Grasleitner Moorlandschaft – ein Gebiet mit gemeinschaftlicher Bedeutung

Sommer-Drehwurz (Spiranthes aestivalis)

Sommer-Drehwurz (Spiranthes aestivalis)

Die “Grasleitner Moorlandschaft” ist bayernweit eines der großflächigsten Moor- und Streuwiesengebiete. Die Streuwiesen werden landwirtschaftlich genutzt und sind Lebensraum vieler geschützer Arten.

Die Streuwiesenmahd durch die Landwirte verhindert, dass schnellwachsende Gehölze seltenen Pflanzen das Sonnenlicht rauben. So finden viele Tier- und Pflanzenarten der Roten Liste hier ihren Lebensraum, wie zum Beispiel der Schmetterling Riedteufel. Durch die Dauerpflege der Feucht- und Moorflächen können Vorkommen des seltenen und bedrohten Sommer-Drehwurz gesichert werden. Das Mähgut der Streuwiesen wird als Futtermittel für Kälber verwendet, oder dient zur Energiegewinnung und als Dämmmaterial.

Weiterführende Informationen zur „Grasleitner Moorlandschaft“ unter: Bayerisches Landesamt für Umwelt, AHO-Bayern und unter Bund Naturschutz in Bayern e.V.

Bildquelle: Wikipedia

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3 Kommentare

  1. Liebe Antonia,
    danke für deinen Artikel über Grasleiten. Die Streunutzung für etwas anderes als Stalleinstreu wäre ja sehr ungewöhnlich und wird in dem verlinkten Artikel des LfU als Projekt 2008 genannt. Wenn es aktuell diese anderen, neuen Nutzungsformen immer noch gibt soll das hier ruhig auch so stehen – wenn nicht, dann führt deine Nutzungsbeschreibung etwas in die Irre. Mein Kenntnisstand ist nämlich, dass sich Streu weder zum Verbrennen noch Biogas machen noch als Dämmmaterial vernünftig eignet. Aber ich wäre gern bereit, neuere Erkenntnisse anzunehmen. Was ist der stand der Dinge? Danke für deine vielen Artikel hier!

  2. Lieber Sebastian,
    vielen Dank für Deine Rückmeldung und Deine Frage. Ich werde mich dazu erkundigen und dann noch mal Bescheid geben.

  3. Lieber Sebastian,
    in dem Beitrag „Inwertsetzung von bunten Streuwiesen durch optimierte Nutzung als Markenzeichen – Ergebnisse des LEADER-Projekts Allgäuer Streueverwertung“ (s. Link unten) kannst du dich über den aktuellen Stand zum Thema Streuwiesennutzung informieren.
    Im Rahmen dieses Projekts wurden die Grundlagen dafür geschaffen Streu, die im landwirtschaftlichen Betrieb nicht genutzt wird, sinnvoll energetisch z. B. in Heizkraftwerken zu verwerten. Laut begleitender Studie gibt es dafür keine besonderen Einschränkungen. Gepresste Streu zur Verbrennung als Briketts sei allerdings wegen der enormen Hitzeentwicklung (Schäden an den Öfen) ungeeignet und auf Grund der Emissionswerte problematisch. Zudem wären die Zulassungsbedingungen für diesen Brennstoff schwierig.
    Zur Nutzung von Streu als Dämmaterial ist in der Studie nicht die Rede.

    Interessant an der Studie ist auch, dass nicht nur Landwirte, sondern inzwischen auch Golfclubs Streuwiesen angelegt haben, da sie damit abwechslungsreiche Spielbahnen schaffen (Farbumschlag der Streuwiesen und zum Teil deutliche Kontraste zum grünen Spielfeld).

    In Folge des Projekts ist die Nachfrage nach Streu aus Streuwiesen deutlich gestiegen und übertrifft bei Weitem das Angebot. Das gibt Grund zur Hoffnung, dass Streuwiesen wieder vermehrt unser Landschaftsbild prägen.

    „Inwertsetzung von bunten Streuwiesen durch optimierte Nutzung als Markenzeichen – Ergebnisse des LEADER-Projekts Allgäuer Streueverwertung“ (http://www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/doc/an36105kiessling_et_al_2014_streuwiesen.pdf)

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