Hotspot der Artenvielfalt: Schwäbische Alb

Der Hotspot „Schwäbische Alb“ reicht vom Oberen Donautal im Südwesten bis zu den Vorbergen und Randhöhen der Mittleren Kuppenalb im Nordwesten. Die Höhenlage beträgt etwa 500 m ü. NN im Norden und steigt auf über 1000 m ü. NN im Bereich der Hohen Schwabenalb. Landschaftsprägend ist der Albtrauf, der durch stark verzweigte Stirntäler des Vorlandes durchdrungen wird. Hier bilden Ausliegerblöcke des Weißjura schmale Brücken mit der Albhochfläche. Die oberflächige Entwässerung erfolgt hier neckarseits durch sehr steile und tief eingeschnittene Täler, die durch Hang-Buchenwälder, Schluchtwälder, Felsen, zahlreiche Schichtquellen und Kalksinterterrassen charakterisiert sind. An den weniger steilen Hängen gedeihen ausgedehnte Streuobstwiesen oder auf mageren Standorten Magerrasen und Wacholderheiden. Die Hochflächen sind durch Kuppen und typische Karstformen, wie flachmuldige Trockentäler, Höhlen, und Dolinen charakterisiert. Prägend für die Hochflächen ist eine enge Verzahnung von extensivem Grünland, Magerrasen, Wachholderheiden, Felsbiotopen und Trockenwäldern. Insbesondere im Bereich der Hohen Schwabenalb existieren noch sehr artenreiche Berg-Mähwiesen (mit Potentilla alba und Galium boreale). Im Südwesten wird die Albhochfläche durch das Tal der Donau unterbrochen. Landschaftsprägend sind hier insbesondere die steilen Talhänge mit Felsbändern, Terrassen, Höhlennischen, herauspräparierten Felstürmen und überwiegend naturnahen Laubmischwäldern. Kennzeichnend für die Flora der Schwäbischen Alb sind neben den extensiven Grünlandbereichen, Streuobstwiesen und Hangwäldern vor allem die Fels­standorte mit einer Mischung von mitteleuropäischen Arten mit dealpinen, sub­mediterranen und gemäßigt kontinentalen Pflanzenarten. Zudem gibt es vor allem im Südwesten, nach Nordosten ausklingend, einen hohen Anteil an Reliktarten der Zwischen- und Nacheiszeit.

Texte und Geodaten der Hotspotregionen mit freundlicher Genehmigung des BfN

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