Verhinderung des Kletterparks in Feldafing

Nachdem das Projekt am Schlosshölzl in Starnberg einen Kletterpark zu errichten gescheitert war, versuchte der gleiche Unternehmer sein Glück 2011 in Feldafing. Dass der Standort gemäß Sachverständigengutachten einer der letzten noch erhaltenen Seebuchenwälder (teilweise Biotop!) ist, störte ihn ebenso wenig wie das direkt angrenzende FFH- und SPA-Gebiet „Starnberger See“. Auch der Feldafinger Bürgermeister sah in einem Bürger-Brief vom 20. Juli keinerlei Probleme und glaubte, dass dieser Kletterwald „durch seine Lage am See sicherlich einer der attraktivsten Klettergärten, von dem auch die heimische Wirtschaft profitieren wird, sein könnte.“

Symbolische Mauer gegen Waldzerstörung

Symbolische Mauer gegen Waldzerstörung

Neben einer Feldafinger Bürgerinitiative sprach sich der Bund Naturschutz gegen die Planung so nah am Starnberger See aus. In einer spektakulären Performance des Bund Naturschutz wurde am 16. Oktober allen Bürgern gezeigt, welchen Schatz sie haben und was alles zerstört würde.

Kinder und Erwachsene erlebten die Gefährdung der Natur durch den Menschen in Form von Abholzung und bauten gegen die Waldzerstörung eine symbolische Mauer. Mit Pressemeldungen, Hintergrundarbeit bis in die Ämter der Landeshauptstadt München und die Forstverwaltungen hinein sowie Information des eigentlichen Grundbesitzers Gemeinde Pöcking wurde ein Stopp erreicht. Letztendlich kam das Aus über die nicht geklärte Frage der Parkplätze. Es „dürfte damit klar sein, dass das fragliche Areal im gegenwärtigen Zustand dem Allgemeinwohl deutlich mehr dient als in der künstlichen Form eines Kletterwalds“, war die abschließende Meinung eines Beteiligten.

Foto: © Günter Schorn

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