Flüsse

Naturnahe Flusslandschaften und ihre speziell angepassten Tier- und Pflanzenarten sind europaweit selten geworden. Die Alpenflüsse Ammer, Lech, Wertach, Isar und Loisach haben jedoch in einigen Abschnitten noch ihren ursprünglichen Wildflusscharakter bewahrt. Aufgrund des großen Spektrums an unterschiedlichen Lebensräumen von den artenreichen Tälern bis in die wenig erschlossenen Gebirgsregionen wurde die Region vom Ammersee bis zur Zugspitze als besonders schützenswerter „Biodiversitäts-Hotspot“ in Deutschland deklariert. Im Verbundprojekt „Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze“ setzen sich 18 Partner mit vereinten Kräften dafür ein, Alpenflüsse zu renaturieren, Moore zu revitalisieren, Kleingewässer zu vernetzen und bereits verloren geglaubte Tier- und Pflanzenarten wieder anzusiedeln.


Naturschutzgebiet Murnauer Moos

Das “Murnauer Moos” liegt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und ist mit einer Fläche von rund 4200 Hektar das größte zusammenhängende naturnah erhaltene Moorgebiet Mitteleuropas. Das Alpenmoor liegt südlich von Murnau am Nordrand der bayerischen Alpen und entstand nach der letzten Eiszeit im Zugenbecken des Loisachgletschers. Der Moorkomplex ist durch seine Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten geprägt und weist unter anderem Groß- und Kleinseggenriedern, Altwasser, kalkreiche Sümpfe, Feucht- und Streuwiesen und vereinzelt Kalktrockenwiesen auf. Eine Besonderheit sind die Hochmoore mit einer Mächtigkeit von bis zu 25 Metern. Seit 1990 ist das Moor als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist zudem das reichste Brutvogelbiotop Süddeutschlands.
Mooswanderungen sind auf einem zwölf Kilometer langen Rundwanderweg möglich.

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Naturschutzgebiet Ammergebirge

Das “Ammergerbirge”, auch “Ammergauer Alpen” genannt, liegt in den bayerischen Regierungsbezirken Oberbayern und Schwaben und im Tiroler Bezirk Reutte. Die Gebirgsgruppe gehört zu den Nördlichen Kalkalpen und ist das größte Naturschutzgebiet Bayerns und das zweitgrößte Deutschlands. Der Daniel ist mit 2340 Metern der höchste Gipfel des Gebirges. Die Loisach begrenzt die Ammergauer Alpen im Osten und der Lech im Westen. Die namensgebende Ammer entspringt in mehreren Quellen aus dem Gebirge südlich von Oberammergau.

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An der Ammer zur Schnalz

Dieser kleine Wandertipp offenbart in mehrfacher Hinsicht großartige Natur. Er bietet Einblick in die einzigartige Flusslandschaft der Ammer. Die Ammer ist der größte noch zusammenhängende Wildfluss der nördlichen Voralpen. Neben viel Fluss und Wasser gibt es herrliche Eschen und Weiden in den Auen und angrenzenden Wäldern zu sehen. Der Weg führt vom Bahnhof in Peissenberg erst südlich Richtung Ammer. An dieser angekommen kann man nichts falsch machen. Immer flußaufwärts auf einem gut begehbaren Fahrweg führt er bis zur…

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Kochelsee

Der Kochelsee befindet sich ca. 70 km südlich von München am oberbayrischen Voralpenrand. Der See entstand in der Würmeiszeit durch die Ausschürfung des Isar-Loisach-Gletschers und bildet zusammen mit dem Walchensee die Zwei Seen Landschaft am Herzogstand.

Der See liegt innerhalb der Alpenflusslandschaft Hot-Spot Region und ist besonders wichtig für das Projekt, denn die Loisach, einer der fünf Flüsse des Projekts, ist ein Zu- und Abfluss des Kochelsees. Ein zweiter großer Zufluss des Gewässers stammt aus dem Walchensee Wasserkraftwerk und wird in den See bei Altjoch geleitet. Auf der einen Seite öffnet sich der See nach dem Kocheler Moor hin, und auf der anderen Seite ist sieht man die Umrahmung der Kocheler Berge Sonnenspitz, Jochberg, Herzogstand und Heimgarten.

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Ammersee

Der See ist mit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher entstanden. Vorher war der Ammersee viel größer. Er enthielt den heute eigenständigen Pilsensee und erstreckte sich vom heutigen Weilheim und Peißenberg im Süden bis nach Grafrath im Norden. Seither schrumpfte der See auf heute 47 Quadratkilometer und man schätzt, dass er nur noch rund 20 000 Jahre bestehen wird, bevor er komplett verlandet ist.
Große Uferbereiche sind noch in naturnahem Zustand. Die früher dichten Schilfbestände haben jedoch seit Ende der Sechzigerjahre deutlich abgenommen. Am Westufer ist der Uferzugang…

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Zu späte Einsicht an der Isarquelle

Wie man den Zauber eines besonderen Ortes auch ohne Forststraßen oder Lifte zerstören kann, wurde 2004 leider im Karwendel Gebirge aufgezeigt. Durfte man früher schmalen Waldpfaden folgen, um mit etwas Gespür die versteckt gelegenen Quelltöpfe der Isar zu entdecken, so wird man heutzutage über einen breiten, aufgekiesten Fahrweg, an hohen Zäunen und einem Grabstein ähnlichen Felsen mit Aufschrift „Isar“ vorbei unmissverständlich zur Quelle geführt.
Das einmalige,zuvor nahezu unberührte Quellgebiet wurde bis zum letzten, ehemals unzugänglichen Quelltopf gnadenlos frei geholzt.
Auch die anfangs zustimmende Abteilung Umweltschutz des Landes Tirol distanzierte sich nach Abschluss der Baumaßnahmen von dem Projekt. Der zuständige Koordinator Otto Leiner meinte damals…

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Schachtkraftwerk im Fischparadies oder der Sinn von Natura 2000 Schutzgebieten

Das Wasserenergienutzungs Konzept Schachtkraftwerk ist an der TU München entwickelt worden. Die erste produktive Anlage ist an der Loisach bei Großweil in einem Natura 2000 Gebiet geplant. Der Bund Naturschutz und der Landesfischereiverband haben gegen den Bau der Anlage geklagt. Die Vor- und Nachteile eines Schachtkraftwerkes sind ….

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Alpenflusslandschaften: Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze

…geht an den Start. Nach fast 3 Jahren Vorbereitungszeit ist es soweit, das Projekt beginnt. 18 Partner aus Naturschutzverbänden, Verwaltung und Wirtschaft wollen in 6 Jahren mehr Aufmerksamkeit schaffen für den Wert von Vielfalt und Alpenflusslandschaften. Die Auftaktveranstaltung am 28. April in der Stadthalle in Weilheim ist nur der Anfang…

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Ammer pur und erstes Bahnkraftwerk der Welt

Diese kleine Tour soll anregen zum Verweilen und Schauen. Und um Gegensätze zu sehen. Bequem auch mit Kindern in 4 Stunden hin und zurück. Eines ist sicher, danach wissen wir, wie schön Alpenflusslandschaften sein können, und warum wir diese schützen müssen. Die Herausforderung Wasserkraft und wilde, unberührte Landschaft dürfen wir am Endpunkt sehen und selbst beurteilen.

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