Historische Flusslandschaften

Hier findest du „Historische Schmankerl“ aus Reiseberichten, Texten und Bildern von der frühen Neuzeit bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Wie sahen die Flusslandschaften damals aus? Und wie wurde Natur im Lauf der Geschichte wahrgenommen? Wie verhält sich diese Wahrnehmung zu heute. Diesen Fragen wollen wir hier in kurzen, pointierten Beiträgen nachgehen. Hier wird in alten Texten gestöbert, historisches Kartenmaterial gesichtet und den Fußspuren von Königen und Vagabunden gefolgt. Natürlich vorausgesetzt, sie haben Spuren hinterlassen, die wir heute verwenden können, was bei Vagabunden und Bettlern meist etwas seltener der Fall ist als bei reichen Bürgern und Königen, und damit die ganze Geschichte nicht unbedingt leichter macht. Wenn wir etwas auf unserer Reise in die Kulturgeschichte der Natur innerhalb der Initiative nature minds schön oder lesenswert finden, teilen wir es hier gerne mit allen, die sich für diesen Weg interessieren. Wir tun das zum einen, weil wir glauben Geschichte ist immer aktuell, wenn das auch nicht immer so leicht zu erkennen ist. Und weil wir glauben, in den historischen Texten viele Hinweise zu entdecken, die uns heute helfen können, unsere Naturwahrnehmung zu schärfen, und ja, auch unsere Einstellung und unsere Handeln für mehr Natur neu zu öffnen.

Aber fassen wir uns kurz, verfolge die Beiträge zur Kulturgeschichte der Natur, der Naturwahrnehmung und Naturnutzung von der Antike bis heute in diesem Portal. Sie werden das komplexe Bild durch kleine Geschichten und Gedanken vervollständigen. Und wenn du Fragen hast,  wende dich an uns. Wir helfen dir gerne weiter.

Die Wahrnehmung und Nutzung von Alpenflusslandschaften in der Geschichte von der Antike bis Heute ist ein Projekt innerhalb der Initiative nature minds  von navama – technology for nature in Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich 1369 Vigilanzkulturen der LMU München. Es wird innerhalb von venGo und dem Verbundprojekt Alpenflusslandschaften: Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz.


1848 – Revolution, Goldrausch und Eisenbahnbau. Dazwischen: Der Massentourismus formt seine Grundlagen.

Ein Reisebericht von München über Füssen an die Wertach aus dem 19. Jahrhundert. Für ganz Europa ist die Mitte des 19 Jahrhunderts eine Zeit der revolutionären Erhebungen gegen herrschende Mächte der Restauration und deren politischen und sozialen Strukturen. 1848, entzündet durch die französische Februarrevolution, greift die umwälzende Stimmung auf die…

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Der Fluss, zwischen Ehre und Zweck im 18. Jahrhundert.

Denn ohne eine Ehrerbiethung gegen die Flüsse, ist es gar nicht möglich, auf den Dörfern, wo alle Aufsicht ermangelt, bey den Fischern und Schiffleuten, und in vielen andern Umständen, die Verunreinigung der Flüsse zu verhüten. Ein Eintrag in der „Oeconomische Encyclopädie“, von Johann Georg Krünitz, entstanden zwischen 1773 und 1858 bringt es auf den Punkt. Die „gute Polizey“ alleine kann es nicht regeln, die Wachsamkeit und die Achtung des Einzelnen sind ebenfalls gefordert.

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Bergsteigen im Jahr 1336

„Auf dem Gipfel ist das Ende aller Dinge und des Weges Ziel“

In einem auf den 26. April 1336 datierten Brief schildert Petrarca, wie er den Mont Ventoux bestieg. In der zeitgenössischen Rezeption wird diese Beschreibung der Besteigung des Mont Ventoux als kulturhistorisches Schlüsselereignis an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit gesehen. Die Beschreibung gilt weithin als die Begründungsliteratur des modernen Alpinismus.

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Der Galgen für Raubbau an Flussperlmuscheln im Jahr 1700

Zum Schutz der Perlmuscheln, und vor allem der Perlmuschelfischerei in den fliesenden Gewässern des bayerischen Waldes, welche als landesherrliches Regal (Verfügungsrecht) betrachtet wird, erlässt Kurfürst Max Emanuel im Jahr 1700 ein Mandat, das sämtliche Vergehen im Zusammenhang mit Flussperlmuscheln unter strenge Strafe stellt. Nicht nur der Diebstahl von Perlen und…

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Der Fluß in der Kunst: Loisach 1799

Der Maler Ludwig Neureuther (1774 – 1832) ist ein Vertreter der aus dem Kreis um Johann Georg Dillis entstandenen „Münchner Landschaftsschule“. Während seines Aufenthaltes in Bayern als Hofmaler von Max IV. Joseph widmete er sich vor allem der Vedute, der topografischen Ansicht bestimmter Orte und Sehenswürdigkeiten in ihrer landschaftlichen Umgebung.…

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Schonzeit für Perlmuscheln bereits um 1642

Die kostbaren Perlen der Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera) schmückten die Kronen der europäischen Herrscher. Die Perlmuschel gab es zu Hunderttausenden in unseren Flüssen. Heute ist die Flußperlmuschel fast ausgestorben. Nur einigen Muschelfischern war es früher erlaubt, im Auftrag der Landesherren nach den kostbaren Perlen zu suchen. Auf Raubfischerei standen drakonische Strafen…

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bRECHT am LECH

Wanderparkplätze und Bertold Brecht am Lech. Eine etwas ungewöhnliche Betrachtung über Liebe zwischen Theater und Natur. Welches Recht entscheidet für die Natur? Und was kann das für die Naturwahrnehmung und vor allem den nachhaltigen Umgang mit der Natur und dem Naturschutz bedeuten? Und was bedeutet uns Naturliebe? Diesen Fragen möchte…

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