Mit Infostand und Erfindergeist die Isar schützen

Infostand_Fabian_kleinAuch wir vom LBV setzen auf Information und Aufklärung. So kann die Isar mit ihrer einzigartigen Vielfalt an wertvollen Arten und Lebensräumen erhalten bleiben. Mit der Maßnahme „Mensch Fluss – Fluss-Mensch“ versuchen wir die Leute vor Ort zu erreichen, insbesondere die BootsfahrerInnen. Ziel ist es, den Freizeitkapitänen Informationen über das Schutzgebiet und die gefährdeten Arten und Lebensräume zu geben. Gleichzeitig möchten wir zeigen, wie man sich in den Schutzgebieten verhalten sollte, um keinen Schaden anzurichten. An einem Infostand verteilen wir hierzu kostenloses Infomaterial. Darunter sind Faltblätter des LRA Bad Tölz-Wolfratshausen über Schutzgebiete an der Isar, Karten und Broschüren zum Projekt Alpenflusslandschaften sowie Broschüren und Zeitschriften des LBV. Mit einem Banner und Postern, auf denen die gefährdeten Arten wie die Tamariske, der Huchen, der Flussuferläufer, der Flussregenpfeifer und der Eisvogel mit einer kurzen Botschaft abgebildet sind, versuchen wir den Blick der Ausflügler für diese Arten zu schärfen. Entdeckt ein Ausflügler eine der ausgestellten Tiere oder Pflanzen dann tatsächlich in der Natur, weckt das nicht selten große Begeisterung – die Voraussetzung dafür, dass Verhaltensregeln zu dessen Schutz auch tatsächlich eingehalten werden.

Diesen Ansatz verfolgen wir auch mit der sogenannten „Schatzkarte Isar“, die wir derzeit erstellen. Diese soll den Besuchern der Isar anzeigen, wo zwischen Sylvensteinspeicher und Ickinger Wehr die genannten Naturschätze noch zu finden sind. Gleichzeitig werden Verhaltenstipps gegeben, die zu einem umweltverträglicheren Verhalten in den Schutzgebieten beitragen sollen.

Manchmal muss man auch etwas erfinderisch werden, um an die Hauptzielgruppe unserer Infokampagnen, heranzukommen. So bieten wir den BootsfahrerInnen einen kostenlosen Pumpenverleih- und Aufpumpservice an. Die Zeit während dessen nutzen wir dann, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sie über die Naturschätze aufzuklären. Gleichzeitig machen wir sie auf die Verhaltensregeln in den Schutzgebieten aufmerksam. Ein paar Sicherheitstipps sind natürlich auch dabei. So wollen wir den BootfahrerInnen klar machen, dass wir sie bei ihrer Freizeitaktivität unterstützen wollen und nicht, wie häufig angenommen, ihnen als Spaßbremse auflauern oder gar Spenden eintreiben wollen. Die BootfahrerInnen sind meist dankbar und nehmen unseren Service gerne an.

Im Gespräch haben wir festgestellt, dass es anscheinend einen großen Informationsbedarf nach geeigneten Grillplätzen gibt, die auch dem Naturschutz Genüge leisten. Dafür müsste noch Infomaterial erstellt werden. Ich bin mir sicher, dass dieses sehr gerne angenommen würde und zugleich die Natur entlasten würde.

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Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie hier.

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