Hotspot der Artenvielfalt

Schatzkästen der Natur: 11% der Fläche Deutschlands

„Hotspots der biologischen Vielfalt“ sind Regionen, in denen sich besonders viele dafür charakteristische Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten finden. Im Rahmen der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“ hat das Bundesamt für Naturschutz in Abstimmung mit dem Bundesumweltministerium und den Bundesländern eine Liste mit 30 Hotspot-Gebieten in Deutschland erstellt, wobei die Seltenheit und die Gefährdung von Arten und Lebensräumen im Fokus standen. Als Grundlage dienten die für die Natura 2000 ausgewiesenen FFH-Gebiete. Etwa elf Prozent der Fläche Deutschlands gelten demnach als Hotspot-Region.

Für jeden Hotspot sollen Konzepte erarbeitet und Maßnahmen umgesetzt werden, um die für den entsprechenden Naturraum typische Vielfalt zu erhalten und zu verbessern. Dabei werden Städte und Gemeinden als regionale Partner, aber auch Partner aus der Wirtschaft und dem sozialen Bereich sowie Akteure aus dem Bereich des Naturschutzes in den Prozess miteinbezogen. Das Hotspot-Projekt „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ ist mit seinen 18 Verbundpartnern beispielhaft dafür.

In der folgenden Übersichtskarte werden alle Hotspot-Regionen Deutschlands angezeigt. Indem du einzelne Hotspots auf der Karte anklickst, erhältst du Informationen über ihre Region und die besonderen Charakteristika ihrer Landschaftsräume. Befinden sich in dem Hotspot der biologischen Vielfalt Naturschutzgebiete oder FFH Gebiete bekommst du für diese auch Informationen.

Quelle: Bundesamt für Naturschutz


Hotspot der Artenvielfalt: Westmecklenburgische Ostseeküste und Lübecker Becken

Der Hotspot umfasst die Westmecklenburgische Ostseeküste und das Lübecker Becken. Das Lübecker-Becken ist eine Grenz- und Küstenlandschaft. Sie umfasst zum einen die Wakenitz-Rinne mit Fluss- begleitenden Bruchwäldern, trockenen Sand- und Dünenfeldern, eingenommen von Heiden und Magerrasen, in enger Verzahnung mit städtischen Siedlungsfeldern. Zum anderen beinhaltet sie die Untertrave- Förde mit Lagunen, randlichen Salzwiesen, Röhrichtfeldern und spezifischen Waldtypen, Trockenrasen-geprägten Uferhängen, bis hin zur direkten Ostsee-Steilküste und zugehöriger Strand-Dünen-Nehrung. Auf Grund der direkten Nachbarschaft verschiedener noch naturnaher Lebensräume …

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Hotspot der Artenvielfalt: Usedom und Ostvorpommersche Küste

Die Insel Usedom ist durch Endmoränenzüge, mehrere große Seen und Bodden sowie durch Niederungen an den Bodden und um die Seen geprägt. Im Gegensatz zur geradlinigen Außenküste mit Steil- und Ausgleichsküstenabschnitten sowie ausgedehnten Dünenkomplexen sind die inneren Küsten stark gegliedert. Kennzeichnend für die Ostvorpommersche Küste sind dagegen Steilküsten und ausgedehnte …

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Hotspot der Artenvielfalt: Vorpommersche Boddenlandschaft und Rostocker Heide

Kennzeichnend für die Vorpommersche Boddenlandschaft sind vielgestaltige Küstenbereiche mit Bodden, Wieken, Buchten, Halbinseln und Inseln. Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die Westrügensche Boddenlandschaft sind als Grundmoränen insgesamt relativ eben und überwiegend durch Flachküsten mit Dünen und z. T. Strandseen, im Bereich des Fischlandes und des Westdarßes aber auch durch Steilküsten

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Hotspot der Artenvielfalt: Schleswig-Holsteinische Ostseeküste mit Angeln, Schwansen und Dänischer Wohld

Die genannten Landschaftsräume liegen im subglazialen Bereich der Weichselvereisung mit bewegtem Relief (Jungmoränen-Bereich) im östlichen Bereich des Landesteiles Schleswig in landwirtschaftlicher Prägung mit noch typischer Knick-Struktur. Sie beherbergen biogeographisch bemerkenswerte Waldtypen, verschiedene Moorformen in den Moränensenken, zahlreiche Fließ- und Stillgewässer in biotopspezifischer Ausbildung sowie charakteristische Ostsee- Küstenformationen, die durch Förde-Einschnitte, Erosionsufer, Strandwälle und Strandseen vielfältig gegliedert sind. Ein besonderes Wertmotiv stellt …

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Hotspot der Artenvielfalt: Schorfheide mit Neuenhagener Oderinsel

Das Gebiet umfasst einen repräsentativen Ausschnitt der pleistozänen Jungmoränenlandschaft im Nordosten Deutschlands. Alle bedeutsamen Oberflächenformen der Weichseleiszeit finden sich im Gebiet, das zugleich als Biosphärenreservat „Schorfheide-Chorin“ geschützt ist, wieder. Im Norden trennt der Pommersche Moränenbogen das Uckermärkische Hügelland vom Templin-Werbelliner Seen- und Sandergebiet. Im Süden fällt das Gebiet um ca. 10 m zum Eberswalder Tal ab und umfasst einen zwischen Oder und oberer Havel gelegenen Abschnitt des Thorn- Eberswalder Urstromtals. Im Südosten des Gebiets bricht es mit …

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Hotspot der Artenvielfalt: Mecklenburgisch-Brandenburgisches Kleinseenland

Die Höhenrücken der Inneren und Äußeren Hauptendmoräne (Pommersches Stadium und Frankfurter Eisrandlage) umschließen im MecklenburgischBrandenburgisches Kleinseenland die Sandergebiete mit zahlreichen Seen, die oft perlenschnurartig als Rinnen- und Flussseen angeordnet bzw. als Binnenentwässerungsgebiete in sandig-kiesige Zwischenstaffeln eingebettet sind. Herausragende Bedeutung haben die oligotrophen und mesotrophen …

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Hotspot der Artenvielfalt: Untere Wümmeniederung mit Teufelsmoor und Wesermünder Geest

Die betreffenden Landschaftsräume werden insgesamt durch eine offene grünlanddominierte Kulturlandschaft geprägt. Die in naturnahen Mäandern verlaufende untere Wümme, mit ihren ausgedehnten Feuchtgebieten in der Niederung, ist von ausgeprägten Röhrichtzonen mit eingestreuten Weichholzauwaldresten gesäumt. Die Borgfelder und Fischerhuder Wümmeniederung ist u. a. ein repräsentatives Brutgebiet mit herausragender Bedeutung für wiesenbrütende Limikolen, Singvogelarten und Rallen (v. a. Wachtelkönig) sowie Nahrungshabitat für den …

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Hotspot der Artenvielfalt: Hunte-Leda-Moorniederung, Delmenhorster Geest und Hümmling

Die betreffenden Landschaftsräume umfassen einen charakteristischen Ausschnitt der norddeutschen Tiefebene. Mit dem Hasbruch bei Delmenhorst im Osten beinhaltet dieser Hotspot einen der besten Stieleichenwälder mit Hutewaldcharakter Norddeutschlands. Er hat eine hohe Bedeutung für Tiergemeinschaften alter, eichenreicher Laubwälder. So finden sich hier u. a. bedeutende Vorkommen von Mittelspecht, Feuersalamander und …

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Hotspot der Artenvielfalt: Südliches Emsland und nördliche Westfälische Bucht

Der Hotspot umfasst wesentliche Teile des südlichen Emstales, der angrenzenden Sandebenen mit bedeutenden Mooren sowie Teile der westfälischen Bucht. Im Norden wird das Gebiet durch die Tinner Dose begrenzt, die als eines der am Besten erhaltenen Hochmoore Mitteleuropas gilt. Das Gebiet stellt einen Verbreitungsschwerpunkt als Brut-und Nahrungshabitat für Korn- und Wiesenweihe in Niedersachsen dar. Weiterhin hat das Gebiet eine herausragende Bedeutung für Offenland bewohnende Limikolen (z. B. Bekassine, Großer Brachvogel, Rotschenkel) und Kleinvogelarten der Offen- und Halboffenlandschaft. Nach Süden schließt sich …

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Hotspot der Artenvielfalt: Allgäuer Alpen

Das Gebiet umfasst als Kern die Allgäuer Hochalpen mit dem Südwesteil des Hinteren Bregenzer Waldes (Ifen, Piesenkopf) und dem Südosten des Vilser Gebirges (Sorgschrofen, Aggenstein). Die Allgäuer Alpen stellen den an Flora und Fauna artenreichsten Teil der bayerischen Alpen dar, bei vielen Arten auch mit den deutlich größten Populationen. Eine ganze Reihe alpiner Floren- und Faunenelemente kommt …

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Hotspot der Artenvielfalt: Ammergebirge, Niederwerdenfelser Land und Obere Isar

Dieses Teilgebiet des mittleren bayerischen Alpenraums vereint ein großes Spektrum an Lebensraumtypen. Neben weitläufigen und wenig erschlossenen Gebirgslagen des Ammergebirges beinhaltet es vor allem die artenreichsten Talräume der bayerischen Alpen. Herausragende Beispiele in den Tallagen sind gut erhaltene Moorkomplexe , ausgedehnte Alpenmagerwiesen und …

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Hotspot der Artenvielfalt: Ammer-Loisach-Hügelland und Lech-Vorberge

Die Eiszerfallslandschaft des voralpinen Moränenlandes weist eine Vielzahl naturschutzfachlich herausragender Gebiete auf, insbesondere ein breites Spektrum an Moortypen und Moorlandschaften. Ein bedeutender Teillebensraum der großflächigen Moorkomplexe sind artenreiche Streuwiesen, die hier noch in großem Umfang und hoher artenschutzbezogener Qualität vorhanden sind. Eng mit Moorlebensräumen verflochten sind z. B. naturnahe Stillund Fließgewässer, Verlandungsbereiche, …

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