Naturschutz im Winter – Nachhaltige Weihnachtsbäume

© Von Malene Thyssen – CC BY-SA 3.0

Kurz vor Weihnachten werden wieder Christbäume gekauft. In Deutschland sind es pro Jahr etwa 30 Millionen. Meistens stammen die Nordmanntannen aus Monokulturen, die mit Herbiziden,  Insektiziden und Mineraldünger behandelt wurden. Die Tannen werden häufig aus dem Kaukasus über weite Strecke nach Deutschland gekarrt. Probleme entstehen, weil Monokulturen die Böden schädigen, die Biodiversität somit verringert wird und die Pestizide das Grundwasser verunreinigen.

Kurz nach Weihnachten – meist nach Heilige Drei Könige – werden die Bäume dann entsorgt. Aus den Augen aus dem Sinn. Für die vierwöchige Weihnachtsfreude an einem gefällten Baum entstehen Schäden an Ökosystemen, die verhindert werden könnten. Es gibt bereits einige umweltfreundliche Alternativen:

  • Regionalität: heimische Kiefern, Fichten oder Tannen aus regionalen Fortsbetrieben mit kurzen Transportwegen
  • Bio-Bäume: aus ökologisch zertifizierten Weihnachtsbaum-Kulturen, zum Beispiel von Naturland, Bioland oder Demeter. Vorteile sind der Verzicht auf Kahlschlag, Pestizide, Düngungen und Entwässerungsmaßnahmen.
  • Upcycling: Nach dem Gebrauch können Weihnachtsbäume weiterverwertet werden, anstatt einfach aus dem Wohnzimmer zu verschwinden. Aus den Nadeln kann zum Beispiel ein Badezusatz gekocht werden. Die Äste können als Kompost-Unterlage verwendet werden und der Stamm als Brennmaterial für den Kamin. Weitere Ideen auf www.geo.de
  • Share Economy: Weihnachtsbäume im Topf leihen oder mieten. Allerdings dürfen es die Bäume nicht zu warm haben und müssen ausreichend gegossen weden – sonst trocknen sie aus oder fangen wieder an zu treiben, obwohl sie in der Winterruhe sind. Nach dem Gebrauch werden die Bäume erst in Hallen schrittweise runtergekühlt und dann wieder eingepflanzt.
  • Kreativität: es muss nicht jedes Jahr ein neuer Baum sein. Mit etwas Kreativität kann man schöne Christbäume aus Holz selber basteln oder kaufen – diese Bäume halten ein Leben lang.

Es gibt also nachhaltige Alternativen zum herkömmlichen Weihnachtsbaum. Dafür braucht es jedoch eine Veränderung unseres Konsumverhaltens, damit sich die neuen Ideen auch durchsetzen.

Weitere Informationen unter: www.utopia.de und www.nabu.de

 

 

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