Kunstschnee

20120712_0531Mit dem Liftl’n und Skifahren ist es ein wenig wie mit dem Autofahren. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie das in 30 Jahren für 10 Milliarden Menschen gehen soll. Das geht doch nicht, außer wir geben die Natur als Ort der Ruhe und Erholung und Rückzug komplett auf. Es macht Spass, ich weiß. Ich weiß es wirklich, aber gibt es nicht auch etwas anderes was Spaß macht? Was auch noch in 50 Jahren für unsere Kinder und Enkelkinder geht. Es muss doch nicht alles gehen was geht. Also, mich hat es getroffen, als ich von der Benediktenwand kam und im wunderbaren Abendlicht vom Brauneck nach Lengries hinab sah. Ein Traum und ein Alptraum. Alpine Baustelle mit Baggern und Trucks – Power pur für Schneekanonen und Pulverschnee. Ich will es nicht mehr. Wirklich nicht. Genug ist genug. „Leit, laßt’s s sein“, es gibt genug anderes und besseres. Auch der Tourismus stirbt euch nicht unterm Hintern weg, vielleicht ganz im Gegenteil. Eure Meinung ist gefragt?

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Ein Kommentar

  1. Matthias Ladusch

    Das Foto zeigt den Bau eines Wasserreservoirs für Kunstschnee, eines Sees am Hang, den es natürlicherweise nicht gibt. Er bekommt sicherlich die Kontur einer idealen Ellipse und wird noch mit einer azurblauen Dichtungsfolie ausgelegt. Nicht bloß das: Auch das, was aus seinem Wasser in der Saison hergestellt wird, hat mit dem Wort Schnee nicht viel zu tun.
    Wer sich mit dem Kunstschnee von der einen Seite (Nutzer) oder von der anderen (Kritiker) ausführlich beschäftigen will und zu touristische Absichten, Technik, Finanzierung (auch Steuerzuschüsse!), Energiefragen, Wasserbedarf, Baumaßnahmen und den landschaftlichen und ökologischen Folgen mehr erfahren will, dem sei empfohlen:
    http://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/download/alpen/Aktuelles/Der_gekaufte_Winter_-_8.12.2015.pdf
    Die ausführliche Arbeit „Der gekaufte Winter“ von BN Bayern und Ges. f. ökologische Forschung geht auf den Kunstschnee unter vielen Aspekten ein und bezieht sich auf eine Vielzahl von Datenquellen.

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