Landwirtschaft am Ufer

venGo ist Partner im Projekt

Die Landwirtschaft im Aplenvorland ist einem enormen Preis- und Kostendruck aussgesetzt. Um im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, sind zahlreiche Bauern gezwungen immer mehr auf immer weniger Fläche zu produzieren. Die bäuerlich geprägte Landwirtschaft hat kaum noch Chancen auf dem Weltmarkt zu bestehen. Um Qualität, faire Löhne, Umwelt- und Tierschutz bei der landwirtschaftlichen Produktion zu gewährleisten, müssen Bauern einen fairen Preis für ihre Produkte bekommen. Der Zwang zur Intensivierung gefährdet die Artenvielfalt in der Projektregion Alpenflusslandschaften. Der Einsatz von Dünger und diffuse Nährstoffeinträge (Stickstoff und Phosphor) belasten Land- und Wasser-Ökosysteme. In Wäldern, Mooren und Oberflächengewässern kann es dadurch zu einem Überangebot an Nährstoffen kommen (Eutrophierung). Die Böden und Gewässer versauern. Das hat wiederum Beeinträchtigungen der biologischen Vielfalt zur Folge. Die Landwirtschaft kann aber auch durch Pflege und Erhalt der Naturlandschaft zur Artenvielfalt beitragen. Ein Beispiel dafür sind Streuwiesen, die zur Gewinnung von Streu für die Viehzucht genutzt werden. Die Streuwiesen werden nicht gedüngt und meist im Herbst gemäht, wodurch Nährstoffe entzogen werden. Aufgrund der Pflege und Mahd durch landwirtschaftliche Betriebe siedeln sich zahlreiche vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten in den feuchten Streuwiesen an.

Die Landwirtschaft und die biologische Vielfalt sind die Lebensgrundlage aller Menschen und gerade deshalb eine wichtige Schnittstelle zum Naturschutz. Wie kann der Natur- und Umweltschutz für Bauern entlang der Alpenflüsse ein fester Bestandteil ihrer Bewirtschaftungsweisen werden? Welche innovativen Lösungen gibt es bereits und wo besteht noch Handlungsbedarf?

Alle Beiträge zum Thema Landwirtschaft findest du hier mit Ortsbezug:

 


Gewässerschutz im Bereich Landwirtschaft muss verbessert werden

Zum Gewässerschutz in Bayern im Bereich Landwirtschaft haben die Bayerischen Umweltverbände, der Landesfischereiverband Bayern (LFV), der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und BUND Naturschutz (BN), WWF und die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Flussallianzen, ein gemeinsames Positionspapier vorgelegt. Die Vorstellung erfolgte im Rahmen der Fachtagung „Landwirtschaft-Gewässerschutz-Wasserschutz“ am 5.4.17 in Freising. Das Folgende ist ein…

Weiterlesen

Höchste Zeit für den Wandel – Naturland zeigt wie es geht

Dem Zwang zur Intensivierung und Ertragssteigerung in der Landwirtschaft setzt der Naturland e. V. Rahmenbedingungen für eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur und in Verantwortung für nachfolgende Generationen entgegen. Während der zunehmende Einsatz von Dünger, Herbiziden und Pestiziden die Umwelt belasten, leistet Naturland seit seiner Gründung 1982 Pionierarbeit für…

Weiterlesen

Nie ist zu wenig, was genügt – Landwirtschaft im Einklang mit der Natur

Der Leitspruch „IMMER MEHR“ prägt derzeit so gut wie alle Bereiche unserer Gesellschaft. Angefeuert von immer größerer Konkurrenz nimmt das Streben nach immer mehr, auch immer skurrilere Züge an. Im Bereich der Landwirtschaft hat sich ein weiterer Leitspruch etabliert, der den heranwachsenden Generationen von Landwirten gebetsmühlenartig gepredigt wird: „Wachse oder weiche! – Du bzw. dein Betrieb muss immer größer werden, sonst ist dieser wirtschaftlich nicht mehr tragfähig.“

Weiterlesen

Moorschutz und Landwirtschaft im Klosterland Benediktbeuren

Die Moore im Alpenvorland entstanden nach der letzten Eiszeit vor circa 11500 Jahren. Sie wachsen über Jahrtausende hinweg und brauchen einen Überschuss an Regen- oder Grundwasser, um zu bestehen. Im feuchten Boden werden abgestorbene Pflanzenteile nicht vollständig zersetzt, weil sie durch das Wasser vom Sauerstoff abgeschlossen werden. So bildet sich Torf, in dem große Mengen an Kohlenstoff gespeichert sind. Moore leisten dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz und sind wichtige CO2-Senken…

Weiterlesen