Botschafter der Biodiversität

In den vergangenen beiden Jahren hat das Natur- und Jugendzentrum des BUND Naturschutzes in Wartaweil insgesamt 33 interessierte Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen als sog. „Multiplikatoren“ zu Botschaftern der Biodiversität ausgebildet. Aufgabe der Botschafter ist es, die eigene Begeisterung für die Natur an deren Umfeld weiterzugeben. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Bildungsstätte des BUND Naturschutzes. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung 2016 unternahm die Gruppe eine 2-tägige Exkursion in die Wildflusslandschaft der Oberen Isar. Mitte Mai 2017 trafen sich 24 alte und neue Botschafter der Biodiversität zu einer Exkursion in das Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Ammersee-Südufer“. Dieses Schutzgebiet von internationaler Bedeutung ist Standort vieler seltener Orchideen und Gräser sowie Lebensraum von 43 Tagfalterarten und 18 Heuschreckenarten. Auch vom Aussterben bedrohte Vögel, wie der große Brachvogel, ziehen hier ihre Jungen auf. Dr. Helene Falk von der Kreisgruppe des BUND Naturschutzes Starnberg erklärte den Teilnehmern die Vorlieben und Besonderheiten dieser selten gewordenen Lebewesen. Margret Hütt unternahm zusammen mit den Botschaftern eine Reise in die Vergangenheit: Gletscher schufen einst das Ammersee-Becken. Als vor 10 000 Jahren das Eis abgeschmolzen war, reichte der Ammersee fast bis zum Peißenberg. Seetone lagerte sich ab, und die Südseite des Sees verlandete. Anhand historischer Aufnahmen erläuterte Margret Hütt die Folgen der Ammer-Regulierung. Im Anschluss trafen sich die Teilnehmer in der Bildungsstätte des BN in Wartaweil zu einem Erfahrungsaustausch. Voller Begeisterung für diese wunderschöne Landschaft und inspiriert zu neuen Aufgaben äußerten die Botschafter am Abend bereits Vorfreude auf das nächste Botschaftertreffen.

Text: Margret Hütt

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