Lechkiesel: Wer bist du, wo kommst du her?

Erlebnisstationen mit Kieselmobile, Panoramafernrohr und Lithophon:
Auch die Kiesel des Lechs spiegeln die Vielfalt der Umgebung wieder. So finden sich im Flussbett und an den Ufern 14 verschiedene Gerölle aus den unterschiedlichen geologischen Zonen der Alpen, wie beispielsweise der Bändergneis und der grünliche Serpentinit aus dem Penninikum der Ostalpen, der Korallenkalk aus den Ostalpen oder der Nummuliten-Kalksandstein aus dem Helvetikum. Aber auch Beton, als „menschgemachtes“ Gestein, prägt das Bild des modernen Lechs. Zu sehen und zu fühlen sind die verschiedenen Gesteinsarten in dem Kielselmobile an der Litzauer Schleife.

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Wildnis mit Fehlern: Die Litzauer Schleife

Der Weg verläuft entlang der Litzauer Schleife, einer der wenigen Abschnitte am bayerischen Lech, in welchen der Alpenfluss noch frei fließen kann. Eine Teilstrecke verläuft entlang des LechErlebnisWeges mit Schautafeln und interaktiven Angeboten zum Thema Biologische Vielfalt am Lech. Danach führt der Weg über mehrere Terrassen durch das Naturschutzgebiet zum Lech hinunter.

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Das Unmögliche möglich machen – dem „Gemeingebrauch“ Grenzen setzen

In den 48 Jahren, zwischen 1967 und 2015, in denen ich als leidenschaftlicher Fischer ehrenamtlich für drei Fischereiorganisationen an Lech und Ammer gleichzeitig tätig war, habe ich einen Großteil meiner Freizeit an und in diesen Flüssen verbracht. Natürlich spielt auch der Umweltschutz für uns Fischer ein große Rolle, da ein intaktes Ökosystem nicht nur den Fischbestand erhält, sondern auch ein Naturerlebnis garantiert, das für die meisten Fischer beinah ebenso wichtig ist, wie der Fangerfolg. Daher habe ich mich in all den Jahren meiner ehrenamtlichen Arbeit vornehmlich dem Naturschutz an Lech und Ammer gewidmet. Bei der Ammer, diesem landschaftlichen Juwel im oberbayerischen Pfaffenwinkel, stand zunächst der ungebremste Bootsverkehr von Kanuten, Kajak- und Schlauchbootfahrern im Fokus. Über den schwierigen und langwierigen aber letztlich doch erfolgreichen Prozess, eine Reglementierung des Bootsbetriebs unter Beteiligung aller relevanten Gruppen zu erwirken, will ich im Folgenden berichten.

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Die Renaturierung der Ammer – die Geschichte einer Rettung

Die Ammer ist ja schon seit Jahren – zumindest in Bayern – in aller Munde. Grund dafür ist sicher die im Jahr 2000 begonnene Renaturierung. Für viele war diese eine große Überraschung, da sie der Meinung waren, die Ammer sei doch ein völlig naturbelassenes Wildwasser, was allein schon durch die Heerscharen von Kanuten und Kajakfahrern aus ganz Europa bewiesen sei. Doch genau damit fing mein Engagement für die Rettung der Ammer, dieses landschaftlichen Juwels im oberbayerischen Pfaffenwinkel, an. Im Folgenden möchte ich von dem langwierigen und zähen Prozess, von Rückschlägen und Hürden, aber letztlich von den Erfolgen im Kampf um die Renaturierung und den Erhalt dieses einzigartigen Wildflusses berichten. Aus meinen Erfahrungen schöpfe ich die Hoffnung, dass es gelingen kann, auch andere Alpenflusslandschaften vor überbordendem Freizeitdruck und fehlgeleitetem Energiehunger zu bewahren.

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Die Natur ist zum Genießen da – Regeln sind zum Einhalten da

Die Isar ist die schönste Flusslandschaft Deutschlands. Ich komme aus Ascholding, bin also an der Isar groß geworden, und genieße als begeisterter Kanadier-Fahrer ihre einzigartige Natur. Vom Boot aus sieht man im und am Fluss einfach mehr als vom Ufer aus. Ihr Erhalt ist für mich eine Herzensangelegenheit! Seit diesem Jahr bin ich zusammen mit Bernhard März als Isarranger zwischen Bad Tölz und Schäftlarn unterwegs und kümmere mich als verlängerter Arm der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen u. a. darum, dass die Regeln am Fluss eingehalten werden.

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Der Fluss als Lern- und Erfahrungsort

Alpenflüsse können uns in einer selten gewordenen Klarheit die Selbstgestaltungskraft der Natur zeigen – wenn wir uns auf diese Erfahrung einlassen. Natürliche Prozesse von Vergehen und Erneuerung laufen in einer Offensichtlichkeit ab, die in unserer Kulturlandschaft nur schwer zu finden ist. Landschaft wird im wahrsten Sinne des Wortes gestaltet und auf kleinstem Raum finden wir eine riesige Bandbreite an Lebensräumen.

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Zeitreise in die Landschaft des Mittelalters: Zu Schongauer Alm und Heidewiese

Der Rundweg führt durch die Schongauer Heidewiese, eine der inzwischen sehr selten gewordenen halboffenen Waldweide-Landschaften, die heute ein geschütztes Naturdenkmal ist. Der Rundweg verläuft z. T. auf einem Naturlehrpfad mit Informationen zum Wald und seinen Bewohnern.

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Der Kiesbank Checker: Moderne Medien für den Naturschutz

Die Kiesbänke des Lechs bieten dem Flußregenpfeifer, der als gefährdete Art auf der Roten Liste steht, ideale Brutbedingungen. Gleichzeitig sind der Lech und seine Uferzonen gerade in der Brutsaison (1.4. bis 30.6) dieses sehr störungsempfindlichen Vogels ein beliebtes Ausflugsziel. Daraus ergeben sich scheinbar unüberwindliche „Nutzungs“-Konflikte. Es stellt sich die Frage, ob es angemessen wäre, ein Betretungsverbot für die Kies- und Sandbänke am Lech auszusprechen, um die dort bisher nur 10 bis 12 vorkommenden Brutpaare des Flussregenpfeifers zu schützen?

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Besinnen wir uns auf unsere Fachkompetenz!

In Zeitungen und Internet-Foren häufen sich die Artikel und Leserbriefe: Sprecher aus Vereinen und anderen Institutionen haben nach der Sperrung der Isar die Freizeitsportler im Visier. Diese werden beschimpft und als Chaoten bezeichnet. Zu unvernünftig befahren sie die Isar, schlecht ausgerüstet, oft betrunken. Und nicht zuletzt: trotz Hochwasser. Ja, das tun sie. Und doch: Ist es richtig, sich auf diese Weise in der Öffentlichkeit über Freizeitfahrer zu äußern? Ich finde: Nein. Denn …

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