Isar

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Die Isar innerhalb Alpenflusslandschaften – Vielfalt Leben von Ammerse bis Zugspitze

Die Isar hat eine Gesamtlänge von circa 295 Kilometer und entspringt im Karwendel-Gebirge im Hinterautal (Tirol). Sie ist nach der Donau, dem Inn und dem Main der viertgrößte Fluss Bayerns. In Moosburg fließt die Amper in die Isar, die dann in Deggendorf in die Donau mündet.

Wie auch die Loisach, war die Isar früher ein Handelsweg und wurde von Flößern für den Warentransport, Personenverkehr und für die Holztrift genutzt. Ausgangspunkte der Flößerei waren unter anderem die Orte Mittenwald, Krün, Lenggries und Tölz. Die Vebindung Richtung München, Freising und Landshut galt als wichtige Handelsroute. Noch im 19. Jahrhundert landeten rund 8000 Flöße pro Jahr in München. Heute ist die Floßfahrt auf der Isar – neben zahlreichen Schlauchbootfahrten – eine beliebte Freizeitaktivität, die der Natur nicht immer Gutes tut.

Die Isar ist ein typischer Voralpenfluss mit ausgedehnten Schotterbänken und verzweigten Flussarmen. Diese Charakteristika weist sie jedoch nur noch in einzelnen Bereichen der Oberen Isar auf. Weiter nördlich ist die Isar ein stark verbauter Fluss und wird seit den 1920er Jahren zur Energiegewinnung genutz. Zwischen Mittenwald und Krün befindet sich die erste Staustufe. Hier wird das Wasser abgeleitet und dem Walchensee zugespeist. Weiter östlich befindet sich der Sylvensteinspeicher, der 1959 fertiggestellt wurde und dem Hochwasserschutz und der Energiegewinnung dient. Insgesamt 28 Wasserkraftwerke nutzen die Kraft der Isar zur Stromerzeugung. Dafür wird das Wasser immer wieder aufgestaut, abgeleitet und kanalisiert, wordurch die natürliche Flussdynamik gestört wird und wertvolle Naturräume verändert wurden. In den letzten Jahren wird vermehrt durch Renaturierungsmaßnahmen versucht den ursprünglichen Verlauf des Flusses wiederherzustellen. In München ist die Renaturierung beispielsweise seit 2011 abgeschlossen. Entlang der Isar befinden sich viele Naherholungsgebiete und Wanderwege. Weite Teile sind als Landschaftsschutz-, Naturschutz-, oder Vogelschutzgebiete ausgewiesen. Die Isarauen werden als Landschaftsschutzgebiet erhalten und wiederhergestellt. So kommen hier noch die streng geschützte Deutsche Tamariske, Orchideen, der Europäische Frauenschuh, Huchen, Kalktrockenrasen, Kalkmagerrasen und viele weitere bedeutende Pflanzen- und Tierarten vor.

Weiterführende Informationen und Quellen unter: www.wikipedia.org, www.alpenflusslandschaften.de und www.bayerischer-wald.de


Naturschutzgebiet Isarauen zwischen Schäftlarn und Bad Tölz

Das Naturschutzgebiet „Isarauen ziwschen Schäftlarn und Bad Tölz“ hat eine Größe von rund 1660 Hektar und wurde 1986 ausgewiesen. Kerngebiet der Isarauen ist die Pupplinger und die Ascholdinger Au. Diese artenreichen Flusslandschaften sind von einer hohen Vielfalt an auetypischen Pflanzengesellschaften geprägt. In den Isarauen leben über 300 Pflanzen- und Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind. Lichte Kiefernwälder mit Magerrasen prägen das Gebiet. Die Kreuzotter findet hier ihren Hauptlebensraum. Im Naturschutzgebiet „Isarauen zwischen Schäftlarn und Bad Tölz“ wächst die Frauenschuh-Orchidee, das Brandknabenkraut und die Spinnen-Ragwurz…

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FFH-Gebiet Oberes Isartal

Das FFH-Gebiet „Oberes Isartal“ hat eine Größe von 4760 Hektar und erstreckt sich von der Deutsch-Österreichischen Grenze bis München-Sendling. Das großflächige alpine Fluss-Ökosystem ist durch Auen, spät- und nacheiszeitliche Terassen mit naturnaher Vegetation, Taleinhängen mit Felsbildungen, Leitenwäldern, Quellfluren und Hangquellmooren, natürlichen Schwemmfächern der Seitenbäche der Isar sowie artenreiche Magerwiesen, Magerweiden und Buckelfluren geprägt. Pfeifengras-Streuwiesen, kalkreiche Sümpfe und Niedermoore, feuchte Hochstaudenfluren, Trespen-Schwingel-Kalk-Trockenrasen in orchideenreicher Ausbildung, Kalktuffquellen, extensive Mähwiesen, Erlen-Eschen-Auwälder und Buchenwälder werden in dem FFH-Gebiet erhalten und wiederhergestellt.

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Zu späte Einsicht an der Isarquelle

Wie man den Zauber eines besonderen Ortes auch ohne Forststraßen oder Lifte zerstören kann, wurde 2004 leider im Karwendel Gebirge aufgezeigt. Durfte man früher schmalen Waldpfaden folgen, um mit etwas Gespür die versteckt gelegenen Quelltöpfe der Isar zu entdecken, so wird man heutzutage über einen breiten, aufgekiesten Fahrweg, an hohen Zäunen und einem Grabstein ähnlichen Felsen mit Aufschrift „Isar“ vorbei unmissverständlich zur Quelle geführt.
Das einmalige,zuvor nahezu unberührte Quellgebiet wurde bis zum letzten, ehemals unzugänglichen Quelltopf gnadenlos frei geholzt.
Auch die anfangs zustimmende Abteilung Umweltschutz des Landes Tirol distanzierte sich nach Abschluss der Baumaßnahmen von dem Projekt. Der zuständige Koordinator Otto Leiner meinte damals…

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