Loisach

Alpenflusslandschaften mit CLAIM

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Die Loisach innerhalb Alpenflusslandschaften – Vielfalt Leben von Ammerse bis Zugspitze

Die Loisach ist insgesamt rund 113 Kilometer lang und entspringt in Biberwier (Tirol) in mehreren Quellen. In Wolfratshausen mündet die Loisach in die Isar. Der Verlauf des Flusses hat sich nach der Eiszeit verändert. Seit einem gewaltigen Felssturz, bei dem Geröll die Talung am Fernpass verschüttete, besteht eine Verbindung zwischen dem Lermoos-Ehrwalder-Becken und dem Garmischer Tal. Durch das herabgebrochenen Gestein staute sich der Fluss zu einem See. An der niedrigsten Stelle zwischen den Törlen und dem Daniel überquerte das Binnenwasser die Landschaft und der See verschwand wieder. Heutzutage befindet sich dort ein Sumpfgebiet.

Die Loisach ist ein abwechslungsreicher Fluss mit traumhaft schönen Landschaften entlang des Flussbettes. Zwischen Griesen und Garmisch-Partenkirchen fließt das Wasser rasch. Früher haben Flößer sich hier die Kraft der Loisach zu Nutze gemacht und Baumstämme aus dem Werdenfelser Land mit dem Fluss transportiert. Die Wasserstraße war eine bedeutende Verbindung Richtung Norden zur Landeshauptstadt München. 1785 wurden noch rund 30 Floße aus Fichtenstämmen pro Monat auf der Loisach befördert. Aber nicht nur Holz, sondern auch weitere Handelsgüter, wie Vieh und Milchprodukte, wurde so transportiert. 1892 endete der Floßverkehr, da die Eisenbahnlinie München-Garmisch-Partenkirchen eröffnet wurde.

Heute ist der Abschnitt bis Garmisch-Partenkirchen ein beliebter Ort für den Wassersport (Kanus, Kajaks und Schlauchboote). Die sportlichen Aktivitäten können jedoch schützenswerte Abschnitte gefährden und negativ beeinflussen. Ab Eschenlohe fließt die Loisach etwas ruhiger und wird daher eher von Anglern genutzt. Auch Wandern und Radfahren entlang des Flusses sind beliebte Erholungs- und Sportaktivitäten. Neben dem hohen Freizeitwert, den die Loisach für die Anwohner und Touristen bietet, gibt es hier aus naturschutzfachlicher Sicht besonders wertvolle Abschnitte. Im Oberlauf der Loisach besteht noch weitgehend eine natürliche Abflussdynamik. Die Strecke im Bereich der Loisach-Kochelsee-Moore gilt als besonders bedeutsam. Hier kommen unter anderem Huchen, Äschen, Skabiosen-Scheckenfalter, die Deutsche Tamariske, der Europäische Frauenschuh und die Bekassine vor.

Der Mittel- und Unterlauf der Loisach ist durch Uferverbauungen geprägt, die die natürliche Vernetzung zwischen Aue und Gewässer stören. Der Bau von (Klein)Wasserkraftanlagen und Flussbegradigungen hat unter anderem dazu beigetragen, dass der Wildflusscharakter der Loisach hier kaum mehr vorhanden ist.

Die Landschaft entlang der Loisach ist durch den Rückzug des Isar-Loisach-Gletschers und die Entstehung der Endmöranen mit zahlreichen Mooren geprägt.

Weiterführende Informationen und Quellen unter: www.murnau.dewww.zugspitzarena.com, www.wikipedia.org und www.alpenflusslandschaften.de


FFH-Gebiet Loisachleiten

Das FFH-Gebiet “Loisachleiten” ist mit einer Größe von 307 Hektar eines der kleineren Schutzgebiete im Projektgebiet “Alpenflusslandschaften”. Die Loisachleiten ist eine Steilhangleite am Unterlauf der Loisach mit naturnahen Waldgesellschaften und Tuffquellen. Komplexe aus Streu- und Magerwiesen, kalkreiche Nieder- Hoch- und Übergangsmoore sowie Moorwälder östlich des Filzbuchweihers werden hier ehalten und geschützt. Senken mit Torfmoossubstraten, Schwingrasenmoore und torfmoosreiche übergangsmoorartige Standmoore kommen ebenfalls vor. Ziel der Schutzgebietsausweisung ist zudem die Waldmeister- und Orchideen-Kalk-Buchenwälder und die Schlucht- und Hangmischwälder zu erhalten und wiederherzustellen…

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Kleinwasserkraftwerk an der Loisach bei Eurasburg

Das Kleinwasserkraftwerk Eurasburg an der Loisach wird privat betrieben. Über den Mühlbach wird das Wasser für die Anlage abgeleitet. Das Kraftwerk wurde 1980 ans Netz geschlossen und hat eine installierte Leistung von 141kW. Im Bereich des Kraftwerks soll außderdem ein Erdwall zum Hochwasserschutz errichtet werden. So kann ein ganzes Gebiet vor Überschwemmungen geschützt werden (Stand 09/2015).

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Wasserkraftwerk Wolfratshausen

Das Wasserkraft in Wolfratshausen wird durch einen privaten Eigentümer betrieben. Die Anlage, auch Weidachmühle genannt, wurde 1991 in Betrieb genommen und erzeugt eine Leistung von 830 kW. Es handelt sich also um eine Kleinwasserkraftanlage, die durch das Wasser der Loisach gespeist wird. Eine Wanderhilfe für Fische besteht hier nicht. Der private Eigentümer aus Memmingen plant die Anlage zu sanieren und eine modernere Turbine einzubauen…

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FFH-Gebiet Moore um Penzberg

Das FFH-Gebiet „Moore um Penzberg“ ist etwa 1 160 Hektar groß und gliedert sich in drei Teile. Die Moor- und Feuchtgebiete liegen in der repräsentativen, alpenrandnahen Seebeckenlandschaft und werden geschützt und erhalten. Das FFH-Gebiet „Moore um Penzberg“ grenzt an das FFH-Gebiet „Loisach“ an. Besonders bedeutsam sind hier Pfeifengraswiesen, lebenden Hochmoore, Auen- und Moorwälder, Kalktuff-Quellen und kalkreiche Niedermoore mit Vorkommen der Sommer-Drehwurz. Die Populationen des Frauenschus und des Glanzstendels sowie ihre Wuchsorte werden in den „Mooren um Penzberg“ erhalten und wiederhergestellt. Koppen, schmale Windelschnecken, große Moosjungfern, Skabiosen-Scheckenfalter und Gelbbauch-Unken leben in den Mooren und werden geschützt.

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Mit der Eisenbahn kamen die Streuwiesen.

Bis zum Aufkommen der Eisenbahn diente die Landwirtschaft im Alpenvorland vorwiegend der Selbstversorgung. Der Ackerbau nahm einen erheblichen Teil der Bodennutzung ein. Die klimatischen Voraussetzung waren erdenklich schlecht. Die hohen Niederschläge führten zum schnellen Auswaschen der Nährstoffe und auch der Böden. Die Egartwirtschaft als Feld-Gras Wechselwirtschaft beugte diesem Auswaschen von Naturstoffen vor. Ein wesentlicher und limitierender Faktor für den Ackerbau im Alpenvorland war deshalb das Vieh als Düngelieferant. Aus diesem Grund wurden Feuchtstandorte soweit möglich als Futterwiesen genutzt und der Dünger auf die Äcker ausgetragen und umgekehrt das anfallende Streu aus dem Ackerbau im Stall verwendet. Mit dem Bau der Bahnlinien im 19 Jahrhundert fiel der Zwang zur Selbstversorgung weg. Das Getreide konnte günstiger eingekauft werden. Der Ackerbau wurde zunehmend zugunsten der Grünlandwirtschaft aufgegeben und der freiwerdenden Dünger aus dem Stall konnte zur weiteren Verbesserung der Futterwiesen eingesetzt werden. Allerdings führte die Aufgabe des Ackerbaus und der einhergehenden Streuproduktion auch zu einem Mangel an Einstreu für den Stall. Dieser Mangel war es, der ab 1850 die Entwicklung der Streuwiesenkultur im Alpenvorland förderte.

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Schutzgebiet Loisach-Kochelsee-Moore

Der Großteil der “Loisach-Kochelsee-Moore” steht unter Naturschutz und ist als FFH- und Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Der Nieder- und Hochmoorkomplex ist über 3600 Hektar groß und beheimatet viele außergewöhnliche Pflanzen- und Vogelarten. Über 200 Vogelarten brüten oder rasten hier – wie zum Beispiel der Große Brachvogel, der Wachtelkönig und die Bekassine. Die “Loisach-Kochselsee-Moore” werden seit etwa 1000 Jahren durch die Klöster Benediktbeuern und Schlehdorf landwirtschaftlich genutzt, wodurch artenreiche Streuwiesen entstanden sind.

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Landschaftsschutzgebiet Ramsachleiten und Alte Loisach bei Murnau am Staffelsee

Die Gebiete zwischen dem Naturschutzgebiet „Murnauer Moos“ und Murnau am Staffelsee sowie entlang der „Alten Loisach“ werden als Landschaftsschutzgebiet unter der Bezeichnung „Ramsachleiten und Alte Loisach“ seit 1997 geschützt. Das Gebiet hat eine Größe von ca. 259 Hektar. Im Rahmen der Schutzausweisung soll vor allem die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und die weidegenutze bäuerliche Kulturlandschaft erhalten und von weiterer Bebauung freigehalten werden. Dem Naturschutzgebiet „Murnauer Moos“ wird dadurch ein zusätzlicher Schutzpuffer verliehen.
Die Feuchtflächen und Trockenstandorte des Gebietes haben eine große floristische und faunistische Bedeutung für die Natur.

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Naturschutzgebiet Murnauer Moos

Das “Murnauer Moos” liegt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und ist mit einer Fläche von rund 4200 Hektar das größte zusammenhängende naturnah erhaltene Moorgebiet Mitteleuropas. Das Alpenmoor liegt südlich von Murnau am Nordrand der bayerischen Alpen und entstand nach der letzten Eiszeit im Zugenbecken des Loisachgletschers. Der Moorkomplex ist durch seine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten geprägt und weist unter anderem Groß- und Kleinseggenriedern, Altwasser, kalkreiche Sümpfe, Feucht- und Streuwiesen und vereinzelt Kalktrockenwiesen auf. Eine Besonderheit sind die Hochmoore mit einer Mächtigkeit von bis zu 25 Metern. Seit 1990 ist das Moor als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist zudem das reichste Brutvogelbiotop Süddeutschlands.
Mooswanderungen sind auf einem zwölf Kilometer langen Rundwanderweg möglich.

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Kochelsee

Der Kochelsee befindet sich ca. 70 km südlich von München am oberbayrischen Voralpenrand. Der See entstand in der Würmeiszeit durch die Ausschürfung des Isar-Loisach-Gletschers und bildet zusammen mit dem Walchensee die Zwei Seen Landschaft am Herzogstand.

Der See liegt innerhalb der Alpenflusslandschaft Hot-Spot Region und ist besonders wichtig für das Projekt, denn die Loisach, einer der fünf Flüsse des Projekts, ist ein Zu- und Abfluss des Kochelsees. Ein zweiter großer Zufluss des Gewässers stammt aus dem Walchensee Wasserkraftwerk und wird in den See bei Altjoch geleitet. Auf der einen Seite öffnet sich der See nach dem Kocheler Moor hin, und auf der anderen Seite ist sieht man die Umrahmung der Kocheler Berge Sonnenspitz, Jochberg, Herzogstand und Heimgarten.

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Schachtkraftwerk im Fischparadies oder der Sinn von Natura 2000 Schutzgebieten

Das Wasserenergienutzungs Konzept Schachtkraftwerk ist an der TU München entwickelt worden. Die erste produktive Anlage ist an der Loisach bei Großweil in einem Natura 2000 Gebiet geplant. Der Bund Naturschutz und der Landesfischereiverband haben gegen den Bau der Anlage geklagt. Die Vor- und Nachteile eines Schachtkraftwerkes sind ….

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