Keine Massenveranstaltungen an der Isar in hochsensiblen Naturräumen

Zehntausende von Isar-Bootfahrern jedes Jahr, Staus an Ein- und Ausstiegsstellen für Boote, ohrenbetäubender Lärm und tonnenweise Müll. Mit Massen-Veranstaltungen wie dem geplanten Schlauchboot-Event auf der Isar schaffen wir un(v)erträgliche Ballermann-Zustände – und das in einem hochsensiblen Naturschutzgebiet. Das kann nicht gut gehen!

Gut getarnt - Typisches Flussregenpfeiler Nest mit 4 Eiern, drei Küken bereits geschlüpft. © Photo Eike Hagenguth

Gut getarnt – Typisches Flussregenpfeiler Nest mit 4 Eiern, drei Küken bereits geschlüpft.
© Photo Eike Hagenguth

Leider ist uns der Wert der „kostenlos“ zur Verfügung gestellten Landschaft, Pflanzen und Tiere nicht bewusst. Wir konsumieren und wissen oft nicht, was wir mit unserem Handeln anrichten können.

Doch jeder von uns würde anders handeln, wenn ihm bewusst wäre, dass…

nur 5 oder 10 Meter neben ihm auf der Kiesinsel einer der letzten Flussregenpfeifer der Isar damit beschäftigt ist, seinen Nachwuchs durchzubringen, zu füttern, vor Überhitzung zu schützen und gleichzeitig noch die bedrohlichen Menschen am und im Wasser wegzulocken, damit sie seine Küken nicht zertrampeln. Nur einer von uns reicht, der sein Boot an der falschen Stelle über den Kies zieht und die gut getarnten Küken sind verloren.

Da die Veranstaltung mitten in der Vogelbrutzeit geplant ist, wären auch viele andere an der Isar brütende Vogelarten erheblich gefährdet.

Um den Schutz der Isar zu gewährleisten, wurde sie bereits vor vielen Jahren unter Landschafts- und Naturschutz gestellt. Sie zählt zudem zu den nur 30 Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland.

Wer mit seinem Boot auf der Isar unterwegs ist, kann die vielen Naturschätze selbst entdecken – vorausgesetzt er befindet sich nicht in einer Party aus Hunderten von Booten.

Da die geplante Massenveranstaltung die Isar und ihre Tier- und Pflanzenwelt gefährdet, bin ich gegen sie und bitte Euch, nicht teilzunehmen!

Wer gerne mehr über die Einzigartigkeit der Isar und deren Schutz erfahren möchte, kann sich gerne an f-unger@lbv.de wenden oder sich über die Seite www.alpenflusslandschaften.de informieren.

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