Rother Tourenvorschlag


Munt Pers, 3207 m

Ein gestandener Dreitausender, den man in einer Gehstunde ohne besondere Schwierigkeiten auf einem markierten Weglein erreicht? Ja, das gibt es wirklich! Die Diavolezzabahn macht’s möglich. Dank der Technik ist der Gipfel auch ein ideales Ziel für eine Wanderung mit Kindern, natürlich in Begleitung und Obhut bergerfahrener Eltern. Die Kinder werden daneben auch die Einkehr im Berghaus Diavolezza und die schönen Spielplätze beim Lej da Diavolezza zu schätzen wissen.

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Glecksteinhütte, 2317 m

»Die Konzession für einen Bergaufzug vom Hotel Wetterhorn bei Grindelwald nach der Glecksteinhütte am Wetterhorn (pass.) ist nunmehr erteilt«, meldete das Lokalblatt »Echo von Grindelwald« am 17. Februar 1904: »Es würde das die Hälfte sein von dem gesamten Wetterhornaufzug, der nichts geringeres erstrebt als die Spitze der Haslijungfrau.« Am 27. Juli 1908 war es soweit: Die erste Sektion der geplanten Seilbahn aufs Wetterhorn (3692 m), wie die Haslijungfrau offiziell heißt, wurde in Betrieb genommen – die erste Personenluftseilbahn der Welt. Die zweite Sektion zum 1904 erstellten Hotel Gleckstein wurde nie gebaut, der Wetterhorn-Aufzug 1915 stillgelegt. Beim Hotel Wetterhorn steht eine Kopie der Kabine: ein Denkmal der technischen Eroberung des Hochgebirges.

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Von Vals zum Zerfreilasee, 1862 m

Wo heute ein smaragdgrüner See zwischen den Bergen sich lang macht, duckte sich vor 50 Jahren das Dorf Zerfreila in das pittoreske Tal. Mit dem Bau der Staumauer 1956 verschwand ein Stück Walser Kultur, geblieben ist die großartige Bergkulisse. Der Höhenweg hinauf zum Stausee läuft am Fuß des bizarr gezackten Breitengrats entlang, auf der gegenüberliegenden Talseite begleiten uns die Gipfel von Guraletschhorn und Amperfreilahorn. Wer im Spätsommer unterwegs ist, sollte zusätzlich eine halbe Stunde fürs Blaubeerenpflücken einplanen.

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Lötschentaler Höhenweg

Das Lötschental zählt zu den ruhigen und ursprünglich gebliebenen Seitentälern der Rhône mit schönen Dörfern und vielen gut erhaltenen Holzhäusern. Der Lötschentaler Höhenweg ist allerdings kein Geheimtipp, doch er hat seine Berühmtheit auch völlig zu recht! Die Ausblicke aus dem Bereich der Waldgrenze auf die Eisgipfel, insbesondere auf das Bietschhorn, sind einfach großartig, ganz besonders wenn diese sich dann im stillen Schwarzsee spiegeln! Unser Wandervorschlag endet an der Lauchernalp, wo man mit der Seilbahn nach Wiler hinabschweben kann. Das ist je nach Kondition natürlich sehr angenehm, leider ist damit aber auch eine – in unseren Augen übertriebene – Skierschließung des Bereiches darüber verbunden. Einen hochinteressanten Einblick in das Leben früherer Generationen in diesem damals sehr abgelegenen Tal gibt uns auch das Lötschentaler Museum in Kippel.

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Reichenbachfall und Aareschlucht

Im Reichenbachfall ob Meiringen verlor der englische Meisterdetektiv Sherlock Holmes am 4. Mai 1891 scheinbar sein Leben, als er an schwindelerregender Stelle Professor Moriarty, den König der Londoner Unterwelt, endlich gestellt hatte. Die Leser konnten den Tod ihres Helden in der Kriminalstory »Das letzte Problem« nicht hinnehmen, weshalb Conan Doyle seine Figur in der Geschichte »Das leere Haus« wiederbeleben musste. Ein Stern an der Felswald neben dem niederschießenden Wasser markiert die Stelle, wo Sherlock Holmes und sein Gegner den Halt verloren. Ob der »größte Detektiv der Welt« (so eine Inschrift bei der Talstation der Reichenbachfallbahn) auch in der nahen Aareschlucht nach gefährlichen Verbrechern Ausschau hielt, ist leider nicht überliefert. Die Szenerie wäre für einen Krimi durchaus brauchbar. Über kühn an die senkrechten Wände gebaute Stege dringen die Touristen seit 1888 in die 1400 m lange und 200 m tiefe Schlucht vor.

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Über die Fuorcla Surlej

Die Fuorcla Surlej ist einer der großartigsten Aussichtspunkte der Ostalpen! Nach Norden blickt man auf die mächtigen Gipfel der Albula-Alpen mit dem Piz Julier als Blickfang. Nach Süden hat man einen Nahblick auf die Eisriesen der Bernina-Alpen, wo insbesondere Piz Roseg, Piz Bernina und Piz Bianco (mit dem berühmten Biancograt) beeindrucken. Hier beginnt der Höhenweg, vielleicht der berühmteste im Engadin. Er führt uns auch (Variante) zur Coazhütte. Sie ist nach dem Erstersteiger des Piz Bernina benannt. Nach dem Abstieg zum Lej da Vadret (= Gletschersee) geht es zu Fuß oder – bequemer, aber teurer – mit der Pferdekutsche durchs Rosegtal nach Pontresina (Anmeldung nötig, Auskünfte beim Kur- und Verkehrsverein Pontresina).

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Piz Grevasalvas, 2932 m

Der »Fast-Dreitausender« Piz Grevasalvas bietet uns eine überwältigend schöne Aussicht, vor allem natürlich zu den gewaltigen Eisriesen der Bernina-Alpen. Auch der Blick auf die formenreichen Gipfel des Bergell ist großartig. Er wird allerdings durch den – etwas niedrigeren – Piz Lunghin, der unserem Gipfel genau gegenüberliegt, ein wenig eingeschränkt. Eine gewisse Berühmtheit hat die Alp Grevasalvas erlangt, die wir gleich am Beginn der Wanderung erreichen. Die Alp diente nämlich als malerische Kulisse und Drehort für die Heidi-Filme, die nach den bekannten Mädchenbüchern der Schweizer Autorin Johanna Spyri gedreht wurden und weltweit unzählige Kinder begeistert haben.

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Rund um Eppstein

Im grünen Schoß des Schwarzbachtals liegt Eppstein, die »Perle der Nassauischen Schweiz«, malerisch überragt von seiner ehemaligen Reichsburg. Die 1122 erbaute Anlage war über Jahrhunderte Mittelpunkt der Eppsteiner Herrschaft. Von ihrer stimmungsvollen Kulisse mit den vielen Türmchen, dem Burggraben und dem Palas ließen sich besonders die Künstler der Romantik inspirieren. Den Mittelpunkt bildet der imposante Bergfried. Von dessen Plattform aus kommt die reizvolle Lage des Städtchens zwischen steilen Waldhängen wundervoll zur Geltung – die ideale Einstimmung zur folgenden Rundtour.

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Igl Compass, 3016 m

Ein Dreitausender in anregendem, kurzem Aufstieg – das motiviert auch Kinder, den Gipfel mit dem lustigen Namen (Compass = Kreis, Zirkel) zu ersteigen. Allerdings brauchen sie bergerfahrene Eltern, die jüngere Kinder gegebenenfalls auch sichern können. Dann aber ist die Freude groß, wenn sie auf dem Gipfel von einer stattlichen Zahl von Steinmännern erwartet werden. Eindrucksvoll ist auch die Aussicht, nicht nur der Blick zu den schroffen Gipfeln rund um den Piz Ela und die Eisriesen der Bernina-Alpen, sondern auch der Blick auf die Passstraße unter uns und die Seen in ihrer Nähe.

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