Lech

Der Lech innerhalb Alpenflusslandschaften – Vielfalt Leben von Ammerse bis Zugspitze

Alpenflusslandschaften mit CLAIM

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Der Lech ist rund 264 Kilometer lang und entspringt im Lechquellengebirge in Tirol aus den Quellen Formarinbach und Spullerbach. Die Wertach und die Vils sind die größten Zuflüsse des Lechs, der bei Marxheim in die Donau mündet. Ein Drittel des Einzugsgebietes des Lechs befindet sich in Österreich, die restlichen zwei Drittel in Deutschland. Der Lech entwässert die Lechtaler Alpen (nördliche Kalkalpen) und Teile der bayerischen Alpen.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war der Lech ein weitestgehend unverbauter Wildfluss. Charakteristisch waren die Geröllmassen (Lechkiesel), die durch die Kraft des Flusses von den Alpen bis zur Donau transportiert wurden. Bis heute stellt der Lech eine europaweit bedeutende Verbindung zwischen den Naturräumen Alpen und Alp dar. Im Lechtal können so Pflanzen- und Tierarten über die „Biotopbrücke“ wandern und sich in den Biotopen der Auen ansiedeln.

Heutzutage wird der Lech intensiv zur Gewinnung von elektrischer Energie durch Wasserkraft genutzt. 30 Wasserkraftwerke und 24 Staustufen (Stauseen) werden am Lech durch verschiedene Energieversorger betrieben. Die erste Lechstaustufe ist der Forggensee. Früher galt diese Region als Übergangsbereich zwischen den Alpen und dem voralpinen Hügel- und Moorland. Heute ist die Flusslandschaft des Lechs in Bayern durch die Staustufen und damit durch eine Einschränkung der Durchgängigkeit des Fließgewässers geprägt. Der natürliche Verlauf des Lechs ist durch die Bautätigkeiten und Hochwasserschutzmaßnahmen stark in seiner ursprünglichen Form verändert. Er ist der am dichtesten verbaute Fluss Bayerns. Wertvolle Lebensräume, Wildflussstrecken mit Kies- und Sandbänken, Auwälder und Heideflächen sind durch die Verbauung verschwunden und schwer wieder herzustellen. Dennoch gibt es auch heutzutage noch bedeutende Vorkommen von (u.a.) Uhus, Huchen, Nasen, Schlingnattern, dem Europäischen Frauenschuh und der Sumpf-Gladiole. Die Artenvielfalt ist im Bereich der Litzauer Schleife und bei den Lechtalheiden mit Heiden und Trockenrasen besonders hoch. In Österreich hat der Lech noch Wildflusscharakter und ist durch ausgedehnte Schotterbänke geprägt.

Die Landschaften entlang des Lechs werden durch zahlreiche Schutzgebietsausweisungen erhalten. So können die Gebiete vor Eingriffen durch den Menschen geschützt werden und wichtige Tier- und Pflanzenarten sowie ganze Landschaften geschützt werden. Das „Mittlere Lechtal“ ist beispielsweise als Vogelschutzgebiet ausgezeichnet und der „Forggensee und benachbarte Seen“ als Landschaftsschutzgebiet.

Weiterführende Informationen und Quellen unter: www.lechallianz.de, www.wikipedia.org und www.alpenflusslandschaften.de


Wildflussarten: Der Flussuferläufer

Das Verbreitungsgebiet des Flussuferläufers (Actitis hypoleucos), der auf den für Wildflüsse typischen kiesig-sandigen Schotterflächen brütet, ist in den letzten Jahrzehnten deutlich geschrumpft. Heute findet man ihn vor allem in den niederen Regionen der Alpenflusslandschaften, insbesondere an der Ammer und der Isar. Auch am Lech gibt es noch einige wenige Brutpaare.…

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Wildflussarten: Der Huchen

Der Huchen (Hucho hucho) aus der Familie der Lachse (Salmoniden) lebt in sauerstoffreichen und kühlen Fließgewässern mit kiesigem Untergrund, den er für die Eiablage benötigt. Seine natürliche Verbreitung ist auf das Einzugsgebiet der Donau beschränkt, weshalb er auch als „Donaulachs“ bezeichnet wird. Der Bestand des natürlicherweise selten vorkommenden Fisches ist…

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Wildflussarten: Die Wasseramsel

Die Wasseramsel (Cinclus cinclus) lebt an sauberen, naturnahen und weitgehend ungestörten Bächen und Flüssen. Auch an unseren Alpenflüssen ist sie heimisch. Durch die vielfältigen menschlichen Eingriffe in ihren Lebensraum ist die Population der Wasseramsel während der letzten Jahrzehnte in ganz Deutschland stark zurückgegangen. Daher steht sie auf der Roten Liste…

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Wildflussarten: Der Flussregenpfeifer

Der Flussregenpfeifer (Charadrius dubius) war früher ein typischer Bewohner natürlicher Kies- und Sandbänke entlang unserer Alpenflüsse wie Isar und Lech. Heute wird seine Population auf nur 500 Brutpaare in ganz Bayern geschätzt, daher steht der Vogel auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Merkmale und Gesang Der Flussregenpfeifer ist etwa so…

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Welche Kiesbank des Lechs darf ich betreten? – Frag den Kiesbank Checker!

Mit dem Kiesbank Checker hat die navama GmbH zusammen mit dem Lebensraum Lechtal e. V. eine App entwickelt, die dir mittels Ortung anzeigt, ob du dich dort niederlassen kannst oder ob du dir eine andere Kiesbank suchen solltest. Auch die zeitliche Begrenzung während der Brutsaison ist in die App integriert.

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Lechkiesel: Wer bist du, wo kommst du her?

Erlebnisstationen mit Kieselmobile, Panoramafernrohr und Lithophon:
Auch die Kiesel des Lechs spiegeln die Vielfalt der Umgebung wieder. So finden sich im Flussbett und an den Ufern 14 verschiedene Gerölle aus den unterschiedlichen geologischen Zonen der Alpen, wie beispielsweise der Bändergneis und der grünliche Serpentinit aus dem Penninikum der Ostalpen, der Korallenkalk aus den Ostalpen oder der Nummuliten-Kalksandstein aus dem Helvetikum. Aber auch Beton, als „menschgemachtes“ Gestein, prägt das Bild des modernen Lechs. Zu sehen und zu fühlen sind die verschiedenen Gesteinsarten in dem Kielselmobile an der Litzauer Schleife.

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Wildnis mit Fehlern: Die Litzauer Schleife

Der Weg verläuft entlang der Litzauer Schleife, einer der wenigen Abschnitte am bayerischen Lech, in welchen der Alpenfluss noch frei fließen kann. Eine Teilstrecke verläuft entlang des LechErlebnisWeges mit Schautafeln und interaktiven Angeboten zum Thema Biologische Vielfalt am Lech. Danach führt der Weg über mehrere Terrassen durch das Naturschutzgebiet zum Lech hinunter.

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Der Fluss als Lern- und Erfahrungsort

Alpenflüsse können uns in einer selten gewordenen Klarheit die Selbstgestaltungskraft der Natur zeigen – wenn wir uns auf diese Erfahrung einlassen. Natürliche Prozesse von Vergehen und Erneuerung laufen in einer Offensichtlichkeit ab, die in unserer Kulturlandschaft nur schwer zu finden ist. Landschaft wird im wahrsten Sinne des Wortes gestaltet und auf kleinstem Raum finden wir eine riesige Bandbreite an Lebensräumen.

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Zeitreise in die Landschaft des Mittelalters: Zu Schongauer Alm und Heidewiese

Der Rundweg führt durch die Schongauer Heidewiese, eine der inzwischen sehr selten gewordenen halboffenen Waldweide-Landschaften, die heute ein geschütztes Naturdenkmal ist. Der Rundweg verläuft z. T. auf einem Naturlehrpfad mit Informationen zum Wald und seinen Bewohnern.

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