Auf der Bleick

Landart von Hans Schütz

Landart von Hans Schütz


 

 Auf der Bleick

 

Vom freundlichen Forsthaus Unternogg

wo Könige einst Rast gemacht

hat mich das Königssträßle bald

ins stille Ammergebirge gebracht

 

Stetig gehts nun einen Waldweg hinauf

am Sauloch vorbei zum Lähnbachhaus

dort mach ich den Rucksack zum ersten Mal auf

und pack eine kräftige Brotzeit aus

 

Weiter marschier ich nun steil bergan

dann wieder eben durch ein verzaubertes Moos

die Nebelstimmung erinnert daran

mit alten Geschichten wurden wir groß

 

Ein letzter Anstieg und der Wald weicht zurück

mit schnellen Schritten schnauf ich hinauf

kein Wölkchen am Himmel zu meinem Glück

welch herrliches Panorama tut sich nun auf

 

Die Allgäuer Berge nach Westen sich ziehen

und als letzten Gipfel ganz hinten

wo Kondensstreifen in die Ferne fliehn

erkenn ich den spitzschlanken Grünten

 

Der Blick sich dann nach Osten wendet

übers Hörnle hinweg und zum Staffelsee

oder nach Norden wo ein Turm uns das Fernsehen sendet

vom Hohen Peißenberg seiner Höh

 

Und ganz nah an den Bergen liegt die heilige Wies

der Klepperfilzsee als dunkles Auge daneben

es ist wie ein Abbild vom Paradies

wie dankbar bin ich doch hier zu leben

 

Aus Lyrisches Menu: Naturgedichte und Landart-Arbeiten, 2014 Bauer Verlag. Mehr von und über Hans Schuetz finden sie auch  hier

 

Die Hohe Bleick, der Gipfel, dem dieses Gedicht gewidmet ist, findest du hier:

 

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