Die 100-jährige Esche in Starnberg

Die Bund Naturschutz Kreisgruppe Starnberg hat zum 100-jährigen Jubiläum der Stadt Starnberg im Jahr 2012 sechs bekannte 100-jährige „Stadtgeschichts-Bäume“ in einem Flyer vorgestellt. Die Bäume, die etwa genauso alt sind wie die Stadt Starnberg, vermitteln das 100-jährige Zeitgefühl auf ganz besondere Art.

Esche am Museum in Starnberg

100-jährige Esche am Museum in Starnberg

Die 100-jährige Esche in Starnberg

Zwei stattliche, knapp 100-jährige Eschen am Museum in Starnberg markieren eine historische Entscheidung zur Stadtgründung 1912: Man entschloss sich, ein Heimatmuseum einzurichten. Zwei Jahre später wurde es im Beisein seiner königlichen Hoheit Ludwig III. und Gemahlin eingeweiht. Ein Baum wirkt mit seinem Efeumantel besonders mächtig. Nicht nur seine rissige Borke und das große Astwerk bieten Lebensraum für Vögel und Insekten; der Efeumantel beheimatet weitere Lebewesen; er schadet jedoch der Nährstoff zufuhr. Zudem kämpft die Esche mit der Eschentriebkrankheit, der man bisher keinen Einhalt gebieten kann. Eschen lieben den feuchten Untergrund der Moränenlandschaft und so gedeihen in Starnberg viele davon. Der schnell wachsende Baum wirkt oft älter als er ist. Nur wenige sind über 100 Jahre alt. Bei günstigen Verhältnissen können Eschen zwischen 200 und 300 Jahre alt werden.

Eschenzweig

Eschenzweig

Steckbrief der Esche (Fraxinus excelsior)

30 – 40 m hoch • Blätter 25 – 30 cm lang, bestehen aus 4 – 6 Paar gezähnten Fiederblättern und einem Spitzenblatt, sattgrün, im Herbst gelb • Knospen schwarz mit kleinen Nebenknospen • Blüte in Rispen, hängend, unscheinbar • grüne, zu vielen zusammenhängende Flügelsamen, die bis in den Winter am Baum bleiben • Die Rinde ist grau bis grün, glatt, kahl, im Alter schwarz-rissig • kalkliebend, tiefgründig bei ausreichender Wasserversorgung • Blütezeit im Mai vor Laubaustrieb

Verwendung der Esche

Die Esche wird als Schutzpflanzung zur Uferbefestigung verwendet, Verarbeitung besonders in der Möbelindustrie, für Böden und Treppen • Lebensraum und Futterpflanze für heimische Tiere • In der nordischen Mythologie hatte die Esche große Bedeutung als Weltenbaum. Im keltischen Zauberglauben verkörperte sie die Macht des Wassers.

Fotos: © Peter Witzan

Quelle: Flyer der Bund Naturschutz Kreisgruppe Starnberg 100-jährige Stadt – 100-jährige Bäume

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