Lechauen mit Drumlinlandschaft

Molassefelsen am Lech © navama

Molassefelsen am Lech © navama

Ausgangspunkt: Lechbruck, Parkplatz an der Lechbrücke.


Weglänge
und Anforderungen: 12,5 km, keine nennenswerten Anforderungen.

Naturräume: Schneeheide-Kiefernwald mit Wachholderbüschen; Magerrasen mit Orchideen, Natterkopf und Klappertopf; verwaldetes Quellmoor; Waldweide mit mächtigen Fichten; Drumlinhügel mit Sonnenröschen, Zwergbuchs und Kreuzblume an den trockenen Hängen, sowie Segge, Trollblume und
Mehlprimel in den feuchten und vermoorten Tal-Lagen.

Geologische Besonderheiten: Drumlinhügel, Molassefelsen.

Charakter der Tour: Der Rundweg führt in eine sehr schöne und abwechslungsreiche Drumlinlandschaft des Lechtals mit ihren markanten, lang gestreckten Hügel aus der Eiszeit. Traditionelle Landnutzung, neue Ökosysteme und Reste mittelalterlicher Steinbrüche tragen zur Vielfalt der Umgebung bei.

Wegverlauf und Beschreibung: Nach der Lechbrücke führt eine Straße parallel zum Fluss Richtung Helmenstein. Die steilen Terrassenhänge am Ortsende lassen erahnen, wie hoch das Flussbett früher lag. Auf den unteren Terrassen steht der für das Lechtal typische Schneeheide-Kiefernwald mit Wachholderbüschen. Zur Auflichtung dieses Auwalds gibt es dort Beweidungsprojekte mit Ziegen und Rindern. Nach ca. 1 km gelangt man vor dem Stauwerk mit der Lechstaustufe 2 auf einen artenreichen Magerrasen mit selten Pflanzen wie Orchideen, Natterkopf und Klappertopf. Diese Fläche diente während des Baus der Staustufe als Betriebsgelände. Nach dem Stauwerk geht es links ca. 800 m bergauf zu einem verwaldeten Quellmoor bei Schlüsselhub und weiter nach Riesen. Dort hat man einen schönen Ausblick zum Trauchberg im Osten und zum Säuling im Süden. Nach ca. 1 km führt die Route an einem Feldkreuz vorbei über eine Kiesstraße bis zu einem Viehgatter einer Waldweide. Die parkähnliche Landschaft mit mächtigen Einzelfichten hat sich durch traditionelle Nutzung über Jahrhunderte entwickelt. Charakteristisch sind die Drumlinhügel mit ihrem typischen Bewuchs an den trockenen Hängen mit Sonnenröschen, Zwergbuchs und Kreuzblumen, sowie mit Seggen, Trollblumen und Mehlprimeln in den feuchten und vermoorten Tal-Lagen. Über einen Magerrasen geht es zum Schmutterweiher, dessen Nordufer zum Baden einlädt. Weiter Richtung Norden führt der Weg über den Parkplatz des Sameisterweiher, zweigt danach zweimal rechts ab auf die römische „Via Claudia“, die einst von der Adria durch die Poebene über die Alpen bis zur Donau führte und heute in diesem Bereich ein ehemaliger Bahndamm ist. Nach 600 m geht es an einem Marterl rechts hinauf bis Oberschlicht. Die Molassefelsen auf den Weiden sind durch den Abbau des Sedimentgesteins in mittelalterlichen Steinbrüchen entstanden. Nach Oberschlicht geht es auf einem Fußweg geradeaus weiter Richtung Unterschlicht, ohne allerdings dorthin abzuzweigen, zurück nach Lechbruck.

 

Quelle: Lebensraum Lechtal e. V.

Lebensraum Lechtal Logo

 

 

 

Für unterwegs: Alle Informationen zu der Wanderung sind auch über die App abrufbar.

 

 

 

 

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Ein Kommentar

  1. Ein schöner Rundweg durch eine besondere Landschaft. Ich bin in Lechbruck aufgewachsen und kenne hier jeden Stein. Es muss hier aber auch erwähnt werden, wie Straßenausbau und unverhältnismäßig große Gewerbegebiete mit Einkaufsmöglichkeiten sehr aufdringlich die Ortsränder von Lechbruck und Prem ausbreiten und versiegeln. Die herrliche Drumlinlandschaft ist von daher leider mehr als bedroht. Man denke nur an das sogenannte „Schlössle“, einst ein wirklicher Zauberort für Drumline, ist heute in der festen Hand vom wachsenden Dorf Lechbruck mit seinem Gewerbegebiet. Und vielleicht am traurigsten, die Einheimischen vermissen nicht was sie nicht wissen oder sehen wollen.
    Ein großes Dankeschön an den Lebensraum Lechtal e.V., der hier versucht zu retten, was noch zu retten ist. Und zeigt was noch ist, und wieder mehr werden könnte.

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