Schöne Robinie im Schlossrondell

Robinie im Schlossrondell

Robinie im Schlossrondell

Beachte die schönen Robinien im Schlossrondell Nymphenburg.

Die gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia) oder Scheinakazie stammt aus dem östlichen Nordamerika. Seine Wurzeln leben in Symbiose mit Bakterien die Stickstoff aus der Luft binden. Sie wird gerne zur Befestigung von Hängen angepflanzt.

Verwildert bedroht die Robinie inzwischen Magerrasen und verdrängt die ursprünglichen Arten. Deshalb ist sie aus Sicht des Naturschutzes nur bedingt eine Freude.

Die Blüten enthalten viel Nektar mit über 50% Zucker und geben den bekannten Akazienhonig ab.

Die ganze Pflanze gilt als stark giftig, besonders aber die Rinde und die Früchte (dies gilt nicht für den Honig!).

Hülsenfrüchte der Robinie

Hülsenfrüchte der Robinie

Sicher erkennst du die Robinie an dem furchigen Stamm,  den unpaarig gefiederten Blättern mit Dornen am Blattgrund (vor allem an den älteren Zweigen) und den Hülsenfrüchten.  Sie hat Schmetterlingsbüten in hängenden Trauben und gehört zur Familie der Fabacean.

Carl von Linné, der die Gattung der Robinien (Robinia) erstmals wissenschaftlich veröffentlichte, benannte diese nach Jean Robin, dem Hofgärtner der französischen Könige Heinrich III., Heinrich IV. und Ludwig XIII.

 

Natürliches Vorkommen

Die Gewöhnliche Robinie ist ein Baum, der ursprünglich im atlantischen Nordamerika beheimatet ist. Sie wächst dort als Pionierpflanze in Laubmischwäldern auf mäßig nährstoffreichen Sand- und Lehmböden in Höhenlagen von bis zu 1600 Metern. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet zeichnet sich durch ein humides Klima mit jährlichen Niederschlägen zwischen 1020 und 1830 Millimetern aus.

Die Gewöhnliche Robinie ist in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet ein Baum, der die Waldregeneration nach „katastrophalen“ Störungen wie Waldbränden oder Kahlschlägen einleitet. Das neu besiedelte Gebiet wird für etwa 20 bis 30 Jahre von dieser Baumart dominiert, die dann von anderen Baumarten wie dem Tulpenbaum verdrängt wird. Die Baumarten, die in der Lage sind, die Gewöhnliche Robinie an ihrem Standort zu verdrängen, zeichnen sich gewöhnlich dadurch aus, dass sie höher wachsen als die Robinie und sehr stark Schatten spenden. In Waldbeständen der Appalachen, die sich seit längerer Zeit ungestört entwickeln konnten, beträgt der Anteil der Robinie weniger als vier Prozent.

Rinde der Robinie

Rinde der Robinie

Typische Dornen am Balttgrund der Robinie (an älteren Zweigen)

Typische Dornen am Blattansatz der Robinie (an älteren Zweigen)

Typische Standorte in Europa

Die Gewöhnliche Robinie wird heute auf einem breiten Standortspektrum gezielt angebaut. Zu einer stärkeren natürlichen Verbreitung kommt es dabei vor allem in den Gebieten, die klimatisch besonders begünstigt sind, da der Baum zur Samenausbildung auf hohe Wärmesummen in der Vegetationsperiode angewiesen ist. In diesen Gebieten breitet sie sich, ausgehend von Anpflanzungen, entlang von Waldrändern und Verkehrswegen auf Brachflächen sowie urbanindustriellen Standorten aus. Dabei dringt sie auch in Standorte wie Sandtrocken- und Kalkmagerrasen ein und verdrängt die dort wachsenden Arten.

Die Gewöhnliche Robinie hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg außerdem auf Trümmerschuttflächen stark verbreitet. Die Zerstörungen und die anschließende mangelnde Pflege vieler Grundstücke führten dazu, dass in Städten wie etwa Leipzig, Berlin, Stuttgart und Köln großräumige Flächen entstanden, die mit Robinien bewachsen sind.

In einigen Gebieten Ungarns und der Slowakei ist die Robinie mittlerweile der wichtigste Forstbaum, wobei hier bevorzugt Zuchtformen angebaut werden, die geradstämmiger als die ursprüngliche Art sind. Auch in Südkorea wird die Gewöhnliche Robinie in sehr großem Maße angebaut.
Weltweit nahm die Anbaufläche zwischen 1958 und 1986 von 227.000 auf 3.264.000 Hektar zu und hat sich damit mehr als verzehnfacht. Die Robinie ist die nach Pappeln und Eukalyptus weltweit am häufigsten in Plantagen kultivierte Laubbaumart.

Forstwirtschaftlich ist die Robinie je nach anthropogen bedingter Immission auch deshalb von Bedeutung, weil sie als Leguminose in der Lage ist, Luftstickstoff mit Hilfe symbiotisch mit ihr lebender Knöllchenbakterien zu binden. Auf stickstoffarmen Standorten hat diese Baumart daher einen Konkurrenzvorteil gegenüber anderen Arten, der unter anderem dazu führen kann, dass der Holzertrag der Robinie, verglichen mit Kiefern oder Eichen, höher ist.

Einführungsgeschichte in Europa

Nach Europa wurde sie im frühen 17. Jahrhundert durch Jean Robin von Virginia nach Paris eingeführt, wo im Jardin des Plantes und vor der Nordfassade der Kirche St. Julien-le-Pauvre unweit der Notre-Dame zwei von Robin gepflanzte Exemplare als älteste Bäume der Stadt angesehen werden.

Aufgrund ihrer attraktiven Blütenstände und ihrer gefiederten Blätter wurde die gewöhnliche Robinie zuerst als exotisches Ziergehölz in Parks angepflanzt. 1640 gelangte sie nach England, und erste Nachweise für einen Anbau in Deutschland liegen für das Jahr 1670 vor, wo man sie im Berliner Lustgarten anpflanzte. 1726 kannte man sie in Italien.

Eine Robinie kannst du dir hier in aller Ruhe ansehen. Sie steht im Schlossrondell vom Schloss Nymphenburg in München.

Siehe auch Wikipedia.

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