Die 100-jährige Eiche in Starnberg

Eiche an der Possenhofener Straße in Starnberg

100-jährige Eiche an der Possenhofener Straße in Starnberg

Die Bund Naturschutz Kreisgruppe Starnberg hat zum 100-jährigen Jubiläum der Stadt Starnberg im Jahr 2012 sechs bekannte 100-jährige „Stadtgeschichts-Bäume“ in einem Flyer vorgestellt. Die Bäume, die etwa genauso alt sind wie die Stadt Starnberg, vermitteln das 100-jährige Zeitgefühl auf ganz besondere Art.

Die 100-jährige Eiche in Starnberg

Eichen können können bis zu 1000 Jahre alt werden. Eine besonders stattliche Eiche steht an der Possenhofener Straße in Starnberg, gegenüber der Hausnummer 46. Das Schicksal hat sie überleben lassen. 1945 sollte sie gefällt werden. Doch die Säge ging dabei kaputt. Dies wurde als Wink „von oben“ gewertet und der Baum durfte stehen bleiben. Das passt in die Geschichtsträchtigkeit der Eiche. Schon bei den Griechen, Römern und Kelten standen Eichen in enger Beziehung zum Himmelsgott. Die Eiche erfreut sich heute trotz widriger Standortbedingungen an der viel befahrenen Straße immer noch guter Gesundheit. Aufgrund ihrer Pfahlwurzel kann sie sich die
Nährstoffe aus sicheren Quellen erschließen. Ihre tiefreichende Pfahlwurzel sorgt auch für die Sturmfestigkeit. Die Stadtgärtner umhegen und pflegen den Stadtbaum. Hoffen wir, dass diese Eiche noch viele Stadtjubiläen erleben darf. Theoretisch könnte sie noch 900 Jahre überdauern.

Eiche an der Possenhofener Straße in Starnberg

Eiche an der Possenhofener Straße in Starnberg

Steckbrief der Stieleiche oder Deutschen Eiche (Quercus robur)

20 – 40 m hoch • Blätter gelappt, länglich eiförmig, Oberseite tiefgrün, Unterseite grau bis grün • Knospen stumpf, eiförmig, braune Färbung • Blüte unauffällig, 2 -5 cm lange grün- gelbe, hängende Kätzchen • Früchte/Samen: Eichel • Rinde borkig, rissig • bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige Lehm- und Tonböden • Blütezeit: April bis Mai

Verwendung der Eiche

Früher wurden Eicheln zur Schweinemast verwendet • heute Holz für Fässer, Schiff – und Brückenbau sowie für Parkett und Möbel • Lebensraum und Futterpflanze für viele heimische Tiere • In Kriegszeiten dienten die Eicheln als Mehlersatz • aus Rinde kann Sud für Gurgelwasser, Umschläge und Bäder gewonnen werden.

Fotos: © Peter Witzan

Quelle: Flyer der Bund Naturschutz Kreisgruppe Starnberg 100-jährige Stadt – 100-jährige Bäume

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