Naturschutzgebiet Ettaler Weidmoos

Das „Ettaler Weidmoos“ hat eine Fläche von ca 159 Hektar und wird als Naturschutzgebiet seit 1982 geschützt. Der Nieder-, Übergangs- und Hochmoorkomplex ist eine Besonderheit unter den bayerischen Mooren und wird vor allem wegen seiner hydrologischen Bedingungen geschützt. Das Weidmoos ist durch die Verlandung eines Schmelzwassersees entstanden. Im „Ettaler Weidmoos“ tritt versickertes Wasser des kleinen Gebirgsbachs Linder in mehreren Quelltrichtern wieder an die Oberfläche. In ca. 30 Quelltöpfen entspringen Quellbäche, die nach und nach zusammenfließen und die Kleine Ammer bilden. Die Kleine Ammer fließt dann weiter nördlich von Westen in die Ammer.

Kleine Ammer im Ettaler Weidmoos

Kleine Ammer im Ettaler Weidmoos

Ein Großteil des Naturschutzgebiets ist durch großflächige Streuwiesen geprägt, die eine hohe Artenvielfalt aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel zahlreiche Orchideenarten, Lungenenzian, Moorenzian, die Prachtnelke, der Fieberklee und die Fadenwurzelsegge. Markenzeichen und Eiszeitrelikt des „Ettaler Weidmoos“, ist das gelb blühende Karlszepter. Seltene Wiesenbrüter, wie die Bekassine, das Braunkehlchen und der Wiesenpieper sind in dem Moos beheimatet. Eine hohe Anzahl an bedrohten Schmetterlingsarten kennzeichnen das Feuchtgebiet.

Weiterführende Informationen zum Naturschutzgebiet „Ettaler Weidmoos“ unter: Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Informationen zur Kleinen Ammer unter: Wikipedia

Bildquelle: Wikipedia

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