Ökosystemdienstleistungen von Alpenflüssen

Intakte Ökosysteme sind die Grundlage unseres Lebens. Die Alpenflüsse im Hotspotprojekt „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ stellen eine Menge an Leistungen bereit, die wir zum Teil als gegeben hinnehmen und ihren Wert unterschätzen. Oft werden die Leistungen erst sichtbar, wenn es zu spät ist, die Flüsse verbaut sind und Hochwasser nicht aufgefangen werden können, Arten abwandern oder aussterben. Es ist schwierig die Erfolge von Schutz- und Erhaltsmaßnahmen von Ökosystemen zu quantifizieren, deshalb ist es umso wichtiger das Bewusstsein für die Leistungen der Flüsse zu stärken. Hierzu kann der  der „Ökosystemdienstleistungsansatz“ einen Beitrag leisten. „Ökosystemdienstleistungen“ können in vier Untergruppen gegliedert werden:

  • unterstützende Funktionen: Nährstoffkreislauf, Primärproduktion
  • versorgende Funktionen: frisches Wasser, Nahrungsmittel, Holz, Erdöl
  • regulierende Funktionen: Klimaregulation, Hochwasserschutz
  • soziokulturelle Funktionen: Ästhetik, Erholung, Freizeit, Bildung, Spiritualität

Die Funktionen der Alpenflüsse können nur geliefert werden, wenn die Artenvielfalt erhalten bleibt und geschützt wird. Die Schutzgemeinschaft Ammersee setzt sich beispielsweise im Rahmen des Hotspot-Projektes „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ für die Vernetzung der Unteren Ammer durch Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern ein. Es werden künstlich Saigen geschaffen, Gräben aufgeweitet und Kleingewässer neu angelegt, damit durch die Begadigungen der Ammer verschwundene Gewässertypen ersetzt werden können. Mithilfe der Maßnahme sollen Amphibien, Insekten und Vögel wieder einen Lebensraum finden.

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