Hotspot der Artenvielfalt: Hochschwarzwald mit Alb-Wutach-Gebiet

Der Hotspot „Schwarzwald mit Alb-Wutach-Gebiet“ umfasst den Südlichen Schwarzwald, das Alb-Wutach-Gebiet im Osten und die Hänge zum Hochrhein im Süden. Im Südlichen Schwarzwald (Hochschwarzwald) gehen die höchsten Erhe­bungen über 1400 m ü. NN, darunter der Belchen und der mit 1493 m ü. NN höchste Berg Deutschlands außerhalb der Alpen, der Feldberg. Der Hochschwarzwald fällt im Westen steil zum Oberrheingraben ab, im Osten ist der Abfall sanft (danubisches Relief). Höchste Lagen sind glazial überformt mit Kar­bildungen und Mooren, darunter das Hinterzartener Moor als großes Hochmoor. Im westlichen und zentralen Teil des Südlichen Schwarzwalds sind Wald, darunter vielerorts noch ursprüngliche Tannen-Buchenwälder, sowie großflächige Weidfelder mit Borstgrasrasen vorherrschend. Die höchsten Erhebungen des Südlichen Schwarzwalds beherbergen zahlreiche, z. T. außerhalb der Alpen nur hier vorkommende Eiszeitrelikte bei Flora und Fauna. Sie sind bereits subalpin angehaucht. Im Osten und weitergehend im Alb-Wutach-Gebiet prägt die tief einge­schnittene Schlucht der Wutach nach Ablenkung des Wutachverlaufs von Ost (ehemaliger Donauzufluss) nach Süd (Rheinzufluss) das Bild. Hier herrschen Wiesen- und Ackerflächen vor, die, v. a. wenn sie feucht sind, zahlreiche seltene Arten enthalten. Im Wutachgebiet treten neben Eiszeitrelikten auch solche aus der nacheiszeitlichen Wärmezeit auf, z. B. Pflanzen aus östlichen Steppengebieten. Im Süden weisen die Hänge zum Hochrhein submediterranen Charakter auf z. B. mit Halbtrockenrasen und Flaumeichenbeständen.

Texte und Geodaten der Hotspotregionen mit freundlicher Genehmigung des BfN

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