Sommerlinde mit Bank

Ein Tanzboden für Liebende mit Freyas segen läßt sich hier oben erahnen.

Ein Tanzboden für Liebende mit Freyas Segen läßt sich hier oben erahnen.

Wie im Märchen sitzt es sich unter dieser Sommerlinde im Nymphenburger Park. Der bizarre, knorrige Wuchs dieser alten Linde und der wunderschöne Blick über den Badenburger See tun ihresgleichen dazu. Hier lässt es sich ausruhen und verweilen.

In vielen Regionen Deutschlands war der Dorfmittelpunkt einst mit einer Sommerlinde gekennzeichnet. Er war Verkündstätte, Versammlungsort, hier wurde Gericht gehalten. Noch Kurfürst August von Sachsen unterzeichnete seine Verordnungen mit „Gegeben unter der Linde“.
Es fanden auch die Feste des Dorfes unter der Linde statt. In manchen Orten wurde dafür sogar ein Tanzboden hoch oben zwischen den Ästen der Linde aufgebaut. Die seitliche Einfassung der „Lindenzimmer“ bildeten Hohlbrüstungen, die mit geleiteten Lindentrieben geschlossen wurden. Das fröhliche Treiben fand dann inmitten des Baumes statt. Auch die Musikanten spielten dort oben auf.

Blick über den Badenburger See im Schlosspark.

Blick über den Badenburger See im Schlosspark.

Linden sind im germanischen Glauben der Göttin Freya geweiht. Freya gilt als die Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit.

Die Sommerlinde, Tilia platyphyllos, botanische Schreibweise mit Bindestrich Sommer-Linde, auch Großblättrige Linde , Tilia grandifolia genannt, ist eine Laubbaum-Art aus der Gattung der Linden (Tilia) in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Sie war 1991 Baum des Jahres.

Diese Sommer-Linde ist als Naturdenkmal geschützt.

Hier kannst du diese besonders schöne Sommerlinde, lateinisch Tilia platyphyllos finden:

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