Schutzgebiete

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Hier findest du eine Übersicht aller Schutzgebiete im Projektgebiet von Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze. Wir brauchen noch mehr Landschaftspflege statt Betonsanierung. In Bayern werden im Augenblick 17 Hektar Fläche pro Tag für Wohn, -Gewerbe- und Verkehrsflächen ausgewiesen. Das sind fast 2 qm pro Sekunde! In der Schweiz wird jede Sekunde 1 qm Boden versiegelt. Schutzgebiete und Landschaftspflege sind ein muss für eine nachhaltige Trinkwasserversorgung, Flächenübergreifende Artenvielfalt und eine lebenswerte Heimat.

Schutzgebiete erfüllen den Zweck, Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu erreichen. Natürliche Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten und Ressourcen sollen bewahrt werden. Schutzgebiete haben das übergeordnete Ziel die biologische Vielfalt zu erhalten. Wirtschaftsweisen, Bauvorhaben und sonstige Eingriffe des Menschen werden in Schutzgebieten zu Gunsten der Natur eingeschränkt und teilweise ganz verboten. Somit können die menschlichen Lebensgrundlagen gesichert und vom Aussterben bedrohte Lebewesen geschützt werden. In Deutschland bilden das Bundesnaturschutzgesetz und das Landesnaturschutzgesetz die rechtlichen Grundlagen für die Schutzgebietsausweisungen. International gibt es noch weitere Richtlinien der Internationalen Union zum Schutz der Natur (ICUN), die die erlaubten Eingriffe und das Schutzvorhaben von Gebieten konkretisieren.

Es gibt verschiedene Schutzkategorien von Gebieten, die sich durch ihre Ziele, den Prozess der Schutzgebietsausweisung und die Verantwortlichkeiten zur Pflege und Instandhaltung unterscheiden. Weltweit existieren rund 140 verschiedene Kategorien von Schutzgebieten. In Europa alleine sind es bereits 90 Gebietstypen. Die in Deutschland am weitesten verbreiteten Schutzgebietskategorien werden in der nachfolgenden Tabelle kurz zusammengefasst:

Übersicht Schutzgebietskategorien in Deutschland und international (Eigene Darstellung nach: Bayerisches Landesamt für Umwelt , Wikipedia und European Commission)

Übersicht Schutzgebietskategorien in Deutschland und international (Eigene Darstellung nach: Bayerisches Landesamt für Umwelt, Wikipedia und European Commission)

Schutzgebiete können sich gegenseitig überschneiden und ineinander übergehen, deshalb ist es schwierig zu beurteilen, wie viel Prozent der Fläche Deutschlands insgesamt unter Schutz steht.

Neben den in der Tabelle genannten Schutzgebietstypen, gibt es regional und lokal noch weitere Kategorien von geschützten Gebieten. In Deutschland sind das beispielsweise Naturdenkmäler, Landschaftsbestandteile und Grünbestände, die unter eine eigene Schutzkategorie fallen. Darüberhinaus gibt es Baltic Sea Protected Areas (HELCOM), in denen wertvolle Meeres- und Küstenlebensräume der Ostsee geschützt werden.

Weiterführende Informationen zu Schutzkategorien der Weltnaturschutzunion unter: www.wwf.de


Naturschutzgebiet Magnetsrieder Hardt

Das rund 90 Hektar große Naturschutzgebiet “Magnetsrieder Hardt” ist durch eine abwechslungsreiche Landschaft geprägt. Charakteristisch für das Gebiet sind Drumlins, auch kleine Rücken oder Höhenrücken genannt. Die länglichen Hügel mit tropfenförmigen Grundriss entstanden während der letzten Eiszeit. Im Zehrgebiet des Gletschers wurde Lockersediment (abgelagertes Material) durch Eisdruck wellenförmig verformt…

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FFH-Gebiet Sulzschneider Moore

Die Moorlandschaft im 1795 ha großen FFH-Gebiet „Sulzschneider Moore“ wird erhalten und geschützt. Die Gewässerqualität und die Fließdynamik der Lobach und ihrer Nebenflüsse sollen erhalten und wiederhergestellt werden. Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, magere Flachland-Mähwiesen, feuchte Hochstaudensäume und -fluren, lebende Hochmoore, Torfmoor-Schlenken (Rhynchosporion) und Übergangs- und Schwingrasenmoore sind nur einige der schützenswerten Vorkommen in den “Sulzschneider Mooren”…

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Naturschutzgebiet Bichlbauernfilz mit Schwaigsee

Das Naturschutzgebiet „Bichlbauernfilz mit Schwaigsee“ hat eine Größe von rund 44 Hektar und wurde 1997 ausgewiesen. Der Schwaigsee ist ein Moorsee und liegt etwa 830 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gewässerqualität wird als gut eingestuft. Bootfahren ist auf dem See verboten und Baden darf man nur am Süd-Ost-Ufer. In den Wintermonaten friert der See oft zu, dann kommen Anwohner und Touristen zum Schlittschuhfahren. An seiner tiefsten Stelle ist der Schwaigsee 4,5 Meter tief. In dem moorhaltigen Gewässer kommen Forellen, Karpfen und Zander vor.

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FFH-Gebiet Halbtrockenrasen am Forggensee

Das FFH-Gebiet „Halbtrockenrasen am Forggensee“ hat eine Größe von 171 Hektar und liegt fast komplett im Landschaftsschutzgebiet „Forggensee und benachbarte Seen“. Die Halbtrockenrasen am Forggensee sollen erhalten werden, da sie artenreiche dealpine Magerrasen aufweisen. Die Vernetzung dieser zu Quellmooren, Mager- und Streuwiesen sowie Laubwäldern ist von großer ökologischer Bedeutung. Kalk- und Trockenrasen, montane Borstgrasrasen auf Siliktatböden und Berg-Mähwiesen werden hier durch Pflegemaßnahmen erhalten und wiederhergestellt…

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Landschaftsschutzgebiet Hardtlandschaft und Eberfinger Drumlinfelder

Das Landschaftsschutzgebiet “Hardtlandschaft und Eberfinger Drumlinfelder” wurde 1985 ausgewiesen, hat eine Größe von rund 5819 Hektar und beinhaltet das Naturschutzgebiet “Magnetsrieder Hardt”. Das Eberfinger Drumlinfeld ist das größte und bekannteste Drumlinfeld im bayerischen Voralpenland. Durch den Isar-Loisach-Gletscher und seine Bewegungsrichtung von südöstlicher nach nordwestlicher Richtung entstanden die wellenförmigen Verformungen…

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Naturschutzgebiet Isarauen zwischen Schäftlarn und Bad Tölz

Das Naturschutzgebiet „Isarauen ziwschen Schäftlarn und Bad Tölz“ hat eine Größe von rund 1660 Hektar und wurde 1986 ausgewiesen. Kerngebiet der Isarauen ist die Pupplinger und die Ascholdinger Au. Diese artenreichen Flusslandschaften sind von einer hohen Vielfalt an auetypischen Pflanzengesellschaften geprägt. In den Isarauen leben über 300 Pflanzen- und Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind. Lichte Kiefernwälder mit Magerrasen prägen das Gebiet. Die Kreuzotter findet hier ihren Hauptlebensraum. Im Naturschutzgebiet „Isarauen zwischen Schäftlarn und Bad Tölz“ wächst die Frauenschuh-Orchidee, das Brandknabenkraut und die Spinnen-Ragwurz…

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Natura 2000 Gebiet Wertachdurchbruch

Der Wertachdurchbruch ist sowohl als FFH- als auch als Vogelschutzgebiet ausgewiesen und hat eine Größe von 876 Hektar. Das Durchbruchstal der Wertach ist wasserbaulich nur gering verändert. Charakteristische Lebensräume sind Kiesbänke und Uferanrisse. Erlen-Eschen-Auwälder und naturnahe Schlucht-Mischwälder kommen hier vor. Der alpine Fluss Wertach mit seiner oligotrophen Gewässerqualität wird im Schutzgebiet erhalten und wiederhergestellt. Ein großes Angebot an Altholz, Totholz und Höhlenbäumen bietet Habitatstrukturen für Spechte und deren Höhlenfolgenutzer…

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FFH-Gebiet Ammertaler Wiesmahdhänge

Die circa 440 Hektar großen „Ammertaler Wiesmahdhänge“ sind als FFH-Gebiet ausgewiesen und ein artenreiches Gebiet am oberbayerischen Alpenrand. Naturnahe Kalk-Trockenrasen, Borstgrasrasen, magere Flachland- und Berg-Mähwiesen sind charakteristisch für die trockenen Standorte des Gebietes. Feuchte bis nasse Standorte sind durch Pfeifengraswiesen, kalkreiche Niedermoore, feuchte Hochstaudenfluren und Nasswiesen gerprägt. Eine Besonderheit sind Kalktuffquellen…

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FFH-Gebiet Moore südlich Königsdorf, Rothenrainer Moore und Königsdorfer Alm

Im 1100 Hektar großen FFH-Gebiet „Moore südlich Königsdorf, Rothenrainer Moore und Königsdorfer Alm“ werden die natürlichen Landschaftsausschnitte des westlichen Tölzer Alpenvorlandes zwischen Isar und Loisach erhalten. Hochmoore, Übergangsmoore, Moorwälder, kalkreiche Niedermoore und Pfeifengraswiesen, Buckelfluren, Kalk-Trockenrasen und artenreiche Borstgrasrasen werden hier erhalten und wiederhergestellt. Zu dem FFH-Gebiet „Oberes Isartal“ besteht ein Verbund und eine Vernetzung der Lebensraumtypen und der Habitate…

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FFH-Gebiet Standortübungsplatz nördlich von Murnau

Das FFH-Gebiet „Standortübungsplatz Spatzenhausen nördlich von Murnau“ hat eine Größe von 135 Hektar und ist durch naturnahe Kalk-Trockenrasen, feuchte Hochstaudenfluren und magere Falchland-Mähwiesen geprägt. Besondere Bestände von Orchideen werden hier erhalten und wiederhergestellt. Populationen der Gelbbauch-Unke und des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings kommen in dem FFH-Gebiet vor. Das Schutzgebiet wird militärisch genutzt, darf aber aufgrund der Schutzverordnung nicht wesentlich beeinträchtigt werden…

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Landschaftsschutzgebiet Starnberger See und westlich angrenzende Gebiete

Das Landschaftsschutzgebiet „Starnberger See und westlich angrenzende Gebiete“ hat eine Größe von rund 9420 Hektar und umfasst den kompletten Starnberger See. Die westlich angrenzenden Moorflächen des Moränengebietes, Moränenhänge, tiefeingeschnittene Wasserläufe, naturnahe Uferzonen und Buchenwälder werden hier geschützt. Ziel der Schutzgebietsausweisung ist es, den Naturhaushalt, die Vielfalt, die Eigenart und die Schönheit des Landschaftsbildes zu erhalten…

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