Wilde Berge

In den Bergen ist der Mensch der Natur ganz nah! Sie sind das Erbgut unserer Landschaften. Hier entspringen zahlreiche Flüsse – die Quellen unseres Lebens. Hochgebirge zeigen dem Menschen, dass es Grenzen gibt, die nicht zivilisiert und beherrscht werden können. Die Wildnis der Berge führt den Menschen zurück zu seinen Wurzeln und zeigt eine Gegenkraft zur naturentfremdeten, technisierten Welt des Alltags.

Unberührte Bergwildnis ist jedoch selten geworden. In einem schleichenden Prozess werden Landschaften zersiedelt und Tier- und Pflanzenwelten verdrängt. Luft, Boden und Wasser werden durch menschliche Aktivitäten dominiert und verändert. Der globale Klimawandel ist bereits heute als Stressfaktor in den Alpen zu spüren und beeinflusst das Gleichgewicht der Natur. Starkregenereignisse und Winterniederschläge (vermehrt in Form von Regen) nehmen zu und Sommerniederschläge ab. Zudem führt der Klimawandel zu einer überdurchschnittlichen Erwärmung des Alpenraums. Frühling, Sommer und Herbst dauern schon heute länger an als früher. Die Klimafolgen haben u.a. negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und den Wasserhaushalt. Flora und Fauna müssen sich an die neuen Lebensbedingungen anpassen – sofern sie das können – und immer höher hinauf wandern, um in kühleren Zonen zu leben. Zahlreiche Arten werden aber auch aussterben. Die Ursprünglichkeit der beeindruckenden Berglandschaften geht Stück für Stück verloren.

Die Alpen und das Alpenvorland gelten als ein wichtiger Wirtschaftsraum. Vorallem der Wintertourismus ist eine wichtige Einnahmequelle. Nutzung und Schutz alpiner Regionen stehen jedoch nicht immer im Einklang. Eine Lösung kann nur der naturnahe Tourismus und der Bergschutz sein. Welche Wege gibt es die Wildnis der Berge zu erhalten?

Weiterführende Informationen unter: www.mountainwilderness.de, www.alpenverein.de und www.br.de

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