Raue Sohlrampe im Naturschutzgebiet Ampermoos

Das „Ampermoos“ ist eines der größten Niedermoorgebiete Süddeutschlands und wurde im Jahr 1982 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das Gebiet liegt zudem im Ramsar-Gebiet „Ammersee“ und im FFH-Gebiet „Ampermoos“. Schon kurz nach der Ausweisung des Schutzgebiets gab es Überlegungen, das „Ampermoos“ wieder zu vernässen, also die Anfang des vorigen Jahrhunderts vorgenommene Amper-Vertiefung und die im Dritten Reich erfolgte Trockenlegung großer Bereiche wenigstens im Kerngebiet wieder auszugleichen.

Raue Sohlrampe am Tag der Einweihung (03.07.2013)

Raue Sohlrampe am Tag der Einweihung (03.07.2013)

Nachdem trotz der Ausweisung des Naturschutzgebiets die Planungen für die sogenannte Wiedervernässung des Ampermooses nur schleppend voran gingen, schlossen sich 1995 die Unterstützer dieser Bemühungen in der „Schutzgemeinschaft Ampermoos“ zusammen. In der Folge kam es zu Detailplanungen der Wasserwirtschaftsämter, die in einem Planfeststellungsverfahren für eine Sohlrampe in der Amper bei Grafrath mündeten. 2006 wurden in einer 2-tägigen Anhörung über 650 (!) Einwendungen von Anliegern, Vereinen und Behörden behandelt. Durch weitere Zugeständnisse an die Einwender konnte schließlich 2010 die Planfeststellung abgeschlossen werden. Jetzt ist die „Raue Sohlrampe“ wirklich gebaut und wir alle hoffen trotz des Kompromisses von ca. 40 cm Rückstauhöhe an der Rampe auf eine späte „Wiedergutmachung“.
Dass der Wasserrückstau im Bereich des Naturschutzgebietes funktioniert, zeigen zwei Abbildungen der Mündung des Inninger Bachs in die Amper. Beide sind zu Zeiten von vergleichbarem Niedrigwasser des Ammersees aufgenommen:

 

Vor dem Bau der Rauen Sohlrampe: Inniger Bach läuft als kleines Rinnsal durch ein breites Schlammufer in die Amper (25.08.2003)

Vor dem Bau der Rauen Sohlrampe: Inninger Bach läuft als kleines Rinnsal durch ein breites Schlammufer in die Amper (25.08.2003)

Nach dem Bau der Rauen Sohlrampe: Mündungsbereich des Inniger Bachs in die Amper (07.03.2014)

Nach dem Bau der Rauen Sohlrampe: Mündungsbereich des Inninger Bachs in die Amper (07.03.2014)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das berechtigt zu Hoffnungen für die Wirksamkeit der Sohlrampe zur Wiedervernässung. Wir sind gespannt auf die Bestandsaufnahmen der Experten für Flora und Fauna in den kommenden Jahren und Jahrzehnten.

Fotos: © Manfred Lehner

Weitere Informationen in der 40 Jahre Kreisgruppe Starnberg Borschüre

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