Vom Winde geprägte Bachtanne

Fichte am Gruberbach

Fichte am Gruberbach

Dieser verwitterte Fichte steht unweit vom Radweg Marktoberdorf Lechbruck am Gruberbach. Ihr Stamm beugt sich in einem eleganten Bogen nach Westen. Die Fichte bleibt standhaft gegen die starken Winde, die durch das kleine Tälchen des Gruberbach an vielen Tagen des Jahres wehen. Ja fast notwendig scheint diese Windstütze, wenn man sieht, wie der Gruberbach an ihren Füßen den Boden weg trägt.

Die Heimat der Gemeinen Fichte erstreckt sich über fast ganz Europa mit Ausnahme der Britischen Inseln und der Iberischen Halbinsel. Sie kommt vor allem in Mittel-, Ost- und Nordeuropa vor. Die Fichte zieht als Standort feuchtes und kühles Klima vor, und ist daher in dem südlichen Bereich ihres Verbreitungsgebietes ein Gebirgsbaum. Ihre obere Höhengrenze liegt zwischen 950 Meter im Harz und 2200 Meter im Wallis. Nur aufgrund menschlicher Anpflanzungen kommt sie in tieferen Lagen vor, etwa in Aufforstungen oder als Zierbaum.

Trockene Sommer und Wassermangel machen die Fichte Krankheit anfällig. Deshalb wird sich die Fichte als Brotbaum in der Forstwirtschaft bei gleichbleibender Klimaerwärmung hier in der Region nicht halten können. Der ursprüngliche Tannen und Buchen Wald kommt damit besser zurecht. Intensive Waldpflege zur Bekämpfung der Schädlinge wird das kaum verhindern können.

Im Volksmund heißt die Fichte auch Bachtanne (Altmark, Siebenbürgen), was hier mehr als gut zutrifft. Mehr zur Fichte siehe auch in Wikipedia.

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