Golfplatzverhinderung Kloster Andechs

Die Pläne des Klosters Andechs, auf einem Gebiet nordöstlich des Heiligen Bergs einen Golfplatz errichten zu lassen, mussten aufgrund des großen Widerstands der örtlichen Bauern und des BN, der ein strategisch wichtiges Grundstück erwerben konnte, 1997 aufgegeben werden.
Die Ordensleute behaupteten, dass nur die Verbindung von Golfplatz und Landwirtschaft heutzutage rentabel sei. Der BN sieht Golfplätze aber als sterile Kunstlandschaften mit negativen Auswirkungen auf Natur und Umwelt an. Zur Abwehr dieser Pläne ersonnen die damalige BN-Kreisvorsitzenden Ruth Paulig und ihre Geschäftsführerin Rita Broda eine Gemeinschaftsaktion: für 5,- DM pro Quadratmeter konnte man einen ideellen Miteigentumsanteil erwerben. Der große Erfolg ermöglichte der Kreisgruppe den Kauf eines „Sperrgrundstücks“ auf dem Platz des zentralen Abschlags. Die Kreisgruppe Starnberg feiert seit dem 1. Juli 2005 jährlich ihr Golfplatzverhinderungsfest.
So schön kann es blühen, wenn es keinen Golfplatz gibt...

So schön kann es blühen, wenn es keinen Golfplatz gibt…

Die Begebenheit ist beschrieben in den Gstanzl vom Golfplatz in Andechs:

Der Erfolgs-Bruder Anselm – ja der und sei Abt hollerei…
De ham vo a paar Jahr – a rechte Schnapsidee g‘habt hollerei…
Und der Landrat der Frey – der war a mit dabei…
Denn wo‘s Geld im Kasten klingt – d‘Seel in Himmel nei springt.
An Golfplatz den wollten‘s – ja wia sie sich bloß traun
In die allerschönst Gegend von Bayern neibau‘n.
Wias an Anselm dann gfragt ham – warum er des mächt
sagt er: damit er‘s Wort Gottes an die Golfspieler brächt.
A Ausred und a Nudlbrett – san allerwei was wert
Aber so einen Blödsinn hat no koaner net g‘hört.
Ja de Wallfahrer und die Radlfahrer – i moan allweil dene stinkts
Wenns a Schildl da lesen: Achtung Golfbälle von links.
Ja der Herrgott hat abigschaut – „Ach die Andechser sind verrückt“-
Und hat eana zur Warnung an Meteoriten abigschickt.
Und den Naturschützern hat g‘holfen, dass sie‘s Geld zsammbracht ham,
Und mit‘m Kauf von am Grundstück ham‘s die Golfpläne derschlagn.
Ja der Odilo is jetzt z‘alt – und der Anselm is weg.
Drum könna mir jetzt feiern auf dem natur-greenen Fleck.
Von Rudolf Burger vorgetragen am 1. Juli 2005 – zu singen nach der Melodie „Was hat mei Madl für an schena Gang“
Fotos: © Bund Naturschutz Kreisgruppe Starnberg
Weitere Informationen in der 40 Jahre Kreisgruppe Starnberg Borschüre
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