Wasserkraft

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Entlang der Alpenflüsse Isar, Loisach, Linder/Ammer, Lech und Wertach gibt es zahlreiche Wassermühlen, Klein- und Großwasserkraftanlagen. Der Lech zählt zu den am stärksten verbauten Flüssen und ist durch insgesamt 23 künstliche Staustufen geprägt. Die Nutzung von Wasserkraft zur Erzeugung von erneuerbarer Energie schafft in mehrere Hinsicht Konflikte: Auf der einen Seite ist Wasserkraft eine regenerative Energiequelle, die zur Erreichung von Klimaschutzzielen, Minderung von Schadstoffemissionen und Schonung von Rohstoffen beitragen kann. Auf der anderen Seite wird durch den Bau und Betrieb von Wasserkraftwerken aktiv in Fließgewässer eingegriffen. Artenreiche Fließgewässer und Auen sind das ökologische Rückgrat unserer Landschaften und Lebensraum von Fischen und Kleinlebewesen. Durch den Bau von Wehranlagen und Triebwerkskanäle und den Einsatz von Turbinen können Schäden am Gewässerbett und an den Ufern entstehen. Zudem können Fische verletzt und getötet werden. Ein Eingriff in die Fließgewässer durch Wasserkraftwerke kann Veränderungen bezüglich des Sauerstoffgehalts, der Durchgängigkeit des Wassers, des Strömungsverlaufs und der Wassertemperatur bewirken. Mehr Informationen zur Wasserkraft hier.

Die Flusslandschaften müssen geschützt und weitere Eingriffe in die Natur verhindert werden. Die Energiewende und der Klimaschutz sind jedoch auch drängende Herausforderungen. Wie kann in diesem Kontext Natur- und Klimaschutz gemeinsam funktionieren?

Wasserkraft – regenerativ, oder?

Der Erklärfilm „Wasserkraft“ gibt Antworten auf die Frage, ob Wasserkraft wirklich eine umweltschonende Alternative der Energiegewinnung darstellt. Im Fokus steht dabei, wie Wasserkraft unsere Flusslandschaften gefährdet

 

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Der Film entstand im Rahmen des Projekts Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

Alle Beiträge aus Im Dialog zum Thema Wasserkraft und erneuerbare Energie findest du hier mit Ortsbezug:

Oder hier kannst du sie nach Zeit und Autoren finden und filtern:

 

 


Vorausschauend planen und Interessen abgleichen!

Alpenflüsse in Not: Zwei Drittel der Österreichischen Flüssen bereits naturfern oder zerstört
Österreich besitzt einen Wasserreichtum, für den es von vielen Staaten beneidet wird. Auwälder, Feuchtgebiete und Fließgewässer sind die bedeutendsten Lebensräume für die Biodiversität. Dennoch lässt sich für flussbewohnende Arten – von Fischen über Wasservögel, Schmetterlinge, Insekten bis hin zur wasserbezogenen Flora – ein deutlicher und anhaltender Schwund an natürlicher Vielfalt nachweisen. Zunehmend können die Flüsse ihre vielfältigen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Wenngleich der größte Teil unserer Gewässer sauber ist, so fließen sie jedoch zerstückelt, abgeleitet, monoton und eingeengt, oft in kanalisierten und stark verbauten oder gestauten Gewässerrinnen. Intakte, dynamische Flüsse und Bäche werden immer seltener – in Österreich ist nur noch ein Drittel von insgesamt 32.000 Flusskilometern natürlich oder naturnah geblieben.

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Die Renaturierung der Ammer – die Geschichte einer Rettung

Die Ammer ist ja schon seit Jahren – zumindest in Bayern – in aller Munde. Grund dafür ist sicher die im Jahr 2000 begonnene Renaturierung. Für viele war diese eine große Überraschung, da sie der Meinung waren, die Ammer sei doch ein völlig naturbelassenes Wildwasser, was allein schon durch die Heerscharen von Kanuten und Kajakfahrern aus ganz Europa bewiesen sei. Doch genau damit fing mein Engagement für die Rettung der Ammer, dieses landschaftlichen Juwels im oberbayerischen Pfaffenwinkel, an. Im Folgenden möchte ich von dem langwierigen und zähen Prozess, von Rückschlägen und Hürden, aber letztlich von den Erfolgen im Kampf um die Renaturierung und den Erhalt dieses einzigartigen Wildflusses berichten. Aus meinen Erfahrungen schöpfe ich die Hoffnung, dass es gelingen kann, auch andere Alpenflusslandschaften vor überbordendem Freizeitdruck und fehlgeleitetem Energiehunger zu bewahren.

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Schachtkraftwerk im Fischparadies oder der Sinn von Natura 2000 Schutzgebieten

Das Wasserenergienutzungs Konzept Schachtkraftwerk ist an der TU München entwickelt worden. Die erste produktive Anlage ist an der Loisach bei Großweil in einem Natura 2000 Gebiet geplant. Der Bund Naturschutz und der Landesfischereiverband haben gegen den Bau der Anlage geklagt. Die Vor- und Nachteile eines Schachtkraftwerkes sind ….

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