Die 100-jährige Kastanie in Starnberg

Die Bund Naturschutz Kreisgruppe Starnberg hat zum 100-jährigen Jubiläum der Stadt Starnberg im Jahr 2012 sechs bekannte 100-jährige „Stadtgeschichts-Bäume“ in einem Flyer vorgestellt. Die Bäume, die etwa genauso alt sind wie die Stadt Starnberg, vermitteln das 100-jährige Zeitgefühl auf ganz besondere Art.

Kastanie an der Thiem-Villa in Starnberg

Kastanie an der Thiem-Villa in Starnberg

Die 100-jährige Kastanie in Starnberg

Ein Prachtexemplar einer Kastanie steht im Garten der Thiem-Villa an der Josef-Fischhaber-Straße 27 in Starnberg. Sie wurde von den Eigentümern an diesem Standort gepflanzt und genießt jetzt den Schutz des städtischen Anwesens. Sie darf dort frei wachsen und niemand rückt ihr zu Leibe. Oftmals überleben alte Bäume den Besitzerwechsel nicht; man will mehr Licht oder den Garten anders nutzen. Durch die Verdichtung im Stadtgebiet werden Grundstücke aufgeteilt und die Gärten kleiner. Und so wird in Zukunft immer seltener Platz für solch große Bäume sein. Auch wenn Kastanien beschnitten werden können, wie man an den ebenfalls etwa hundert Jahre alten Kastanien vor dem Tutzinger Hof sieht, – die wirklich frei wachsenden Bäume sind die schönsten. Sie werden künftig etwas ganz Besonderes sein. Kastanien können bis zu 300 Jahre alt werden.

Steckbrief der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)

30 – 35 m hoch • Blätter fingerförmig, mit 5 – 7 Fiedern, Blattränder gesägt • Knospen dicke, rotbraune, klebrige Winterknospen • Blüte in aufrechten bis 30 cm langen kegelförmigen „Kerzen“ zusammengefasst, weiße Einzelblüten mit sogenannten „Saftmalen“ (farbige Flecke in der Blütenmitte), bei unbestäubten Blüten sind sie gelb, bei bestäubten Blüten rot • 1 – 3 glänzend dunkelbraune Früchte mit weißem Nabel in einer bestachelten, grünen Kapsel • Rinde dunkelbraun bis schwarz, Borke plattig abblätternd • mag nährstoff reiche, tiefgründige, humose Sand- und Lehmböden • Blütezeit: April bis Mai

Kastanienblüte

Kastanienblüte

Verwendung der Kastanie

Park- und Alleebäume, Schattenspender in Biergärten, Kastanien zur Winterfütterung von Rotwild • Inhaltsstoffe der verschiedenen Pflanzenteile werden für kosmetische und medizinische Zwecke verwendet • Der Name kommt vermutlich daher, dass Kastanien früher als Heilmittel für Pferde eingesetzt wurden.

Fotos: © Peter Witzan

Quelle: Flyer der Bund Naturschutz Kreisgruppe Starnberg 100-jährige Stadt – 100-jährige Bäume

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