Schutzgebiet Kempter Wald mit Oberem Rottachtal

Das ca. 4096 Hektar große FFH-Gebiet “Kempter Wald mit Oberem Rottachtal” ist durch naturnahe Hochmoorkomplexe, unzerschnittene Waldlandschaften der Fichtenmoorwälder und Bergkiefer-Moorwälder geprägt. Die Bergkiefer-Moorwälder sind besonders schützenswert, da in ihrem Unterwuchs Zwergsträucher wie die Rauschbeere wachsen, worauf sich wiederum die Raupe des Hochmoorgelblings spezialisiert hat. Der Schmetterling ist ein Relikt aus der letzten Eiszeit und lebt in der Schmetterlingsfauna der Moore.
Das Schutzgebiet enthält zudem naturbelassene Bäche, Bachschluchten, Niedermoore, Quellmoore und traditionell bewirtschaftete Streuwiesen. Die Streuwiesen sind Lebensraum vieler vom Aussterben bedrohter Arten, wie z.B. dem Blauschillernden Falter. Weitere Arten, die erhalten oder wiederhergestellt werden sollen sind (unter anderen): Frauenschuh, die Schmale Windelschnecke, die Bachmuschel und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling.

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Schutz des Gebietes um die Wies in den Gemeinden Steingaden und Wildsteig

Das Landschaftsschutzgebiet „Gebiet um die Wies“ hat eine Größe von ca. 2933 Hektar und umfasst Teilbereiche der gemeldeten FFH-Gebiete „Illach von Hausen bis Jagdberg“ und „Tauchgauer Ach, Moore, Quellen und Wälder am Nordrand des Ammergebirges“ und das ganze FFH-Gebiet „Naturschutzgebiet Moore um die Wies“. Die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts und die nachhaltige Nutzungs- und Regenerationsfähigkeit der Naturgüter soll erhalten bleiben. Heimische Pflanzen und Tiere der voralpinen Eiszerfallslandschaft sollen gesichert werden. Charakteristisch sind die Feucht- und Streuwiesen, Magerrasen, Moore und Wälder im Landschaftsschutzgebiet. Vorkommende Arten sind unter anderem: die Vierzähnige Windelschnecke, der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling, die Gelbbauch-Unke und der Skabiosen-Scheckenfalter. Das „Gebiet um die Wies“ wird als Naherholungsgebiet genutzt und hat kulturhistorische Bedeutung. Die Wallfahrtskirche „Die Wies“ (Wieskirche) ist Unseco-Weltkulturerbe, liegt im Landschaftsschutzgebiet und zieht viele Touristen an.

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Naturschutzgebiet Moore um die Wies

Das Naturschutzgebiet „Moore um die Wies“ hat eine Größe von ca. 378 Hektar und ist Teil des Landschaftsschutzgebietes „Gebiet um die Wies“. In dem Moorgebiet um die Wies bestehen Lebensraumkomplexe und -zonationen aus lebenden Hochmooren, Übergangsmooren, naturnahen Moorwäldern, Auwäldern, Streuwiesen, Nasswiesen und Hochstaudenfluren.
Die dystrophen Stillgewässer Kläpersee und Kolke des Kläperfilzes werden in dem Naturschutzgebiet erhalten. Die nährstoffarmen Gewässer sind durch Nähr- und Schadstoffeinträge, Grundwasserabsenkung, Moorrekultivierung und Freizeitnutzung gefährdet.
Vorkommnisse der Libellenart Helm-Azurjungfer und Quellbäche, Quellrinnsale und Quellhangmoore als ihre Habitatbestandteile, werden hier geschützt und wiederhergestellt.

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Schutzgebiet Moore im oberen Ammertal

Die „Moore im oberen Ammertal“ wurden von der Europäischen Gemeinschaft als besonderes Schutzgebiet und damit als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung ausgewiesen. Zu den Mooren zählen das „Ettaler Weidmoos“, das „Pulvermoos“ und das „Kochefilz“.
Die typische alpine Talmoorkette hat eine Fläche von ca. 630 Hektar und weist eine große Bandbreite an Moor-Lebensraumtypen auf. Flachmoore, ausgedehnte Pfeifengras-Streuwiesen, kalkreiche Quell- und Niedermoore, feuchte Hochstaudenfluren, Kalk- und Trockenrasen sind charakteristisch für das Schutzgebiet. Zudem befinden sich armleuchterreiche Bäche, Quelltöpfe und Quellbäche der Ammer in den Mooren. Skabiosen-Scheckenfalter, helle und dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläulinge, Gelbbauch-Unken, Sumpf-Glanzkraut und Firnisglänzendes Sichelmoos sind einige der vorkommenden Tier- und Pflanzenarten in dem Schutzgebiet.

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Naturschutzgebiet Altenauer Moor

Das Naturschutzgebiet „Altenauer Moor“ hat eine Größe von ca. 58 Hektar und wurde 1973 unter Schutz gestellt. Eine Besonderheit des Moors ist das Auftreten vielfältiger Moorstrukturen. Das Altenauer Deckenmoor wird durch Flach- und Übergangsmoore verbunden. Das vergleichsweise kleine Naturschutzgebiet ist durch eine hohe Artenvielfalt geprägt und beheimatet beispielsweise über 300 Falterarten, Brutvögel, Trockenrasenarten und Farn- und Blütenpflanzen, die zum Teil auf der Roten Liste Bayerns stehen und vom Aussterben bedroht sind. Zudem hat das „Altenauer Moor“ eine hohe landschaftsökologische Bedeutung, da es relativ unbelastete Oberflächen- und Grundwassereservoirs aufweist.

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Landschaftsschutzgebiet Ramsachleiten und Alte Loisach bei Murnau am Staffelsee

Die Gebiete zwischen dem Naturschutzgebiet „Murnauer Moos“ und Murnau am Staffelsee sowie entlang der „Alten Loisach“ werden als Landschaftsschutzgebiet unter der Bezeichnung „Ramsachleiten und Alte Loisach“ seit 1997 geschützt. Das Gebiet hat eine Größe von ca. 259 Hektar. Im Rahmen der Schutzausweisung soll vor allem die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und die weidegenutze bäuerliche Kulturlandschaft erhalten und von weiterer Bebauung freigehalten werden. Dem Naturschutzgebiet „Murnauer Moos“ wird dadurch ein zusätzlicher Schutzpuffer verliehen.
Die Feuchtflächen und Trockenstandorte des Gebietes haben eine große floristische und faunistische Bedeutung für die Natur.

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Naturschutzgebiet Murnauer Moos

Das “Murnauer Moos” liegt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und ist mit einer Fläche von rund 4200 Hektar das größte zusammenhängende naturnah erhaltene Moorgebiet Mitteleuropas. Das Alpenmoor liegt südlich von Murnau am Nordrand der bayerischen Alpen und entstand nach der letzten Eiszeit im Zugenbecken des Loisachgletschers. Der Moorkomplex ist durch seine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten geprägt und weist unter anderem Groß- und Kleinseggenriedern, Altwasser, kalkreiche Sümpfe, Feucht- und Streuwiesen und vereinzelt Kalktrockenwiesen auf. Eine Besonderheit sind die Hochmoore mit einer Mächtigkeit von bis zu 25 Metern. Seit 1990 ist das Moor als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist zudem das reichste Brutvogelbiotop Süddeutschlands.
Mooswanderungen sind auf einem zwölf Kilometer langen Rundwanderweg möglich.

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Naturschutzgebiet Ammergebirge

Das “Ammergerbirge”, auch “Ammergauer Alpen” genannt, liegt in den bayerischen Regierungsbezirken Oberbayern und Schwaben und im Tiroler Bezirk Reutte. Die Gebirgsgruppe gehört zu den Nördlichen Kalkalpen und ist das größte Naturschutzgebiet Bayerns und das zweitgrößte Deutschlands. Der Daniel ist mit 2340 Metern der höchste Gipfel des Gebirges. Die Loisach begrenzt die Ammergauer Alpen im Osten und der Lech im Westen. Die namensgebende Ammer entspringt in mehreren Quellen aus dem Gebirge südlich von Oberammergau.

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Urwald bei Tegernsee entdeckt

„…die Hirschtallalpe, die so so malerisch auf dem grünen, die Wasserscheide bildenden Sattel zwischen Kampen und Fockenstein eingebettet liegt. Wer mir bis hierher gefolgt ist und sich satt gesehen an dem lieblichen Blick in’s Lengries und Isartal, wende nun ein wenig nordwärts den Schritt, und nach kurzer Wanderung längs des Südostabfalles des Fockenstein thut sich eine Urwald Welt auf, wie sie großartiger kaum gedacht werden kann…Auf unserem Bilde schauen wir aus schmaler natürlicher Lichtung in das imposante, über 40 m hohe Stammgewirr hinein, das an vielen Stellen für den Maler einer Bühnendekoration a la „Wolfschlucht“ dankbare Motive bieten würde.“

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Natürlich aufs Aiplspitz

Das besondere an dieser Wanderung ist der herrliche Aufstieg von Aurach. Es geht immer auf schönen Pfaden (keine Forststraßen) durch schöne, abwechslungsreiche Waldzonen. Der Weg ist gut, behält aber immer einen schönen Pfadcharakter. Er ist nicht ausgetreten und von Abkürzungen verunglimpft. Die Überschreitung der Aiplspitze von Aurach hinüber zur Schönfeldhütte und dann hinab zum Spitzingsattel ist eine gelungen Sache für jeden Naturfreund mit Trittsicherheit. Lässt sich wunderbar mit der Bahn und ohne Auto machen.

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Keine Angst vor dem schwarzen Wolf

Am Sonntag, den 1. März 2015, wurde bei Unterdietfurt im Landkreis Rottal-Inn ein wolfsähnliches Tier fotografiert. Die Auswertung des Bildmaterials ergab, dass es sich um einen Wolf handelt. Eine gute Nachricht für mehr Wildnis im Zusammenleben mit der Natur. Das eine Umkehr der Vernichtung ohne Gefahr möglich ist, zeigen uns andere (Bundes-) Länder und erste Statistiken. Nach Recherchen gibt es bisher folgendes Auftreten von Wölfen in Bayern …

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Alpenflusslandschaften und die Klammspitze

Der Aufstieg zur Klammspitze führt von der Bushaltestelle Schloss Linderhof zuerst etwas westlich und dann in nördlicher Richtung über die Brunnenkopfhäuser vergleichsweise zügig aber anstrengend hinauf. Wir lassen die Brunnenkopfhäuser zunächst am Wegrand liegen und steigen in der kühlen Morgenluft bis zur Klammspitze hoch (nur für trittsichere Wanderer und wenn das Kar, östlich unterhalb der Großen Klammspitze schneefrei ist). Am Gipfel erwartet uns ein großartiger Rundblick, hinaus aufs Land über die Trauchberge bis München aber auch hinüber in die schroffen Felstürme des weniger zahmen Ammergebirges im Kenzengebiet mit Hochplatte, Krähe und Geißelstein.

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