Werde Botschafter der Vielfalt, teile Deine Begeisterung!

Wildflusslandschaften sind in Deutschland eine Seltenheit geworden. Eine der letzten davon findet sich an der Oberen Isar. Zu deren Schutz ist es notwendig, möglichst viele Menschen für diesen Landschaftstyp zu begeistern und eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten. Dies hatte sich eine Veranstaltung des Bund Naturschutz zum Ziel gesetzt, die am Wochenende 4. und 5. Juni in Wallgau und Lenggries stattfand.

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Vorausschauend planen und Interessen abgleichen!

Alpenflüsse in Not: Zwei Drittel der Österreichischen Flüssen bereits naturfern oder zerstört
Österreich besitzt einen Wasserreichtum, für den es von vielen Staaten beneidet wird. Auwälder, Feuchtgebiete und Fließgewässer sind die bedeutendsten Lebensräume für die Biodiversität. Dennoch lässt sich für flussbewohnende Arten – von Fischen über Wasservögel, Schmetterlinge, Insekten bis hin zur wasserbezogenen Flora – ein deutlicher und anhaltender Schwund an natürlicher Vielfalt nachweisen. Zunehmend können die Flüsse ihre vielfältigen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Wenngleich der größte Teil unserer Gewässer sauber ist, so fließen sie jedoch zerstückelt, abgeleitet, monoton und eingeengt, oft in kanalisierten und stark verbauten oder gestauten Gewässerrinnen. Intakte, dynamische Flüsse und Bäche werden immer seltener – in Österreich ist nur noch ein Drittel von insgesamt 32.000 Flusskilometern natürlich oder naturnah geblieben.

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Das Unmögliche möglich machen – dem „Gemeingebrauch“ Grenzen setzen

In den 48 Jahren, zwischen 1967 und 2015, in denen ich als leidenschaftlicher Fischer ehrenamtlich für drei Fischereiorganisationen an Lech und Ammer gleichzeitig tätig war, habe ich einen Großteil meiner Freizeit an und in diesen Flüssen verbracht. Natürlich spielt auch der Umweltschutz für uns Fischer ein große Rolle, da ein intaktes Ökosystem nicht nur den Fischbestand erhält, sondern auch ein Naturerlebnis garantiert, das für die meisten Fischer beinah ebenso wichtig ist, wie der Fangerfolg. Daher habe ich mich in all den Jahren meiner ehrenamtlichen Arbeit vornehmlich dem Naturschutz an Lech und Ammer gewidmet. Bei der Ammer, diesem landschaftlichen Juwel im oberbayerischen Pfaffenwinkel, stand zunächst der ungebremste Bootsverkehr von Kanuten, Kajak- und Schlauchbootfahrern im Fokus. Über den schwierigen und langwierigen aber letztlich doch erfolgreichen Prozess, eine Reglementierung des Bootsbetriebs unter Beteiligung aller relevanten Gruppen zu erwirken, will ich im Folgenden berichten.

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Die Renaturierung der Ammer – die Geschichte einer Rettung

Die Ammer ist ja schon seit Jahren – zumindest in Bayern – in aller Munde. Grund dafür ist sicher die im Jahr 2000 begonnene Renaturierung. Für viele war diese eine große Überraschung, da sie der Meinung waren, die Ammer sei doch ein völlig naturbelassenes Wildwasser, was allein schon durch die Heerscharen von Kanuten und Kajakfahrern aus ganz Europa bewiesen sei. Doch genau damit fing mein Engagement für die Rettung der Ammer, dieses landschaftlichen Juwels im oberbayerischen Pfaffenwinkel, an. Im Folgenden möchte ich von dem langwierigen und zähen Prozess, von Rückschlägen und Hürden, aber letztlich von den Erfolgen im Kampf um die Renaturierung und den Erhalt dieses einzigartigen Wildflusses berichten. Aus meinen Erfahrungen schöpfe ich die Hoffnung, dass es gelingen kann, auch andere Alpenflusslandschaften vor überbordendem Freizeitdruck und fehlgeleitetem Energiehunger zu bewahren.

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Fischer machen Schule

Das Lehrplanthema „Wasser als Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ praktisch erleben: Im Gewässer wird erkundet, erforscht und entdeckt. Das Projekt „Fischer machen Schule“ der Bayerischen Fischerjugend ist ein Umweltbildungsprojekt im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Grundschüler der vierten Klasse erkunden gemeinsam mit ihrer Schulklasse und einem Multiplikator der Bayerischen Fischerjugend die heimischen Gewässer.

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Die Natur ist zum Genießen da – Regeln sind zum Einhalten da

Die Isar ist die schönste Flusslandschaft Deutschlands. Ich komme aus Ascholding, bin also an der Isar groß geworden, und genieße als begeisterter Kanadier-Fahrer ihre einzigartige Natur. Vom Boot aus sieht man im und am Fluss einfach mehr als vom Ufer aus. Ihr Erhalt ist für mich eine Herzensangelegenheit! Seit diesem Jahr bin ich zusammen mit Bernhard März als Isarranger zwischen Bad Tölz und Schäftlarn unterwegs und kümmere mich als verlängerter Arm der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen u. a. darum, dass die Regeln am Fluss eingehalten werden.

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Der Fluss als Lern- und Erfahrungsort

Alpenflüsse können uns in einer selten gewordenen Klarheit die Selbstgestaltungskraft der Natur zeigen – wenn wir uns auf diese Erfahrung einlassen. Natürliche Prozesse von Vergehen und Erneuerung laufen in einer Offensichtlichkeit ab, die in unserer Kulturlandschaft nur schwer zu finden ist. Landschaft wird im wahrsten Sinne des Wortes gestaltet und auf kleinstem Raum finden wir eine riesige Bandbreite an Lebensräumen.

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