Dialog Natur

Dialog ist der Schlüssel für Fortschritt und gutes Zusammenleben.

Die heutigen Herausforderungen unserer Gesellschaft treffen auch den Naturschutz. Der wachsende Ressourcenbedarf der Wirtschaft, der Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Klimawandel, eine angepasste Landwirtschaft, Flächenkonkurrenzen sowie die Entwicklung von Tourismus- und Freizeitaktivitäten sind einige der Themen, die den Naturschutz beeinflussen und zum Teil auch beeinträchtigen. Wie kann ein nachhaltiger Naturschutz unter diesen Umständen funktionieren?

Die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen kann nur im Dialog gelingen. Mit Dialog Natur wollen wir einen modernen, geschützten medialen Raum für kontroverse Positionen zum Thema Natur und Wirtschaft anbieten. Das Ziel ist es, kooperative Lösungen – nicht Kompromisse – im gemeinsamen Austausch zu finden. Alle Beiträge werden sorgfältig im Sinne der Kooperation und Lösungsfindung moderiert. Ein Gegeneinander und Fronten Verhärten soll nicht stattfinden. Zielkonflikte zwischen verschiedenen Interessensparteien dürfen nicht verstärkt, sondern müssen konstruktiv gelöst werden. Jedem, dem das Thema Natur, Wirtschaft und Mensch am Herzen liegt, wird hier die Möglichkeit geboten aktiv mitzumachen: kreative Querdenker ebenso wie Sturköpfe, Realisten und Träumer können hier kritische Beiträge verfassen. Nur die Bereitschaft für neue Wege und Lösungen muss vorhanden sein. Der Weg findet sich nach dem Aufbruch.

Kontakt:
Yvonne Struck
yvonne.struck@navama.com


Vogelschutz am Starnberger See

Der „Starnberger See“ ist als Vogelschutzgebiet, FFH- sowie Ramsar-Gebiet ausgezeichnet. In Vogelschutzgebieten sollen wildlebende Vogelarten und deren Lebensräume erhalten werden. Im Winter rasten bis zu 25.000 Vögel aus Nord- und Osteuropa bei uns. Besonders die Wasservogeljagd scheucht aber viele Tiere auf, die so ihre Reserven für den Rückflug verlieren…

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Miteinander die Isar schützen – das Miteinander schätzen

Das Isartal ist ein einzigartiger Lebensraum für Natur und Mensch. Nur wer die Natur kennt, kann sie schätzen und schützen. Das Isartal stellt als Landschafts- bzw. Naturschutzgebiet und FFH-Gebiet einen in Mitteleuropa einzigartigen Lebensraum für eine Vielzahl von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und Lebensräumen dar. Zugleich sind die Isarauen ein wichtiger Erholungsraum für Naturliebhaber, ist Grundlage für die Fischereivereine und ein wichtiges Element für die Tourismusangebote im Fremdenverkehr und ist ein Teil unserer Heimat…

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Keine Massenveranstaltungen an der Isar in hochsensiblen Naturräumen

Zehntausende von Isar-Bootfahrern jedes Jahr, Staus an Ein- und Ausstiegsstellen für Boote, ohrenbetäubender Lärm und tonnenweise Müll. Mit Massen-Veranstaltungen wie dem geplanten Schlauchboot-Event auf der Isar schaffen wir un(v)erträgliche Ballermann-Zustände – und das in einem hochsensiblen Naturschutzgebiet. Das kann nicht gut gehen!

Leider ist uns der Wert der „kostenlos“ zur Verfügung gestellten Landschaft, Pflanzen und Tiere nicht bewusst. Wir konsumieren und wissen oft nicht, was wir mit unserem Handeln anrichten können.

Doch jeder von uns würde anders handeln, wenn ihm bewusst wäre, dass…

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Moorschutz und Landwirtschaft im Klosterland Benediktbeuren

Die Moore im Alpenvorland entstanden nach der letzten Eiszeit vor circa 11500 Jahren. Sie wachsen über Jahrtausende hinweg und brauchen einen Überschuss an Regen- oder Grundwasser, um zu bestehen. Im feuchten Boden werden abgestorbene Pflanzenteile nicht vollständig zersetzt, weil sie durch das Wasser vom Sauerstoff abgeschlossen werden. So bildet sich Torf, in dem große Mengen an Kohlenstoff gespeichert sind. Moore leisten dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz und sind wichtige CO2-Senken…

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Geldwert Alte Tanne: 300 Jahre für nur 700 DM

Lehrpfade wollen bilden. Wer sich vom Bahnhof Aurach auf den Weg zum Breitenstein oder Wendelstein macht, darf einen der vielen Waldlehrpfade, die es inzwischen gibt, so zu sagen auf dem Weg schnell und kostenlos mitnehmen. Alte Schilder ohne Farbdruck und Logo aber genausogut wie die Neuen. Wegen der Schlichtheit fallen die Tafeln erst auf den zweiten Blick auf. Neugierig wie immer, habe ich sie mir durchgelesen, um danach etwas mehr zu wissen. Eine Tafel hat mich dann besonders angesprochen:

Große Tanne

Alter 300 Jahre

Geldwert ca 700 DM

So direkt und ehrlich habe ich es noch nirgendwo gelesen. Man lerne also: 300 Jahre Natur sind ca 700 DM (wer sich an den Umrechungskurs nicht mehr erinnert, ca 350€) wert. Um den alten Baum auch wirklich zu erkennen, ist zusätzlich eine Holztafel direkt am Baum angenagelt, mit dem Hinweis Tanne – Abies alba.

Ich stelle mir vor, ein Bild von Peter Paul Rubens oder Jan Vermeer in der Alten Pinakothek in München, Name des Bildes: Boreas entführt Oreithya, handgeschrieben auf Papier mit Reißnägeln auf dem Bild befestigt. Und das für 350€ zu kaufen.

Was unterscheidet ein 300 Jahre alte Schöpfung eines Menschen mit 8 Wochen Herstellungszeit von einer Schöpfung der Natur, die ganze 300 Jahre daran gearbeitet hat?

Mein Fazit hier ganz kurz, wir benötigen mehr als dringend neue Werte um unsere Welt und unser Leben richtig zu bewerten. Diese Hinweitafel kann fast überall stehen und ist nirgendwo zu finden.

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Dichtergarten oder Konzertsaal

Dichtergarten, Finanzgarten oder Konzertsaal? Natur und Kultur dürfen in einer lebenswerten Zukunft nicht als Gegensätze verstanden werden. Öffentliche Grünanlagen sind keine Bauland-Reserven! Das bayerische Kabinett zieht jetzt fünf Standorte für einen neuen Konzertsaal in München in die engere Wahl und lässt diese von einem Planungsbüro prüfen. Ein möglicher Standort davon ist der Dichtergarten bzw. Finanzgarten. Nach wie vor sind nur ein aktiver Naturschutz und der Widerstand in der Bürgerschaft der Garant für mehr Grün und damit Lebensqualität in der Stadt. Es ist unsäglich von den politisch verantwortlichen, Natur und Kultur als Alternativen gegenüber zu stellen. In Zukunft kann es keine Kultur mehr ohne Natur geben.
Der Dichtergarten ist zwei Hektar groß. hügelig, angenehm schattig und weniger überlaufen als andere Münchner Parks. Er wirkt etwas vergessen und entsprechend märchenhaft verwildert, aber auf eine gute Art. Der Baumbestand besteht überwiegend aus Spitzahorn, Bergahorn, Rotbuche, Rosskastanie, Esche…

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Urwald bei Tegernsee entdeckt

„…die Hirschtallalpe, die so so malerisch auf dem grünen, die Wasserscheide bildenden Sattel zwischen Kampen und Fockenstein eingebettet liegt. Wer mir bis hierher gefolgt ist und sich satt gesehen an dem lieblichen Blick in’s Lengries und Isartal, wende nun ein wenig nordwärts den Schritt, und nach kurzer Wanderung längs des Südostabfalles des Fockenstein thut sich eine Urwald Welt auf, wie sie großartiger kaum gedacht werden kann…Auf unserem Bilde schauen wir aus schmaler natürlicher Lichtung in das imposante, über 40 m hohe Stammgewirr hinein, das an vielen Stellen für den Maler einer Bühnendekoration a la „Wolfschlucht“ dankbare Motive bieten würde.“

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Münchens ältester Baum steht im Schilderwald

Etwas überrascht war ich schon, als ich den Ort aufsuchte, an dem diese ehrwürdige, älteste Linde Münchens steht. Nähert man sich der Linde aus der Stadt, fallen einem leider zuerst die insgesamt 11 Schilder ins Auge, die dem Ort seinen Charme rauben. Den Straßenlärm des Berufsverkehrs lassen wir mal „gewohnheitsmäßig“ weg. Es reflektiert ohne viele Worte zu verlieren, die Sensibilität für und den Respekt vor der Natur und dem Alter. Es ist Ausdruck einer modernen Natur- und Landschaftsästhetik ohne jedes Potential für neue lebenswerte Kulturräume. Da tröstet auch nicht die Ankündigung auf einem der Schilder: Genuss für alle Sinne, ganz im Gegent…

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Keine Angst vor dem schwarzen Wolf

Am Sonntag, den 1. März 2015, wurde bei Unterdietfurt im Landkreis Rottal-Inn ein wolfsähnliches Tier fotografiert. Die Auswertung des Bildmaterials ergab, dass es sich um einen Wolf handelt. Eine gute Nachricht für mehr Wildnis im Zusammenleben mit der Natur. Das eine Umkehr der Vernichtung ohne Gefahr möglich ist, zeigen uns andere (Bundes-) Länder und erste Statistiken. Nach Recherchen gibt es bisher folgendes Auftreten von Wölfen in Bayern …

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Riedberger Horn endlich gerettet?

Seit Jahrzehnten brennt im Allgäu ein Konflikt zwischen Umweltschützern und Liftbetreibern, die mit einem Brücken schlag über das Riedberger Horn die Skigebiete Grasgehren und Balderschwang verbinden wolen.

Das Genehmigungsverfahren ist zwar noch nicht abgeschlossen, das Projekt ist laut Einschätzung des Bayerischen Rundfunks vom Tisch, da sich die Bayerische Umweltministerin Scharf im März 2015 klar gegen das Vorhaben aussprach . Im weiteren procedere wird…

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