Mangfall – ein Gedicht

Landart und Lyrik von Hans Schütz

Landart und Lyrik von Hans Schütz

Mangfall

Vilsverstärkt

schießt das Wasser strudelnd,

tosend, brausend, tobelnd, rauschend

gischtversprühend in die Felsenschlucht

das weiche Wasser

wird zum harten Strahl

dein sanftes Alpenwassergrün

nun grauweißhart

es bohrt und fräßt und sägt und schabt und nagt

Schleifgranulat

wird deine stete Steinefracht

die nach getaner Tat

sich rundgeschliffen farbenfroh

im Forggensee erholen darf

 

Wie St. Mang einst

schauen staunend

Touristenscharen ehrfurchtsvoll

in diesem wilden Höllenschlund

wo mit unbändiger Gewalt

seit tausend von Jahren

ein Schauspiel der Natur

gestalterisch

das Felsband formt

und täglich applaudiert

ein Heer von Fotoapparaten

dem eindrucksvollen Bühnenbild

und was dort

unvergesslich aufgeführt

 

Aus Lyrisches Menu: Naturgedichte und Landart-Arbeiten, 2014 Bauer Verlag. Mehr von und über Hans Schuetz finden sie auch  hier

Den Mangfall, den Lech Durchbruch bei Füssen an der Grenze nach Österreich, finden sie auf der Karte unten eingetragen. Auf venGo smart finden venGo_logo_160sie zusätzliche Informationen zum Lech Durchbruch unter Geotope in Bayern.

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