Rother Tourenvorschlag


Kainachtal und Sanspareil

Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts hieß das kleine Nest am Rande der Fränkischen Schweiz schlicht Zwernitz wie die alte, mächtige Walpoten-Burg, die sich auf einem Felsen über den Dächern erhebt. Doch dann entdeckte die baufreudige Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth den idyllischen Buchenhain hinter der Burg mit seinen eigenwilligen Felsformationen, Höhlen, Grotten und Nischen. Der natürliche Zauber des Ortes inspirierte sie dazu, hier die literarische Welt eines Romans über die Abenteuer des Odysseus und seines Sohns Telemach zu inszenieren. In den Jahren 1745–48 wurde so ein Schlösschen im morgenländischen Stil errichtet und ein Landschaftsgarten angelegt, bei dessen Anblick der Hof »Ma foi, c’est sans pareil!« ausgerufen haben soll. So hat das kleine Dörfchen seinen neuen Namen bekommen. Höhepunkt der weitläufigen Gartenanlage ist das antiken Bühnen nachempfundene Naturtheater, dessen kleiner Zuschauerraum sich in einer Durchgangshöhle befindet.

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Zur Kakushöhle

Diese herrliche Rundtour durch schönste Hügellandschaft – besonders malerisch während der Löwenzahnblüte von Ende April bis Mitte Mai – bietet uns viele Ausblicke. Wir durchqueren die Kakushöhle, kommen zum schön gelegenen Ort Vollem und gelangen zum Eulenberg mit seinem grandiosen Panorama. Vom Lichtertberg genießen wir dann eine ebenso beeindruckende Aussicht wie vom Eifel-Blick »Galgenück«.

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Ruine Weißenstein auf dem Pfahl

Schnurgerade verläuft das Gesteinsband des Pfahls auf einer Länge von 150 km von der Oberpfalz bis zum Unteren Bayerischen Wald. Vor rund 300 Millionen Jahren brach bei einem gewaltigen Erdbeben die Erde auf und flüssiges Siliziumdioxid quoll hervor. Es bildete sich der Pfahl, eine Formation aus milchig-weißem und überaus hartem Quarzgestein. Die Burgruine Weißenstein thront auf der höchsten Erhebung des Pfahls, auf 758 m. Sie wurde vermutlich von den Grafen von Bogen im 12. Jahrhundert zum Schutz eines bedeutenden Handelsweges errichtet. 1918 zog der Schriftsteller Siegfried von Vegesack in den Torturm der Ruine Weißenstein. Wegen der hohen Renovierungskosten nannte er das Gebäude »Fressendes Haus«. Heute ziert ein »Gläserner Wald« die Wiese vor dem Museum.

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Monte Carone, 1621 m

Der Monte Carone gilt als einer der besten Aussichtsberge in den westlichen Gardaseebergen, denn er ist die höchste Erhebung östlich des Tremalzopasses. Vom Gipfel bietet sich ein Rundumpanorama der Gardaseeberge, Tiefblicke auf den Gardasee und auf den Ledrosee. Über seinen Gipfel verläuft heute die Grenze zwischen der Provinz Trento-Alto Adige und der Provinz Brescia. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs war es die Grenze zwischen dem Kaiserreich Österreich und dem Königreich Italien. Daher ist es naheliegend, dass diese Grenze zur Hauptkampflinie wurde. Der Monte Carone wurde von den italienischen Alpini zu einer kleinen Festung mit vielen Hütten und Laufgräben ausgebaut. Die zahlreichen Reste sind noch heute gut zu sehen. Der Anstieg bis zu seinem Gipfelfuß verläuft auf einfachen Wandwegen. Auch der Gipfelweg über die Nordostseite ist für jeden trittsicheren Wanderer gut zu bewältigen, während der Abstieg – oder Anstieg – auf seiner Westseite über den teilweise gesicherten »Sentiero Tosi« trittsicheren und schwindelfreien Bergwanderern vorbehalten ist. Mit der Baita B. Segala findet wir eine kleine, gemütliche und immer offene Selbstversorgerhütte auf dieser abwechslungsreichen Runde. Im Frühjahr treffen wir auf dieser Route auf ein Blütenmeer an alpinen Blumen, darunter zahllosen Enzianen.

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Maximilians- und Vogelherdgrotte

Karstkundlicher Wanderpfad nennt sich dieser markierte und mit informativen Wegtafeln ausgestattete Rundweg, der in Neuhaus an der Pegnitz startet. Der Weg ist spannend, denn es gilt die vielfältigen Karsterscheinungen dieser Landschaft – Quellen, Höhlen, Klüfte und Dolinen – selbst mit offenen Augen zu entdecken. An nicht weniger als vier Höhlen führt der Weg vorbei, wobei die Maximiliansgrotte als eine der schönsten Schau-Tropfsteinhöhlen Deutschlands gilt.

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Benjental – Stabenberg

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts trieb das Wasser des Mußbachs im Benjental westlich von Gimmeldingen die Deidesheimer Getreidemühlen an, die damals zum Fürstbistum Speyer gehörten. Mit Pferde- und Ochsenkarren konnten die Deidesheimer ihre Mühlen aber nur auf der Straße durch das Gimmeldinger Tal erreichen, das Hoheitsgebiet der Wittelsbacher Kurfürsten war. Die Grenze verlief bei der heutigen Looganlage. Nachdem 1715 in Gimmeldingen eine kurpfälzische Zollschranke errichtet wurde, war dieser Weg versperrt. Um die Zölle zu umgehen, wurde das Getreide und Mehl auf dem Rücken von Eseln auf schmalen Waldpfaden über das 450 m hohe Knoppenweth transportiert, da der Wald zu Deidesheim gehörte. Erst als die Zollschranke 1794 fiel, war der Weg durch das Gimmeldinger Tal wieder frei. Seit dieser Zeit werden die Mühlen im Benjental »Eselsmühlen« genannt.

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Dörrenbach – Bad Bergzabern

Dornröschen der Pfalz In Bad Bergzabern steht das Renaissanceschloss der Herzöge von Zweibrücken. Der 1527 errichtete Bau wird von zwei großen Rundtürmen flankiert; die Westseite schmückt ein prunkvolles Portal. Das Gasthaus »Zum Engel«, ein ehemaliger Adelssitz, gilt als schönstes Renaissance-Haus der Pfalz. In Dörrenbach sind die zahlreichen Fachwerkhäuser sehenswert, darunter…

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Monte Stivo, 2059 m

Der Monte Stivo steht etwas isoliert am nordöstlichen Ende des Gardasees. Doch das ist auch seine Stärke, denn er bietet ein grandioses Rundum-Panorama. Der Anstieg ist auch für Nicht-Schwindelfreie kein Problem, und knapp unterhalb des Gipfels erwartet uns das Rifugio Prospero Marchetti mit guter regionaler Küche und der Möglichkeit, auch eine Übernachtung in familiärer Atmosphäre zu genießen. Wer noch etwas Nervenkitzel sucht, steigt nicht auf dem Anstiegsweg wieder ab, sondern wandert nordwärts weiter hinab zur Bassa Madonnina und kehrt über die Coste Pozze zurück.

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Hohtürli – Blümlisalphütte

Von der Blümlisalphütte betrachten wir den weit unten gelegenen Thunersee und ganz nah die wilde siebengipflige Blüemlisalp. Als vielgeborstene Eismasse wälzt sich ihr Gletscher gegen Schutthalden hinab, die langsam in blumenreiche Alpweiden übergehen. Die Blüemlisalp-Sage erzählt, dass einst niederstürzende Eismassen eine saftige Alp samt Mensch und Tier begraben hätten, weil der in Saus und Braus lebende Senn seine ihn ermahnende Mutter verächtlich bewirtete, worauf sie ihn folgenreich verfluchte.

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Großenoher Tal und Signalstein

Durch verträumte Täler zu einem hohen Aussichtspunkt Während das Trubachtal durch die Durchgangsstraße viel von seinem ursprünglichen Reiz verloren hat, sind die beiden kleinen Seitentäler, das Todsfelder und das Großenoher Tal, landschaftliche Kleinode geblieben. Gerade das Großenoher Tal mit seinen Mühlen und Gehöften erinnert ein wenig wehmütig daran, wie idyllisch…

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