Hindenburglinde

Hindenburg Linde im Jahre 1900. Aus: Friedrich Stützer: Die größten, ältesten oder sonst merkwürdigen Bäume Bayerns in Wort und Bild. München 1900.

Hindenburg Linde im Jahre 1900. Aus: Friedrich Stützer,  Die größten, ältesten oder sonst merkwürdigen Bäume Bayerns in Wort und Bild. München 1900.

Der Stamm der Hindenburglinde beginnt am Boden breit und wuchtig und verjüngt sich nach oben. Der Baum hat im Gegensatz zu den meisten alten Linden einen kräftigen, ungeteilten, hoch reichenden Stamm. In etwa fünf Meter Höhe gehen mehrere starke Äste ab, die eine sehr große Krone bilden. Die Linde erreicht eine Höhe von über 30 und einen Kronendurchmesser von gut 35 Metern. Der Stamm ist ohne erkennbare Öffnungen.

Die ersten genauen Beschreibungen der Linde stammen aus dem Jahre 1900 von dem Pionier und Baumfotografen Friedrich Stützer, der den Stammumfang der Linde in Bodennähe mit 14,75 und in einem Meter Höhe mit reichlich zehn Metern angab. Den Umfang der Krone gab er mit 121 Meter, die beschattete Fläche mit 900 Quadratmetern an. Damit hatte die Linde, die nie abgestützt wurde, die mit Abstand breiteste Krone aller Bäume in Europa.

Die Linde befand sich auf einer Freie oder Trade (Freifläche). Lehnsbauern durften diese Flächen zur Weide des Viehes und zum Laubsammeln nutzen. Aufforstung und die Rodung einzeln stehender Bäume war nicht erlaubt, was zur Erhaltung des Baumes beigetragen hat.

Ab etwa 1850 wurde die Hindenburglinde in verschiedenen Reiseführern und Beschreibungen des Berchtesgadener Landes erwähnt. Sie ist heute so attraktiv wie vor 100 Jahren. Ihr Alter wird auf 700 – 1000 Jahre geschätzt.

Hier findest du die Linde:

Wenn du mehr über die Linde lesen möchtest, schau z.B. in Wikipedia nach.

 

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