Freizeit am Fluss

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Die Flüsse Isar, Loisach, Linder/Ammer, Lech und Wertach in der Region des Projektes Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze ziehen sich als ökologisches Rückgrat durch das Alpenvorland. Touristen und Anwohner genießen die zauberhaften Ufergebiete und die zum Teil noch naturbelassenen Abschnitte der Flüsse. Freizeitmöglichkeiten wie Wandern, Spazieren gehen, Radfahren, Baden, Kajakfahren, Floßfahren, Stand Up Paddeln oder Surfen sind beliebte Aktivitäten entlang und in den Flüssen.

Der Mensch braucht ein gesundes Klima, reine Luft, Ruhe und Stille, um sich vom Alltag zu erholen und sich zu entspannen. Durch Naturerlebnisse kann wieder frische Kraft für das Leben in naturentfremdeten beschleunigten Strukturen getankt werden. Hauptmotiv vieler Urlauber ist daher die innere Einkehr. Die Freizeitgestaltung an den Alpenflüssen kann jedoch auch zu erheblichen Eingriffen in schützenswerten Gebieten führen. Vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten in und an den Flüssen können durch Menschenmassen in ihren Lebensräumen gestört werden.

Wie kann Freizeitgestaltung in Einklang mit der Natur gelingen? Wie lassen sich die Ziele der Erhaltung und der Wiederherstellung der Alpenflüsse mit dem Wunsch nach Naturerlebnissen vereinen? Wie sieht ein respektvoller Umgang mit den Alpenflüssen aus?

Freizeit am Fluss – Warum nicht?

Der Erklärfilm „Freizeitnutzung“ bietet einen Einstieg in das kritische Thema „Freizeit am Fluss“ und zeigt, wie eine grenzenlose Freizeitnutzung unsere Flusslandschaften gefährdet. Dennoch, ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur, macht beides – Freizeitnutzung und Umweltschutz – möglich.

Der Film entstand im Rahmen des Projekts Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Alle Beiträge zum Thema Freizeit am Fluss findest du hier mit Ortsbezug:

 


Bayerischer Kanu-Verband (BKV) für naturverträglichen Kanusport

Der Bayerische Kanu-Verband (BKV) setzt sich für einen naturverträglichen Kanusport ein und unterstützt den Erhalt sowie ggf. die Wiederherstellung von naturnahen Gewässern sowie geeignete Lenkungsmaßnahmen und Regelungen zu deren Schutz. Über das Ressort Umwelt und Gewässer pflegt der BKV deshalb Kontakte zu anderen Gewässernutzern, Umweltschutzorganisationen sowie Wasserwirtschaftsämtern und Naturschutzbehörden. Er…

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Die „Kajak-Verordnung“ für die Ammer – Ein mögliches Modell für einen umweltverträglichen Bootsverkehr auf sensiblen Fließgewässern

Die Bayerische Verfassung sichert in der sog. „Gemeingebrauchs-Regelung“ (Art. 141 Abs. 3) dem Bürger ausdrücklich den freien Zugang zur Natur und damit auch zu den Gewässern zu. Dieser schließt gleichzeitig auch einen uneingeschränkten Bootsbetrieb ein, sofern auf den Booten keine eigene „Triebkraft“ vorhanden ist. Unter bestimmten Bedingungen gibt es aber die Möglichkeit für weitere Beschränkungen: Wenn aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit, der Ordnung des Wasserhaushalts, der Sicherstellung der Erholung oder des Schutzes der Natur geboten, kann die Ausübung des Gemeingebrauchs durch die Kreisverwaltungsbehörde geregelt, beschränkt oder gar verboten werden.

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Werde Botschafter der Vielfalt, teile Deine Begeisterung!

Wildflusslandschaften sind in Deutschland eine Seltenheit geworden. Eine der letzten davon findet sich an der Oberen Isar. Zu deren Schutz ist es notwendig, möglichst viele Menschen für diesen Landschaftstyp zu begeistern und eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten. Dies hatte sich eine Veranstaltung des Bund Naturschutz zum Ziel gesetzt, die am Wochenende 4. und 5. Juni in Wallgau und Lenggries stattfand.

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Das Unmögliche möglich machen – dem „Gemeingebrauch“ Grenzen setzen

In den 48 Jahren, zwischen 1967 und 2015, in denen ich als leidenschaftlicher Fischer ehrenamtlich für drei Fischereiorganisationen an Lech und Ammer gleichzeitig tätig war, habe ich einen Großteil meiner Freizeit an und in diesen Flüssen verbracht. Natürlich spielt auch der Umweltschutz für uns Fischer ein große Rolle, da ein intaktes Ökosystem nicht nur den Fischbestand erhält, sondern auch ein Naturerlebnis garantiert, das für die meisten Fischer beinah ebenso wichtig ist, wie der Fangerfolg. Daher habe ich mich in all den Jahren meiner ehrenamtlichen Arbeit vornehmlich dem Naturschutz an Lech und Ammer gewidmet. Bei der Ammer, diesem landschaftlichen Juwel im oberbayerischen Pfaffenwinkel, stand zunächst der ungebremste Bootsverkehr von Kanuten, Kajak- und Schlauchbootfahrern im Fokus. Über den schwierigen und langwierigen aber letztlich doch erfolgreichen Prozess, eine Reglementierung des Bootsbetriebs unter Beteiligung aller relevanten Gruppen zu erwirken, will ich im Folgenden berichten.

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Fischer machen Schule

Das Lehrplanthema „Wasser als Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ praktisch erleben: Im Gewässer wird erkundet, erforscht und entdeckt. Das Projekt „Fischer machen Schule“ der Bayerischen Fischerjugend ist ein Umweltbildungsprojekt im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Grundschüler der vierten Klasse erkunden gemeinsam mit ihrer Schulklasse und einem Multiplikator der Bayerischen Fischerjugend die heimischen Gewässer.

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Die Natur ist zum Genießen da – Regeln sind zum Einhalten da

Die Isar ist die schönste Flusslandschaft Deutschlands. Ich komme aus Ascholding, bin also an der Isar groß geworden, und genieße als begeisterter Kanadier-Fahrer ihre einzigartige Natur. Vom Boot aus sieht man im und am Fluss einfach mehr als vom Ufer aus. Ihr Erhalt ist für mich eine Herzensangelegenheit! Seit diesem Jahr bin ich zusammen mit Bernhard März als Isarranger zwischen Bad Tölz und Schäftlarn unterwegs und kümmere mich als verlängerter Arm der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen u. a. darum, dass die Regeln am Fluss eingehalten werden.

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Der Fluss als Lern- und Erfahrungsort

Alpenflüsse können uns in einer selten gewordenen Klarheit die Selbstgestaltungskraft der Natur zeigen – wenn wir uns auf diese Erfahrung einlassen. Natürliche Prozesse von Vergehen und Erneuerung laufen in einer Offensichtlichkeit ab, die in unserer Kulturlandschaft nur schwer zu finden ist. Landschaft wird im wahrsten Sinne des Wortes gestaltet und auf kleinstem Raum finden wir eine riesige Bandbreite an Lebensräumen.

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Der Kiesbank Checker: Moderne Medien für den Naturschutz

Die Kiesbänke des Lechs bieten dem Flußregenpfeifer, der als gefährdete Art auf der Roten Liste steht, ideale Brutbedingungen. Gleichzeitig sind der Lech und seine Uferzonen gerade in der Brutsaison (1.4. bis 30.6) dieses sehr störungsempfindlichen Vogels ein beliebtes Ausflugsziel. Daraus ergeben sich scheinbar unüberwindliche „Nutzungs“-Konflikte. Es stellt sich die Frage, ob es angemessen wäre, ein Betretungsverbot für die Kies- und Sandbänke am Lech auszusprechen, um die dort bisher nur 10 bis 12 vorkommenden Brutpaare des Flussregenpfeifers zu schützen?

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Besinnen wir uns auf unsere Fachkompetenz!

In Zeitungen und Internet-Foren häufen sich die Artikel und Leserbriefe: Sprecher aus Vereinen und anderen Institutionen haben nach der Sperrung der Isar die Freizeitsportler im Visier. Diese werden beschimpft und als Chaoten bezeichnet. Zu unvernünftig befahren sie die Isar, schlecht ausgerüstet, oft betrunken. Und nicht zuletzt: trotz Hochwasser. Ja, das tun sie. Und doch: Ist es richtig, sich auf diese Weise in der Öffentlichkeit über Freizeitfahrer zu äußern? Ich finde: Nein. Denn …

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