Besinnen wir uns auf unsere Fachkompetenz!

In Zeitungen und Internet-Foren häufen sich die Artikel und Leserbriefe: Sprecher aus Vereinen und anderen Institutionen haben nach der Sperrung der Isar die Freizeitsportler im Visier. Diese werden beschimpft und als Chaoten bezeichnet. Zu unvernünftig befahren sie die Isar, schlecht ausgerüstet, oft betrunken. Und nicht zuletzt: trotz Hochwasser. Ja, das tun sie. Und doch: Ist es richtig, sich auf diese Weise in der Öffentlichkeit über Freizeitfahrer zu äußern? Ich finde: Nein. Denn …

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Wildflusslandschaft Isartal

Trotz der Ableitung von Wasser in den Walchensee konnte sich die Isar zwischen Wallgau und dem Sylvensteinspeicher ihren ursprünglichen Charakter bewahren. Auf dieser Strecke fließt sie in einem weiten Bett zwischen steil aufragenden Bergen aus Hauptdolomit. Unterschiedliche, ständig wechselnde Flussläufe und Kiesbänke prägen diese in Bayern fast einmalige Wildflusslandschaft. Anfahrt…

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Miteinander die Isar schützen – das Miteinander schätzen

Das Isartal ist ein einzigartiger Lebensraum für Natur und Mensch. Nur wer die Natur kennt, kann sie schätzen und schützen. Das Isartal stellt als Landschafts- bzw. Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet einen in Mitteleuropa einzigartigen Lebensraum für eine Vielzahl von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und Lebensräumen dar. Zugleich sind die Isarauen ein wichtiger Erholungsraum für Naturliebhaber, ist Grundlage für die Fischereivereine und ein wichtiges Element für die Tourismusangebote im Fremdenverkehr und ist ein Teil unserer Heimat…

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Keine Massenveranstaltungen an der Isar in hochsensiblen Naturräumen

Zehntausende von Isar-Bootfahrern jedes Jahr, Staus an Ein- und Ausstiegsstellen für Boote, ohrenbetäubender Lärm und tonnenweise Müll. Mit Massen-Veranstaltungen wie dem geplanten Schlauchboot-Event auf der Isar schaffen wir un(v)erträgliche Ballermann-Zustände – und das in einem hochsensiblen Naturschutzgebiet. Das kann nicht gut gehen!

Leider ist uns der Wert der „kostenlos“ zur Verfügung gestellten Landschaft, Pflanzen und Tiere nicht bewusst. Wir konsumieren und wissen oft nicht, was wir mit unserem Handeln anrichten können.

Doch jeder von uns würde anders handeln, wenn ihm bewusst wäre, dass…

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Wasserkraftwerk Wolfratshausen

Das Wasserkraft in Wolfratshausen wird durch einen privaten Eigentümer betrieben. Die Anlage, auch Weidachmühle genannt, wurde 1991 in Betrieb genommen und erzeugt eine Leistung von 830 kW. Es handelt sich also um eine Kleinwasserkraftanlage, die durch das Wasser der Loisach gespeist wird. Eine Wanderhilfe für Fische besteht hier nicht. Der private Eigentümer aus Memmingen plant die Anlage zu sanieren und eine modernere Turbine einzubauen…

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Isarkraftwerk Bad Tölz

Das Wasserkraftwerk Bad Tölz ist ein Laufwasserkraftwerk und wird von den Stadtwerken Bad Tölz betrieben. Insgeamt können hier etwa 10 Mio kWh pro Jahr erzeugt werden. Das Kraftwerk wurde 1958 in Betrieb genommen und hat 5,7 Mio DM gekostet. Die Anlage liegt im Landschaftsschutzgebiet „Israuen“ und grenzt direkt an das FFH-Gebiet „Oberes Isartal“.

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Naturschutzgebiet Isarauen zwischen Schäftlarn und Bad Tölz

Das Naturschutzgebiet „Isarauen ziwschen Schäftlarn und Bad Tölz“ hat eine Größe von rund 1660 Hektar und wurde 1986 ausgewiesen. Kerngebiet der Isarauen ist die Pupplinger und die Ascholdinger Au. Diese artenreichen Flusslandschaften sind von einer hohen Vielfalt an auetypischen Pflanzengesellschaften geprägt. In den Isarauen leben über 300 Pflanzen- und Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind. Lichte Kiefernwälder mit Magerrasen prägen das Gebiet. Die Kreuzotter findet hier ihren Hauptlebensraum. Im Naturschutzgebiet „Isarauen zwischen Schäftlarn und Bad Tölz“ wächst die Frauenschuh-Orchidee, das Brandknabenkraut und die Spinnen-Ragwurz…

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FFH-Gebiet Oberes Isartal

Das FFH-Gebiet „Oberes Isartal“ hat eine Größe von 4760 Hektar und erstreckt sich von der Deutsch-Österreichischen Grenze bis München-Sendling. Das großflächige alpine Fluss-Ökosystem ist durch Auen, spät- und nacheiszeitliche Terassen mit naturnaher Vegetation, Taleinhängen mit Felsbildungen, Leitenwäldern, Quellfluren und Hangquellmooren, natürlichen Schwemmfächern der Seitenbäche der Isar sowie artenreiche Magerwiesen, Magerweiden und Buckelfluren geprägt. Pfeifengras-Streuwiesen, kalkreiche Sümpfe und Niedermoore, feuchte Hochstaudenfluren, Trespen-Schwingel-Kalk-Trockenrasen in orchideenreicher Ausbildung, Kalktuffquellen, extensive Mähwiesen, Erlen-Eschen-Auwälder und Buchenwälder werden in dem FFH-Gebiet erhalten und wiederhergestellt.

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Zu späte Einsicht an der Isarquelle

Wie man den Zauber eines besonderen Ortes auch ohne Forststraßen oder Lifte zerstören kann, wurde 2004 leider im Karwendel Gebirge aufgezeigt. Durfte man früher schmalen Waldpfaden folgen, um mit etwas Gespür die versteckt gelegenen Quelltöpfe der Isar zu entdecken, so wird man heutzutage über einen breiten, aufgekiesten Fahrweg, an hohen Zäunen und einem Grabstein ähnlichen Felsen mit Aufschrift „Isar“ vorbei unmissverständlich zur Quelle geführt.
Das einmalige,zuvor nahezu unberührte Quellgebiet wurde bis zum letzten, ehemals unzugänglichen Quelltopf gnadenlos frei geholzt.
Auch die anfangs zustimmende Abteilung Umweltschutz des Landes Tirol distanzierte sich nach Abschluss der Baumaßnahmen von dem Projekt. Der zuständige Koordinator Otto Leiner meinte damals…

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