im Landkreis Starnberg und legen bei ihren jährlichen Wanderungen zwischen Winter- und Sommerlebensräumen und den Laichgewässern, je nach Art unterschiedlich, bis zu mehreren Kilometern zurück. Sobald die Nachttemperaturen im Frühjahr bei etwa 5°C liegen, verlassen die Amphibien ihre Winterlebensräume und suchen ihre Laichgewässer auf. Die Amphibienwanderung dauert ca. 2, gelegentlich bis zu 6 Wochen an (zwischen Anfang/Mitte März und Mitte/Ende April).

Erdkröten bei der Paarung im Lüßbach

Erdkröten bei der Paarung im Lüßbach (Gemeinde Berg) © Michael J. Stiegler

Besonders an warmen, regnerischen Abenden wandern die Tiere. Dabei überqueren sie auch Straßen und begeben sich damit in Lebensgefahr. Die immer größere Straßendichte wird dadurch zu einem immer stärkeren Problem. Außerdem macht den Amphibien der Verlust an geeigneten Lebensräumen und der Einsatz von Gülle und Spritzmitteln zu schaffen, so dass sich hohe Verluste an den Straßen noch gravierender auf die Populationen auswirken. Ihre Existenz steht dadurch auf dem Spiel. Deshalb führt die Bund Naturschutz Kreisgruppe Starnberg jedes Jahr Amphibienschutzmaßnahmen im Landkreis durch. Helferguppen und das Straßenbauamt stellen an den bekannten Wanderwegen Amphibienzäune auf, um die Amphibien daran zu hindern auf die Straße zu laufen. Helfer sammeln die Amphibien dann ein, um sie sicher über die Straße zu bringen. An zwei Stellen im Landkreis werden auch Straßenabschnitte gesperrt. Pro Jahr werden durch die BN KG Starnberg im Durchschnitt 550 Stunden für den Amphibienschutz aufgewendet. Die Amphibienzahlen sind momentan auf einem niedrigen Niveau stabil und nur an wenigen Stellen rückläufig.

Der Bund Naturschutz bittet alle Autofahrer in der Zeit zwischen Mitte März und Ende April um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme. Helfer, die die Tiere über die Straße bringen sind immer willkommen und wenden sich am besten an die Geschäftsstelle der Kreisgruppe, damit Sie gezielt und sinnvoll eingesetzt werden können.

Hier können sie herausfinden, wo im Landkreis Starnberg Amphibienzäune aufgestellt wurden.

Weitere Informationen auf der Homepage der Bund Naturschutz Kreisgruppe Starnberg und auf der bayernweiten Homepage des Bund Naturschutz

 

 

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