Über den Jochberg darf es sein

200103_2_N_AgfaUC100_0024mlUnd ein Gipfel mehr wird es heute. Los geht es am Kesselbergpass mit dem Laufen. Vorher fährt es sich aber mit dem Zug von München über Tutzing nach Kochel und dann in der Früh mit sehr gutem Anschluss gleich im Linienbus zur Passhöhe. Ganz bequem. Den Stress auf der Autobahn und beim Parkplatzsuchen haben wir so schon mal hinter uns gelassen. Am Abend sind wir woanders, nicht nur mit der Seele, nein auch mit den Füßen. Ein Auto auf dem Parkplatz können wir deshalb nicht gebrauchen.

Der Jochberg (1565) ist ein Klassiker. Zum Wegverlauf gibt es nicht viel zu sagen. Direkt von der Bushaltestelle führt der Weg gut beschildert Richtung Osten durch schönen Wald in lieblichen Serpentinen den Berg hinauf. Keine Forststraßen und Holzrodungen stören den Blick. Die Tour ist wirklich ein Schmuckstück bis zum Gipfel. Auf den letzten Meter eröffnet sich uns ein großartiger Blick auf der einen Seite zum Walchensee und auf der anderen zum Kochelsee hinunter.

Der Blick zu dem geplanten Pumpspeicherwerk am Jochberg bleibt uns vorerst erspart. Die Bauzeit war von 2018 bis 2023 geplant, die Baukosten wurden mit 600 Mio. € angegeben. Als Betreiber galt die Energieallianz Bayern, ein Zusammenschluss von 32 Unternehmen, meist bayerische kommunale Stadt- und Gemeindewerken. Ende September 2013 verkündete die Energieallianz Bayern wegen schwieriger Grundstücksverhandlungen und bis zu einer klaren Stellungnahme der Staatsregierung zunächst einen Planungsstopp für das Projekt.

Ein paar hundert Meter zurück vom Gipfel gehen wir weiter zur Jocher Alm, die im Sommer geöffnet hat, und zur rechten Zeit da ist für eine Rast, bevor es weiter zum nächsten Gipfel geht. Der Hirschhörnlkopf lockt uns, und über ihn der Weiterweg in die Jachenau. So schön wie der Jochberg und doch ganz anders. Der Aufstieg zum Hirschhörnl ist zwar auch beschildert, aber etwas schwer zu finden. Es geht direkt an der Kotalm ab, immer schräg am Hang, bis wir den Wald an der Pfundalm verlassen. Dort in einem Bogen nach Norden über Hänge zum abgeflachten Almwiesengipfel. Die Aussicht ist nicht ganz so „umwerfend“ wie am Jochberg, dafür viel ruhiger. Die Tannenspitzen kann man fast mit den Händen greifen.

Nach einer Rast zurück wie beim Aufstieg bis zu Pfundalm und von dort weiter Richtung Süden (beschildert) einen teilweise steilen Weg. Zum Schluss auf Forststraßen hinunter zur Jachenau.

Hier nehmen wir den Bus nach Lenggries und dann mit der BOB weiter nach München. Wenn der Bus uns warten lässt, gibt es gute Möglichkeiten zur Einkehr, oder für die Spätankommer, ein Taxi nach Lenggries. Das Ganze geht natürlich auch umgekehrt. Die Busverbindung an der Kesselbergstraße nach Kochel ist etwas besser und geht länger in den Abend hinein.

Für alle Münchner ganz ohne Probleme ohne Auto – der Natur zur Liebe: Schön war es. Aus zwei leichten Touren wird ein Tag füllendes Programm mit herrlichen Blicken und viel zu sehen.

Das Photo (auf Film) entstand übrigens im Winter, beim Abstieg vom Jochberg in Richtung Westen bei – 20 Grad. Der Blick hinüber zum Herzogstand. So schön kann es sein, man darf sich nur etwas Zeit nehmen.

Die Tour als KML file zum herunterladen.

Tour-der-Natur-01

Zum Schluss ein wichtiger Hinweis: Planen Sie die Tour gut mit Karte und Führer, das Smartphone und die Touren Vorschläge in diesem Blog nehmen Ihnen nicht das Denken und die eigene Verantwortung ab. Wir wollen auch keinen Wanderführer ersetzen, da gibt es ein sehr gutes und preiswertes Angebot im Handel. Wir wollen zu Ideen anregen, die der Natur und den Menschen gerecht werden.

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