Historisches Alpinum in englischer Parklandschaft mit grandiosen Ausblicken auf die Alpen

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Alpinum heute (Ausschnitt)

Das Alpinum im Kustermannpark in Tutzing am Starnberger See ist ein historisches Kleinod. In dem Steingarten wachsen Pflanzen aus hochalpinen Regionen und solche, die sich von dort durch die Verschiebungen der Eiszeit auch in den Ebenen des Voralpenlandes ausgebreitet haben.

Bereits zu Beginn des vorigen Jahrhunderts wurde das Alpinum vom Königlich Bayerischen Hofgartendirektor Karl von Effner angelegt. Der namhafte Landschaftsarchitekt hat auch den fast sieben Hektar großen Park um die klassizistische Villa des Industriellen Max Kustermann nach englischem Vorbild geplant. Dort konnten Gäste der Unternehmerfamilie zwischen einem kleinen Bootshaus mit Hafen, einer echten Almhütte und exotischen Bäume wie dem Tulpenbaum lustwandeln und spektakuläre Ausblicke auf Zugspitze und Benediktenwand genießen.

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Alpinum von 1917 (Ausschnitt)

1972 wurden der verwilderte Park und die denkmalgeschütze Villa von der Gemeinde Tutzing erworben und rekonstruiert. Vor etwa 10 Jahren hat der Förderkreis Kustermann-Villa & -Park den mittleren Teil des verfallenen Alpinums wieder hergerichtet und bepflanzt. In jüngster Zeit hat der Landkreis Starnberg im Rahmen des Programms Alpenflusslandschaften das  Alpinum auf 100 Quadratmeter erweitert. Die dabei verwendeten Steine bestehen aus Pollinger Kalktuff, auf dem polsterbildende Arten wie Alpenleimkraut, Grasnelke und Katzenpfötchen gedeihen. Andere alpine Pflanzen sind Zwergkiefer,  Küchenschelle, Rittersporn, Pfingstnelke, Enzian, Alpenveilchen, Hauswurz und verschiedene Laucharten.

Der Park ist frei zugänglich. Auf die Besonderheiten dieser Pflanzen weisen die Informationstafeln am Johannishügel und Karpfenwinkel hin.

Quelle: Landratsamt Starnberg

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