Schleierfälle – ein Gedicht

Landart und Poesie

Landart und Poesie

Schleierfälle

Wenn der Wasserschleier fällt

Rinnsale das Moos durchgluckern

Tropfen stetig musizieren

Blätterkalk zu Felsen wächst

Hohl- und Höhlenräume neu entstehen

Tropfsteine nach oben streben

Eiszapfen an Decken hängen

Nebel um Kaskaden wehen

Wenn die Wasseramsel wippt

und dazu die Ammer singt

Wellenrausch und Steinegrummeln

neue Lieder komponiert

Sonnenstrahlen Schatten spielen

wenn das alles in sich greift

Netze nach Gedanken wirft

möchte ich ewig sitzen bleiben

Aus Lyrisches Menu: Naturgedichte und Landart-Arbeiten, 2014 Bauer Verlag. Mehr von und über Hans Schütz finden sie auch  hier

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