Hotspot der Artenvielfalt: Schleswig-Holsteinische Ostseeküste mit Angeln, Schwansen und Dänischer Wohld

Die genannten Landschaftsräume liegen im subglazialen Bereich der Weichselvereisung mit bewegtem Relief (Jungmoränen-Bereich) im östlichen Bereich des Landesteiles Schleswig in landwirtschaftlicher Prägung mit noch typischer Knick-Struktur. Sie beherbergen biogeographisch bemerkenswerte Waldtypen, verschiedene Moorformen in den Moränensenken, zahlreiche Fließ- und Stillgewässer in biotopspezifischer Ausbildung sowie charakteristische Ostsee- Küstenformationen, die durch Förde-Einschnitte, Erosionsufer, Strandwälle und Strandseen vielfältig gegliedert sind. Ein besonderes Wertmotiv stellt die rund 40 km ins Binnenland reichende glaziale Rinnen-Landschaft der Ostseeförde „Schlei“ dar. Sie ist stark gegliedert und weist sog. „Breiten“, „Engen“, Flachbereiche und Noore (Lagunen) auf mit einer komplexen Biotop- und Artenausstattung (Samolus valerandi, Oenanthe lachenalii, Eleocharis parvula) mit Strandwiesen, Salzweiden und Brackwasser- Riedern. Mit einbezogen ist im Nordwesten die dem Eisrand vorgelagerte und vom abfließenden Schmelzwasser geebnete Sand- und Kieslandschaft „Schäferhaus“. Die ehemals militärisch genutzte Liegenschaft wird seit über 10 Jahren von Robustrindern als halboffene Weidelandschaft gepflegt.

Texte und Geodaten der Hotspotregionen mit freundlicher Genehmigung des BfN

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