Das Salz der Erde

Flüsse sind das Salz der Natur. Sole und Salz in Bad Reichenhall erinnern uns daran. Neben zahlreichen überirdischen Gewässern, die das Landschaftsbild des Alpenvorlandes prägen – den vielen Flüssen, Bächen, Seen und Mooren – finden sich im Nordosten von Oberbayern dem Auge zunächst unzugängliche und verborgene, aber nicht minder faszinierende…

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Beschränkung der Flüsse auf Normalbreite

Was ist normal? Flussregulierungen im Wandel der Zeit. „Die wichtigsten Arbeiten, welche an der Isar seit vier Jahren vorgenommen worden sind, bestehen in einigen Flusscorrectionen. […] Von der Bogenhauserbrücke [in München, A.d.V.] abwärts ist die Isar in einer Länge von zehntausend Fuß durch die […] erbaueten Dämme auf ihre Normalbreite…

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Fluss und Aue gehören zusammen

Das Nahleauslassbauwerk – ein langer Name für ein besonderes, etwa 300 m langes Streichwehr am Leipziger Flüsschen Nahle Dieses Bauwerk ist nach dem schweren Hochwasser im Sommer 1954 errichtet worden, um für weitere kritische Hochwasser die in Dämmen geführten Wassermassen wenigstens zu einem Teil in eine Reservefläche (Polder) des nordwestlichen Auwalds…

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Wasserkraftwerk Kammerl an der Ammer

Das Wasserkraftwerk Kammerl war ein altes Laufwasserkraftwerk und wurde 1897-1899 zur Versorgung der Ammergaubahn gebaut. Der Strom wurde direkt in die Oberleitung der Bahnlinie eingespeist. 2013 wurde das Bahnkraftwerk stillgelegt und bis 2015 durch die Deutsche Bahn erneuert. Eine Drehstromturbine und ein Druckrohr wurden neu errichtet. Das Wasser der Ammer wird zur Energiegewinnung abgeleitet und über einen Kanal zum Kraftwerk geführt. Insgesamt kann so eine Leistung von 1,2 Megawatt erzeugt werden. Eine Fischtreppe am Ausleitungsbauwerk ermöglicht den Fischen die Wanderung durch die Ammer…

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Kleinwasserkraftwerk an der Loisach bei Eurasburg

Das Kleinwasserkraftwerk Eurasburg an der Loisach wird privat betrieben. Über den Mühlbach wird das Wasser für die Anlage abgeleitet. Das Kraftwerk wurde 1980 ans Netz geschlossen und hat eine installierte Leistung von 141kW. Im Bereich des Kraftwerks soll außderdem ein Erdwall zum Hochwasserschutz errichtet werden. So kann ein ganzes Gebiet vor Überschwemmungen geschützt werden (Stand 09/2015).

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Wasserkraftwerk Wolfratshausen

Das Wasserkraft in Wolfratshausen wird durch einen privaten Eigentümer betrieben. Die Anlage, auch Weidachmühle genannt, wurde 1991 in Betrieb genommen und erzeugt eine Leistung von 830 kW. Es handelt sich also um eine Kleinwasserkraftanlage, die durch das Wasser der Loisach gespeist wird. Eine Wanderhilfe für Fische besteht hier nicht. Der private Eigentümer aus Memmingen plant die Anlage zu sanieren und eine modernere Turbine einzubauen…

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Isarkraftwerk Bad Tölz

Das Wasserkraftwerk Bad Tölz ist ein Laufwasserkraftwerk und wird von den Stadtwerken Bad Tölz betrieben. Insgeamt können hier etwa 10 Mio kWh pro Jahr erzeugt werden. Das Kraftwerk wurde 1958 in Betrieb genommen und hat 5,7 Mio DM gekostet. Die Anlage liegt im Landschaftsschutzgebiet „Israuen“ und grenzt direkt an das FFH-Gebiet „Oberes Isartal“.

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Wasserkraftnutzung an der Ammermühle bei Rottenbuch

An der Ammermühle bei Rottenbuch wird ein Wasserkraftwerk durch einen privaten Eigentümer aus Garmisch-Partenkirchen betrieben. Die Anlage wurde in den 1990er Jahren an ebendiesen verkauft. Der Standort der Wasserkraftanlage befindet sich im geschützten FFH-Gebiet „Ammer vom Alpenrand bis zum NSG „Vogelfreistätte Ammersee-Südufee““. Aufgrund von Altrechten darf die Wasserkraftanlage überhaupt in dem Schutzgebiet betrieben werden…

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Kleinwasserkraftanlage Steckenberg in Unterammergau

Das Kleinwasserkraftwerk Steckenberg liegt am Rande des Steckenberg Erlebnisberges. Zwischen den Steckenbergliften und dem Schartenlift hat ein privater Besitzer das Kraftwerk im Jahr 1997 errichtet. Zwei Pelton-Turbinen, die zusammen eine maximale Leistung von 220 kW erzeugen können, werden durch Wasser aus zwei getrennten Druckleitungen betrieben. Eine Leitung stammt vom Altmuttermoos, die andere vom Speichersee im Kurztal. Die Stahlgussrohre befördern das Wasser direkt ins Turbinenhaus.

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Kleinwasserkraftanlage bei Ettal

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde bei der Ettaler Mühle eine Francis-Turbine und ein Wasserrad betrieben. Im Jahr 1958 wurde die Anlage samt Turbinenhaus grundlegend erneuert. Dabei wurde der Mühlbach, der aus der Kleinen und der Großen Ammer gespeist wird, als Triebwerkskanal instand gesetzt. Der Stauweiher vor dem Kraftwerk wurde im Zuge der Erneuerung auf 1,6 Hektar vergrößert. Eine neue Kaplan-Turbine erzeugte nun eine Leistung von 81 kW. Die Ettaler Mühle versorgte über eine Fernleitung die Klosteranlage Ettal mit erneuerbarer Energie aus Wasserkraft. Nach einem Brand in den 1990er Jahren musste die Fernleitung stillgelegt werden. Heutzutage wird der Strom direkt in das öffentliche Netz eingespeist. Nachdem ein Generator ausgetauscht wurde, erzeugt das Wasserkraftwerk bei der Ettaler Mühle rund 350 MW elektrische Leistung. Damit können rund 92 Haushalte versorgt werden.

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