Lechstaustufe 8a bei Kinsau

Auf der Höhe von Kinsau wurde der Lech 1907 erstmals als interessanter Standort für die Energiegewinnung erkannt. Eine Holzschleiferei entstand und verschaffte vielen Anwohnern einen Arbeitsplatz. Später wurde die Anlage zu einem Wasserkraftwerk umgebaut und bestand bis 1990. Bis 1992 baute die Bayerische Wasserkraft AG ein komplett neues Wasserkraftwerk. Die Lechstaustufe 8a ist damit eines der moderneren Kraftwerke am Lech und wird mittlerweile von der E.ON Wasserkraft GmbH betrieben. Es werden 42 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt. Das entspricht dem Stromverbrauch von rund 10.000 Haushalten. Durch das Kraftwerk laufen im Jahresdurchschnitt 79 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Das Kraftwerk ist in zwei Bereiche aufgeteilt: ein Kleinkraftwerk und ein großes Kraftwerk, das die Hauptwassermenge aufarbeitet. Insgemsat hat die Staustufe 8a 90 Millionen Euro gekostet. 30 Millionen Euro davon wurden in den Naturschutz investiert. Der Lech wurde auf der Höhe des Kraftwerks geteilt. Ein Teil des Lechs fließt in diesem Bereich also noch frei und nicht durch das Kraftwerk. In der Mitte befindet sich eine Insel, die im Zuge des Anlagenbaus ökologisch aufgewertet wurde.

Das Kraftwerk liegt im Naturschutzgebiet „Steilhalden und Flussauen des Lechs zwischen Kinsau und Hohenfurch“ und im Landschaftsschutzgebiet „Inschutznahme von Landschaftsteilen beiderseits des Lechs“.

Weitere Informationen zur Wasserkraftnutzung bei Kinsau unter: www.augsburger-allgemeine.de und www.merkur.de

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