An der Ammer zur Schnalz

Die Ammer und ein Hauch von Wildflusslandschaft

Die Ammer und ein Hauch von Wildflusslandschaft

Dieser kleine Wandertipp offenbart in mehrfacher Hinsicht großartige Natur. Er bietet Einblick in die einzigartige Flusslandschaft der Ammer. Die Ammer ist der größte noch zusammenhängende Wildfluss der nördlichen Voralpen. Selbst wenn der wildeste Teil der Ammer weiter flussaufwärts liegt und nicht begehbar ist, bekommt man auf diesem guten Weg einen großartigen Eindruck einer vor-alpinen Wildflusslandschaft mit einzigartigem Charakter. Die Schönheit einer Wildflusslandschaft zeigt sich uns in größeren, zusammenhängenden Abschnitten. Neben viel Fluss und Wasser gibt es herrliche Eschen und Weiden in den Auen und angrenzenden Wäldern zu sehen. Von Zeit zu Zeit stehen bleiben und einen Blick nach oben nehmen lohnt sich. Sofort entsteht eine Ahnung von heimischem Urwald. Ein Traum wie es wieder sein könnte in Bayerns Natur, und das vor der Haustür. Endlich ist der Weg fernab von einer befahrenen Straße und damit kann man mit Augen und Ohren in eine andere Welt für ein paar Stunden eintauchen. Ruhe…nur Wasser- und Windrauschen, wenn nicht gerade mit „maschinenprotzender“ Tüchtigkeit abgeholzt und für Ordnung im Wald gesorgt wird.

Wald entlang der Ammer. Es geht vom Ufer gleich steil hoch. Noch ist der Wald jung, doch er hat das Potential zu einem Urwald zu werden.

Wald entlang der Ammer. Es geht vom Ufer gleich steil hoch. Noch ist der Wald jung, doch er hat das Potential zu einem Urwald zu werden.

Der Weg führt vom Bahnhof in Peissenberg erst südlich Richtung Ammer. An dieser angekommen kann man nichts falsch machen. Immer flussaufwärts auf einem gut begehbaren Fahrweg führt er bis zur Schnalz. Kleinere Abschnitte kann man auch direkt an der Ammer entlang auf Trampelpfaden gehen.

Hinweis: Die Kiesbänke auf keinem Fall während der Brutzeit des Flussregenpfeilers betreten. Entsprechende Hinweistafeln und Zeiten beachten. In der Regel erst ab 20. Juli möglich.

Ein wunderbare, alte Esche ragt wie ein Riese in den Himmel

Eine wunderbare, alte Esche ragt wie ein Riese in den Himmel

Mein Traum: Im gesamten Ammertal keine Bäume mehr fällen. Einfach aufhören damit! Was würden wir unseren Kinder schon in 50 Jahren an mehr Natur hinterlassen. Ein kleiner Fluss Nationalpark. Kein Holzpreis der Welt könnte mich davon abhalten. Die „privaten“ bayerischen Staatsforsten und Waldbesitzer sehen das leider anders. Selbst an diesem heißen Juli Tag waren Schlepper mit Baumwinden unterwegs. Warum nur überall?

An der Schnalz selbst gibt es eine wunderbare Wiese zum Ausruhen. Also Karte, Wanderbuch und Baumbestimmungsbuch einpacken und los kann es gehen. Ab in die Natur mit Zeit zum Schauen und Träumen. Und im August, wenn die Flussregenpfeifer mit ihrer Brutpflege fertig sind, darf auch die Badehose mit und alle freuen sich.

Die Wanderung als KML file: Zur Schnalz

Zum Schluss ein wichtiger Hinweis: Planen Sie die Tour gut mit Karte und Führer, das Smartphone und die Touren-Vorschläge in diesem Blog nehmen Ihnen nicht das Denken und die eigene Verantwortung ab. Wir wollen auch keinen Wanderführer ersetzen, da gibt es ein sehr gutes und preiswertes Angebot im Handel. Wir wollen zu Ideen anregen, die der Natur und den Menschen gerecht werden.

 

 

 

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